Freundschaft Sprüche
Sprüche über Freundschaft und Zusammenhalt
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Reine Seelen sind mehr der Freundschaft fähig, als wenn der Schmutz der Welt sie schon berührt hat; wie Tautropfen auf Blumen leicht in einander fließen, auf der staubigen Heerstraße aber sich abstoßen.
Ich wartete darauf, daß die Freundschaft in mir bis zur Liebe stiege – –. Sie stieg auch zuweilen, – immer höher und höher, – aber nicht in die Liebe hinein, – sie wurde dann zugleich immer dünner und spitzer, – – und eines Tages brach stets die Spitze ab.
Jedermanns Freund, Jedermanns Narr.
Freundesrat, früh und spat! Freundestat, seltne Saat! Aber der Freundschaft Opfer bringen, Zählt zu den Wundern und heiligen Dingen!
Dreißig Jahre bei Mann und Frau seien verschiedene Größen, und gut Freund sein und Mann und Frau sein, das sei auch zweierlei.
Falsch nenn ich den vor aller Welt, Der sich dem Freunde freundlich stellt Und ihn als Feind im Herzen haßt; Das ist ein fürchterlicher Gast. Denn er trägt alle Stunde Den Honig im Munde Mit Gift, das aus dem Stachel quillt, Und wie vom Stich die Beule schwillt, So schafft der gift'ge Neid ergrimmt, Dem Freund, was er auch unternimmt, Nur Schaden, da man sich nicht wahrt, Ihm arglos alles offenbart.
Als ich noch jung, da war einsam mein Gang, und ich irrte mich oft in der Straße; Nun acht' ich mich reich, da den Andern ich fand: der Mann ist die Freude des Mannes. Der Baum geht ein auf ödem Stein, ihm wächst nicht Blatt noch Borke; so kommt's mit dem Manne, den keiner liebt: was soll er länger leben?
Man kann nicht lange die Gefühle, welche man seinen Freunden und seinen Wohltätern schuldet, bewahren, wenn man sich die Freiheit nimmt, oft von ihren Fehlern zu sprechen.
Besser noch der Feind eines guten Menschen, denn der Freund eines schlechten.
Mit Bekannten könnten wir das Kaiserreich füllen; aber wirkliche Freunde können nur wenige sein.
Den andern zu seinen Möglichkeiten hin-lieben, das ist wahre Freundschaft.
Ein verlorener Freund ist eine verwehte Oase, ein wiedergefundener wie ein Sack Datteln, der im Sand liegt.
Der Weg zur Hölle ist mit guten Bekannten gepflastert.
Schlingt Hand in Hand, und mit der andern hebet Den Becher hoch, und trinkt die Reihe nieder! Geheiligt ist das Band, das ihr gewebet, Und nie, wenn ihr euch trennt, zerreiß' es wieder. Empfindet euch, was jeder einzeln lebet, Als still im Herzverkehr gebliebne Glieder! Wo irgend ein Gefühl hat angeschlagen, Wird Mitgefühl es durch die Kette tragen.
Das Lied von der Freundschaft Freunde sind: die deine Tür belauern, Jedem Glücke Feind, das dir geschenkt ist, Neidisch, wenn dein Schifflein leicht gelenkt ist, Und erlöst, wenn deine Augen trauern. Freunde sind: in deinen feigen Stunden Schale Zuflucht und verlogne Rettung, Freunde sind: in Schuld und Scham Verkettung Und ein weher Weg zu Wut und Wunden. Freunde sind: die dir das Letzte rauben, Daß du nackt dem Lachen preisgegeben, Nichts mehr willst, als ohne Freunde leben Mit der Frau, der deine Nerven glauben.
Das ist ein Freund, der vorn freundlich und hinterrucks getrew ist.
Die Intensität der Freundschaft steht immer im Verhältnis dazu, wie sehr sich die Menschen gegenseitig brauchen.
Ein jeder nennt sich Freund, doch sei kein Tor Und bau nicht drauf. Das Wort ist sehr gemein, Jedoch sein Inhalt kommt nur selten vor.
Den beiden Griechen (1772) Zwei Griechen, welche durch das Band Der Sympathie verbrüdert waren, Verließen jung ihr Vaterland Und suchten Glück bei den Barbaren. Das Schicksal trennte sie: Porphyr Kam nach Illyrien, ward Kriegsknecht, Offizier, Spion, Feldmarschall, Großvezier Und kurz, in Zeit von zwanzig Jahren Bestieg er als der Schwiegersohn Des Königs den ererbten Thron. Aret, der nichts von ihm erfahren, Kam als ein armer Philosoph Vom Unglück stets verfolgt, an seines Freundes Hof, Der eben Audienz erteilte. »Was seh' ich, Himmel!« rief Aret Der weinend ihm entgegen eilte, »Porphyr, mein Bruder!« – »Was?« fiel seine Majestät Errötend ihm ins Wort, »hinweg mit diesem Tollen, Der unsern Stand vergißt! Vielleicht hat gar ein Feind Sich hinter ihm verbergen wollen.« »Vergib mir«, sprach Aret. »Ich hätte keinen Freund Auf einem Throne suchen sollen.«
Wahr ist's, daß wahre Verbindungen Zeit brauchen, wie Bäume, um Wurzeln zu treiben, Kronen zu bilden und Früchte zu bringen.