Freundschaft Sprüche

Sprüche über Freundschaft und Zusammenhalt

1466 Sprüche in dieser Kategorie

Wir zwei Wir haben oft beim Wein gesessen Und öfter beim Grog. Beim Pfandverleiher lag indessen Der Sonntagsrock. Wir haben die lustigsten Mädelgeschichten Ausgetauscht, An Abenteuer und an Gedichten Uns weidlich berauscht. Wir haben, o je, von unsern Schulden Uns vorgeklagt, Vertranken dabei den letzten Gulden: Nur nicht verzagt! Wir haben uns immer zusammengefunden, Wars Wetter schlecht; Und waren die greulichen Wolken verschwunden, Dann erst recht. Wir sind zwei Kirschen an einem Stengel, Ein Zwiegesang, Ein Kanon, wie er von Bach bis Klengel Noch keinem gelang. Wir sind zwei Schelme. Wenn sie uns fangen, Philistergericht, Wir müssen an einem Galgen hangen, Sonst tun wirs nicht.

Falke, G., Gedichte

Es ist seltsam, wie ein Abenteuer, eine Beschwerlichkeit, die wir um eines Freundes willen übernehmen, plötzlich diesem Freunde einen viel höhern Werth in unsern Augen gibt – wie Gärtnern die Pflanzen am liebsten werden, mit denen sie die meiste Mühe hatten.

Pichler, Agathocles, 1808. Calpurnia an Sulpicien. Originaltext

Falsche Freunde sind Schwalben, die nur des Sommers da sind, Sonnenuhren, die nur brauchbar sind, solange die Sonne scheint.

Hippel, Lebensläufe nach aufsteigender Linie nebst Beylagen A, B, C, 1778-81

Sieh deine Freunde weder zu oft, noch zu selten.

Platen, Lebensregeln, 1817. [69]

Aus einemguten Bekanntenwird zwar bisweilen einFreund;aber wenn es bei der guten Bekanntschaft bleibt, so unterhalten wir sie bloß deswegen, weil unser guter Bekannte doch einige nützliche und angenehme Eigenschaften hat.

Klopstock, Von der Freundschaft, 1759

Wie oft sehen wir Personen kommen und wieder abtreten, ohne daß sich begreifen läßt, warum sie kamen, oder warum sie wieder verschwinden?

Wieland, Geschichte des Agathon, 2 Bde., 1766-67; umgearbeitet 1773 und 1794. Band 1

Keine Beschäftigung ist derart wichtig, dass Freundschaftspflichten vernachlässigt werden dürfen.

Plinius der Jüngere, Briefe (Epistulae). Buch VIII, Brief 9: C. Plinius Urso Suo S. Übers. Internet Originaltext: Nulla enim studia tanti sunt, ut amicitiae officium deseratur

Denn eine Ähnlichkeit der Charaktere ist das stärkste Band der Freundschaft.

Plinius der Jüngere, Briefe (Epistulae). Buch IV, Brief 15: C. Plinius [Minicio] Fundano Suo S. Übers. Internet Originaltext: Cum sit ad conectendas amicitias vel tenacissimum vinculum morum similitudo

Freunden sei alles gemeinsam.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Amicorum esse communia omnia.

Bedeutsam aber ist jene Gemeinschaft, die aus dem gegenseitigen Geben und Nehmen von Wohltaten entsteht.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Magna etiam illa communitas est, quae conficitur ex beneficiis ultro et citro datis acceptis

Ratschläge, Gespräche, Ermunterung, Tröstung, ja zuweilen auch Tadel haben in Freundschaften hohes Ansehen.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Consilia, sermones, cohortationes, consolationes, interdum etiam obiurgationes in amicitiis vigent maxime

Und wirklich ist jene Freundschaft am angenehmsten, die eine Ähnlichkeit des Charakters geknüpft hat.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Estque ea iucundissima amicitia, quam similitudo morum coniugavit

Die Dinge aber, die nützlich erscheinen – Ehrenpositionen, Reichtum, Vergnügungen und dergleichen Dinge mehr –, dürfen niemals der Freundschaft vorgezogen werden.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Quae enim videtur utilia, honores, divitiae, voluptates, cetera generis eiusdem, haec amicitiae numquam anteponenda sunt

Nichts aber erfreut die Seele so wie eine treue und liebevolle Freundschaft.

Seneca, Von der Gemütsruhe (De tranquillitate animi), etwa 53-54 n. Chr. 7. Kapitel. Übers. Internet Originaltext: Nihil tamen aeque oblectaverit animum quam amicitia fidelis et dulcis

Wenn nämlich die Einsamkeit und ein Leben ohne Freunde voll von Furcht und Tücke ist, mahnt uns die Vernunft selbst, Freundschaften zu schließen.

Cicero, Vom höchsten Gut und vom größten Übel (De finibus bonorum et malorum), 45 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Nam cum solitudo et vita sine amicis insidiarum et metus plena sit, ratio ipsa monet amicitias comparare

Wenn wir wahre Freunde sein wollen, so musst du mich und nicht meinen Besitz lieben.

Cicero, Vom höchsten Gut und vom größten Übel (De finibus bonorum et malorum), 45 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Me igitur ipsum ames oportet, non mea, si veri amici futuri sumus

Ist eine Freundschaft geschlossen, muss man vertrauen; vor dem Freundschaftsschluss dagegen muss man sein Urteil fällen.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 3. Brief. Übers. Internet Originaltext: Post amicitiam credendum est, ante amicitiam iudicandum

Bedenke lange, ob du dir jemanden zum Freund machen darfst.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 3. Brief. Übers. Internet Originaltext: Diu cogita an tibi in amicitiam aliquis recipiendus sit

Der Freundschaft entzieht ihre Größe, wer sie allein für günstige Gelegenheiten schließt.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 9. Brief. Übers. Internet Originaltext: Detrahit amicitiae maiestatem suam qui illam parat ad bonos casus

Welcher Schmerz Kann tiefer uns verwunden, als ein schlechter Freund?

Sophokles, Antigone, ca. 442 v. Chr. V. 647f. Kreon. Übersetzt von J. J. C. Donner, 1842

Früher verlangte man nach Freundschaft, heute ist man auf Beute aus.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 19. Brief. Übers. Internet Originaltext: Amicitia olim petebatur, nunc praeda