Freundschaft Sprüche – glück

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Denn über alles Glück geht doch der Freund, Ders fühlend erst erschafft, ders teilend mehrt.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 5. Akt, 3. Auftritt, Wallenstein

Wir gönnen jedem Glücklichen des Reichtums goldnen Fund; er sei nicht stolz, noch poch er drauf, das Glück geht unter und geht auf. Sein Fußgestell ist rund. Der Redliche, mit dem das Glück stiefmütterlich es meint, der seinem Schiffbruch kaum entschwimmt, und nackend ans Gestade klimmt, der finde einen Freund!

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Vielen Freunden Gegendienste zu leisten ist beschwerlich, und es zu vollbringen, ist das Leben nicht lang genug. Daher sind mehr Freunde, als für das eigene Leben genügen, überflüssig und der Ausübung der Tugend hinderlich, und so bedarf man ihrer nicht. Auch der Freunde, die man um der Lust willen hat, braucht man nur wenige, wie auch bei der Speise wenig Gewürz hinreicht.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1170b (IX, 10.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1911)

Daran erkenne ich, wenn es einem Freund gut geht: er hat kein Gedächtnis mehr.

Balzac, Glanz und Elend der Kurtisanen (Splendeurs et misères des courtisanes), 1838-44. 1. Teil. Von der Liebe der Dirnen. Übersetzt von Felix Paul Greve, 1909

Reich sind die, die wahre Freunde haben.

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Viele Leute kennen die Freunde nicht, die sie haben, sondern machen Bewunderer ihres Reichtums und Schmeichler ihres Glücks zu ihren Gesellschaftern.

Nestle, Die Vorsokratiker in Auswahl, 2. Auflage 1922 (EA: 1908). 21.

Besser hundert Freunde in der Welt als hundert Rubel in der Tasche.

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Möge Gott deinen Lebensunterhalt nicht verringern und auch die Gesellschaft deiner Freunde nicht.

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Nie kann man die Stelle eines Freundes ersetzen. Wer glücklich genug ist, deren mehrere zu haben, dem ist jeder einzelne etwas anderes; eine Doublette in der Freundschaft hat gewiss niemand.

Schleiermacher, F., Briefe. An seine Schwester Charlotte, 22. Oktober 1797

"Freund in der Not" will nicht viel heißen. Hilfreich möchte sich mancher erweisen. Aber die neidlos dein Glück dir gönnen, sie darfst du wahrlich Freunde nennen.

Heyse, Spruchbüchlein, 1885

Freunde sind wie Melonen, man muß lange probieren, ehe man die richtige findet.

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Wer so recht sich selbst leben könnte! Einsam wie und wann er wollte, nur mit sich und seinem Gott in Zwiesprach; aber einen Freund zu haben, wie lieblich! Wo findest du ihn aber, dass er zu dir stimmte, dich nicht hindere, dich nicht verzögere?

Zauper, Aphorismen moralischen und ästhetischen Inhalts, 1840

Es ist immer ein edler Geist, der in eigenem tiefsten Elend neidlos auf das Glück seiner Freunde schauen kann.

Habicht, Vor dem Gewitter. Roman, 4 Bde., 1873

Auch wünsche man seinen Freunden nicht zu großes Glück, wenn man sie behalten will.

Gracián, Handorakel und die Kunst der Weltklugheit (Oráculo manual y arte de prudencia), 1647. Erste deutsche Übersetzung 1711. Hier in der Übersetzung von Arthur Schopenhauer 1828-32, Erstdruck 1871. [156.]

Ein Kluger weiß Verdrießlichkeiten zu vermeiden; aber ein dummer Freund schleppt sie ihm zu.

Gracián, Handorakel und die Kunst der Weltklugheit (Oráculo manual y arte de prudencia), 1647. Erste deutsche Übersetzung 1711. Hier in der Übersetzung von Arthur Schopenhauer 1828-32, Erstdruck 1871. [156.]

Mögen Segenswünsche dich stets begleiten Eine sanfte Brise umfange dich, wenn der Sommer kommt, ein wärmendes Feuer sei dir nicht fern, wenn der Winter naht. Und immer stütze dich das aufmunternde Lächeln eines Freundes.

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Ein anderer meinte, es sei schön, Gutes zu tun an seinen Freunden, und Böses an seinen Feinden. Aber noch ein anderer erwiderte: das sei schön, an den Freunden Gutes zu tun, und die Feinde zu Freunden zu machen.

Hebel, Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes. Prosa-Sammlung, 1811. Denkwürdigkeiten aus dem Morgenlande

Im Glück ist’s gar leicht einen Freund zu finden, im Unglück gar schwer.

Epiktet, Fragmente. Nr. 127. Übersetzt von Hans Stich, 1884

So lang einer im Glück ist, der hat Freunde die Menge, doch wenn ihm das Glück den Rücken kehrt, verläuft sich das Gedränge.

Hofmannsthal, Jedermann, Erstdruck 1911

Jedermann in's Album Was ich dir wünsche, mein Freund? Ich wünsche allen dassellbe: Finde Jeglicher den, der ihm im Innersten gleicht! Bist du ein Guter, so kann dich der Himmel nicht besser belohnen, Bist du ein Schlimmer, so straft ärger die Hölle dich nicht.

Hebbel, F., Gedichte. Gnomen

Das Glück des Lebens ist Verborgenheit, und die vertrauliche, zärtliche Freundschaft edler Menschen; der Lohn der Tugend ist die Zufriedenheit, die Glückseligkeit der Menschen.

Lafontaine, Aphorismen und Maximen aus dem Gebiete der Liebe, Freundschaft und praktischen Lebensweisheit, 1802