Freundschaft Sprüche

Sprüche über Freundschaft und Zusammenhalt

1466 Sprüche in dieser Kategorie

Es ist leicht, eine Geliebte zu finden, und nicht schwer, einen Freund zu behalten; schwerer aber ist es, eine Geliebte zu behalten und einen Freund zu finden.

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Liebe den Freund, doch suche dir den, der gütig und ernst ist; Wen dein Fehler nicht kränkt, nimmer hat er dich geliebt.

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Wir können nichts lieben, als was auf uns Bezug hat, und wir folgen bloß unserem Geschmack und unserem Vergnügen, wenn wir unsere Freunde uns selbst vorziehen. Nichtsdestoweniger ist es gerade dieser Vorzug, welcher die Freundschaft wahr und vollkommen macht.

Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen (Réflexions ou sentences et maximes morales), 1665, endgültige Fassung 1678

Wiederangeknüpfte Freundschaften erfordern größere Sorgfalt als jene, die nie gebrochen worden sind.

Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen (Réflexions ou sentences et maximes morales), 1665, endgültige Fassung 1678

Unter Freunden ist alles gemeinsam.

Euripides, Orestes, 408 v. Chr

Zeitversprengte Freunde Wir Freunde auf einen Faden gereiht, Es kam nicht so, wie wir wollten. Denn unsere Kette riß mit der Zeit, Und wir rollten. Von allen Winden zerstreut und gehetzt, Verschliffen und verwittert, Meinten wir schon: Wir würden zuletzt Sterben total verbittert. Doch unser Trauern lernte Geduld Und lächelt nun ruhig ins Neue. Wir glauben an unsere eigene Schuld Und an die Vergeltung für Treue.

Ringelnatz, J., Gedichte. Gedichte dreier Jahre, 1932

Bekannte helfen mir nichts; es muß ein wahrer Freund oder eine wirkliche Geliebte sein.

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Es gibt eine Art von Freunden, die es nur so lange sind, als sie sich die einzigen wissen.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Was sich so gemeinhin Freund zu nennen pflegt, das will doch immer etwas mit uns, wenn es nicht gar von uns etwas will; es zerrt nur an uns herum.

Bahr, Kritik der Gegenwart. Tagebücher vom 16. November 1919 bis 14. Dezember 1920, Augsburg 1922

Es ist eines der schönsten Zeichen wahrer Freundschaft, dass wir dem Freunde gegenüber sogar unsere Fehler ablegen.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Selbst in den besten, aufrichtigsten Freundschaftsverhältnissen ist Schmeichelei oder Lob unentbehrlich, gerade wie für Wagenräder die Schmiere notwendig ist, damit sie sich ordentlich drehen.

Tolstoi, Krieg und Frieden (Война и мир), 1862-69. 1. Teil, 8. Übersetzt von Hermann Röhl

Der Mann, welcher sich stellt, als merkte er es nicht einmal, daß man ihn verfolgt, der von Zeit zu Zeit sagt: »Gottlob! mir geht es gut; ich habe Freunde«, wird für einen mächtigen Bundesgenossen gehalten, dessen man schonen müsse, dahingegen über den Verlassenen jeder, wie die benachbarten Fürsten über das Eigentum einer kleinen Reichsstadt, herfällt.

Knigge, Über den Umgang mit Menschen, Erstdruck 1788, hier nach der 3. erweiterten Auflage von 1790. Zweiter Teil, 11. Kapitel, 1.

Woran die Freundschaft oft scheitert: an ihrer Intimität.

Weiß, So seid Ihr! Erste Folge, 1906

UnsreFeindesollen wir lieben? … O, wären wir erst so weit, dass wir unsreFreundeliebten!

Weiß, So seid Ihr! Erste Folge, 1906

Ein Herz laviert nicht Ich nenne keine Freundschaft heiß, Die niemals, wenn's ihr unbequem, Den Freund zu überraschen weiß Trotzdem. Denn wenn sie Zeit und Mühe scheut, Ein Unverhofft zu bringen, Das einen Freund unendlich freut, Dann hat sie keine Schwingen. Den Umfang einer Wolke mißt Kein Mensch. Weil sie nicht rastet, Noch ihre Freiheit je vergißt. – Ich glaube: Keine Wolke ist Mit Arbeit überlastet.

Ringelnatz, J., Gedichte. Gedichte dreier Jahre, 1932

Freundschaft Willst du einen Freund gewinnen? Keinen Hohen oder Reichen Wähle Dir! Die Liebe wohnet Immer nur bei Deinesgleichen. Neben einer Last von Centnern Kann man nicht ein Quintlein wägen, Und was ist die kleine Trommel Neben einer Pauke Schlägen?

Eyth, E., Gedichte, 2. vermehrte Ausgabe 1851. Originaltext

Natürlich musst du die Vergnügungen deiner Freunde teilen – nicht deren Kümmernisse.

Weiß, So seid Ihr! Erste Folge, 1906. Lebensregeln. (Entnommen dem Geheimarchiv der Menschheit.)

Eins von beiden musst du wählen: entweder bei deinen alten Freunden ebenso beliebt sein wie früher, indem du ebenso bist wie früher, oder, falls du über deinen früheren Standpunkt hinausgeschritten bist, auf deine früheren Beziehungen zu verzichten.

Arrian, Unterredungen Epiktets mit seinen Schülern (Epiktētou diatribai). 4, 2, 3

Diejenigen aber, die in ihren Beziehungen nicht Lust um Lust, sondern Vorteil um Vorteil austauschen, sind sich weniger Freund und bleiben es auch weniger, vielmehr hören Verhältnisse, die auf dem Vorteil beruhen, mit eben diesem Vorteil auf, weil hier die Liebe nicht der Person galt, sondern lediglich dem eigenen Nutzen.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1157a (8, 5.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1911)

Freunde sind nie heimatlos, denn einer wohnt in des anderen Herz.

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Dauerhafte Freundschaft beruht auf dem Verzicht gegenseitiger Hilfe.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896