Freundschaft Sprüche – liebe

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Baue nicht eher fest auf treue Liebe und Freundschaft, als bis du erst solche Proben gesehen hast, die Aufopferung kosten.

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Enger Freundeskreis bedeutet, dass man einander nahe steht. Nicht, dass man einander auf der Pelle hockt.

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Obwohl wir die Freundschaft um der Lust willen eingehen, nehmen wir doch für die Freunde die größten Schmerzen auf uns.

Nestle, Die Nachsokratiker, 2 Bde., 1923. Aus unbestimmten Schriften [123]

Nicht Freundschaft, sondern Fremdschaft ist gut. Wo du zu Hause bist, wird dir schließlich alles fremd und abgenützt; wo du fremd bist, bleibt dir alles neu und lockt deine Fragen. Die Nähe ist Unheil, die Ferne Heil. Der echte Freund ist der Fremde.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Die Liebe geht in größere Breite als die Freundschaft, weil sie fähig ist, sich zu ergänzen, aber die Freundschaft steht höher als die Liebe, da sie zu trösten versteht, wenn die Liebe zerbricht.

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Geflickter Freund – aufgewärmter Kaffee.

Oesch (Hg.), Portugiesische Sprichwörter, ausgewählt und übersetzt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Wann haben wir Freunde eher nötig: Wenn es uns gut geht oder wenn es uns schlecht geht?

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr

Diene deinen Freunden, ohne zu rechnen.

Keller, Der grüne Heinrich, erste Fassung 1854-55; zweite, endgültige Fassung 1879-80. Vierter Band. Viertes Kapitel

Allein bei Freunden läßt man frei sich gehn, Man ruht in ihrer Liebe, man erlaubt Sich eine Laune, ungezähmter wirkt Die Leidenschaft, und so verletzen wir Am ersten die, die wir am zartsten lieben.

Goethe, Torquato Tasso, 1807. 3. Akt, 4. Szene, Antonio zu Leonore

Der Freunde hab' ich wahrlich viel, solang ich sie nicht brauchen will.

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Meine Freunde teile ich ein in solche, die ich bewundere, solche, die ich verehre, solche, die ich liebe, und solche, mit denen ich Mitleid habe.

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Feinde verheeren, Freunde verzehren.

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Ich lobe mir den Freund, der wachsen macht; vor trocknen Seelen nimm dich, Herz, in acht.

Morgenstern, Epigramme und Sprüche, 1922 (posthum)

Manche Freundschaft ist wie eine Schneeflocke. Wenn ein ernster, heißer Tag über sie kommt, erkennt man ihre Gestalt nicht mehr.

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

[Es ist] ratsam, jedem, es sei Mann oder Weib, von Zeit zu Zeit fühlbar zu machen, daß man seiner sehr wohl entraten könne: das befestigt die Freundschaft; ja, bei den meisten Leuten kann es nicht schaden, wenn man ein Gramm Geringschätzung gegen sie, dann und wann, mit einfließen läßt.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Ich kann diese knechtische und argwöhnische Vorsicht nicht aufbringen, die bei den üblichen unvollkommenen Freundschaften im Umgang von uns verlangt wird.

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Statt einen Scheffel Salz(es) mit einem Freund zu essen, braucht man nur 6 Meilen mit ihm zu reisen.

Jean Paul, Bemerkungen über uns närrische Menschen, 1783-99. Jenner 1797

Töte die Eigenliebe, dann ist die Freundschaft auferstanden.

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Unwandelbar liebt, wer Freund ist.

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Es ist schlimm, daß man vor lauter heißerer Liebe zu Freunden ihnen gerade das Bestimmteste über ihre ganze Lage zu sagen wagt.

Jean Paul, Bemerkungen über den Menschen, 1803-1817. Februar 1803

O auch die schönen, freien Regungen Der Gastlichkeit, der frommen Freundestreue Sind eine heilige Religion dem Herzen.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 3. Akt, 21. Auftritt, Max