Freundschaft Sprüche – glück

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Wenige sind Freunde der Person, die meisten der Glücksumstände. Die tüchtige Einsicht eines Freundes nützt mehr als der gute Wille vieler andern: daher verdanke man sie seiner Wahl, nicht dem Zufall.

Gracián, Handorakel und die Kunst der Weltklugheit (Oráculo manual y arte de prudencia), 1647. Erste deutsche Übersetzung 1711. Hier in der Übersetzung von Arthur Schopenhauer 1828-32, Erstdruck 1871. [156.]

Im Glück kennen dich deine Freunde, im Unglück kennst du sie.

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Wenn dir ein Unglück widerfährt, so wird die erste Regung deines Freundes nicht etwa Mitgefühl sein oder gar das Bedürfnis, dir zu helfen, sondern die Befriedigung darüber, daß er für seinen Teil dein Unglück längst kommen sah – und seine nächste: die Überzeugung, daß du selber daran schuld bist.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Einen Freund gefunden zu haben, das scheinen manche Menschen die Entdeckung eines bequemen Sophas zu nennen, auf welchem sie glauben, sich mit ihren Unarten so recht ausflegeln zu können.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Wem der Himmel keinen Freund beschert, Weh ihm! der Mann ist keines Grußes wert!

Bodenstedt, Die Lieder des Mirza-Schaffy, 1851

Nichts macht die Seele so gesund, Das Aug' so hell und frisch Als eigen Haus auf eignem Grund Mit einem Freund am Tisch.

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Nur der Freundschaft Harmonie mildert die Beschwerden; ohne diese Sympathie ist kein Glück auf Erden.

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Treue Freunde zu gewinnen – Leider ziemlich schwer! Treue Freunde zu behalten – Leider noch weit mehr! Niemanden zum Feinde haben – Wirklich großes Glück! Feinde sich zu Freunden machen – Bravo! Meisterstück!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Mit den Menschen geht mir es schon besser, man muß sie nur mit dem Krämergewicht, keineswegs mit der Goldwaage wiegen, wie es leider sogar oft Freunde untereinander aus hypochondrischer Grille und seltsamer Anforderung zu tun pflegen.

Goethe, Italienische Reise, 1786-88, auf der Grundlage der Reisetagebücher überarbeitet 1813-17. Neapel, 17. März 1787

Der Vernünftige hat wenige Freunde, aber der Unvernünftige kann keine haben. Der Letztere hat indessen das Glück, sich besser über den Mangel derselben zu täuschen.

Seume, Apokryphen, 1806/07; erster vollständiger Druck in: Prosaische und poetische Werke, Berlin 1869

Wer an jeder Schüssel sich isset satt, Dem hapert's an Gaumen und Kehle. Wer gar zu viele Freunde hat, Ist kein Gourmand der Seele.

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Nimmer schließe zu eng dich an Gefährten; mit weniger Freude fühlst du auch weniger Kummer.

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Die erste Regung der Freude, die wir beim Glück unserer Freunde empfinden, kommt nicht aus unserem guten Herzen oder aus der Freundschaft, die wir für sie empfinden; sie ist vielmehr eine Wirkung unserer Eigenliebe, welche uns mit der Hoffnung schmeichelt, auch unsererseits glücklich zu sein, oder irgendwelchen Nutzen aus unserer Freunde Glück zu ziehen.

Rochefoucauld, Reflexionen oder moralische Sentenzen und Maximen, in: Die französischen Moralisten. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938

Wer kann in guten Tagen, So lang das Glücke mild, Und es zu Tische gilt, Von rechter Liebe sagen? Ob einer ist mein Freund, Und ob er's treulich meint, Wird daran nicht erkennet, Wenn er mich Bruder nennet. Wenn's Glück einst von mir weichet, Wer's dann am besten meint, Und mir die Hände reichet, Der ist mein rechter Freund.

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Da es mir wohl ging auf Erden, Wollten alle meine Freunde werden. Da kam ich in Not, Waren alle Freunde tot. Gott behüt uns vor Regen und Wind Und vor Gesellen, die langweilig sind. Wer guter Meinung kommt herein, Der soll mir lieb und willkomm sein. Wer aber anders kommt herfür, Den hab ich lieber vor der Tür. Sag niemals leise, niemals laut Was dir ein Freund hat anvertraut!

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Das Glück der Freundschaft. Freundschaft darf empfindungsvollen Seelen Niemals in des Lebens Stürmen fehlen; Nur wenn uns ihr holder Engel lacht, Schwindet jeder sorgenvolle Kummer; Sie nur reißt uns aus des Geistes Schlummer, Der zur Tugend neugestärkt erwacht. Ganz vom Weltgetümmel losgebunden Sind der Freundschaft wonnevolle Stunden: Still und heiter strahlet unser Glück. Wer an ihrer Hand durchs Leben wandelt, Den entflammt sie, dass er edel handelt; Ruhig blickt er in sein Herz zurück. Doch wem blühen ihre süßen Freuden? Wen erquickt sie auch im größten Leiden? Den, der ihren Wert niemals verkennt. Nicht den falschen, lasterhaften Seelen, Die aus Eigennutz sich Freunde wählen, Blüht die Blume, die man Freundschaft nennt. Nur wenn Gleichgesinnte sich verbinden, Die der Tugend hohen Wer empfinden, Lächelt mild die holde Trösterin. Sie vereinigt durch das Band das Wahre, Denn an ihrem heiligen Altare Fordert sie den unbefleckten Sinn. Darin liegt das höchste Glück des Lebens. Ach so viele suchen es vergebens! Ohne Tugend blüht auch Freundschaft nicht. O mit welcher unbegrenzten Milde Führt sie uns in göttliche Gefilde! Selbst des Kummers Nacht erhellt ihr Licht!

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Man findet nie Freunde, wenn man darauf ausgeht, sie zu finden; sie kommen ungesucht.

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Den frohen Mann zum Freunde nimm; Nicht einen, dem in Gram und Grimm Der Boden unter'n Füßen brennt, Wenn andre tanzen; der im Leben Mit keinem Menschen »Du« sich nennt, Dem man sich scheut, die Hand zu geben! Nimm einen, der dir seinen Rat Nicht aufdrängt, aber Wort und Tat Am Zügel hat in Ernst und Scherzen, Der zwar die Weisheit nicht in Pacht, Jedoch, wenn's gilt, aus seinem Herzen Auch keine Mördergrube macht.

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Glück gibt Gefährten. Gefahr bewährt den Freund.

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Nur wenigen Menschenherzen ist es eingepflanzt, den Freund, umlacht von Segen, ohne Neid zu schaun.

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr

Wenn eines Menschen Seele du gewonnen Und in sein Herz hast tief hineingeschaut Und ihn befunden einen klaren Bronnen, In dessen reiner Flut der Himmel blaut: Laß deine Zuversicht durch nichts dir rauben, Und trage lieber der Enttäuschung Schmerz, Als daß du grundlos ihm entziehst den Glauben – Kein größer Glück als ein vertrauend Herz! Laß adlermutig deine Liebe schweifen Bis dicht an die Unmöglichkeit heran: Kannst du des Freundes Thun nicht mehr begreifen, So fängt der Freundschaft frommer Glaube an.

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