Freundschaft Sprüche – liebe

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Wer keinen Freund hat, verdient keinen; ein halb wahrer Satz. Aber wer keinen Feind hat, verdient keinen Freund; möchte eher zu beweisen sein.

Seume, Apokryphen, 1806/07; erster vollständiger Druck in: Prosaische und poetische Werke, Berlin 1869

Mancher, der zu feig oder faul ist, uns ein Feind zu sein, wird unser Freund. Es ist die bequemste Art, uns zu drücken.

Gött, Gedichte, Sprüche, Aphorismen (in: Gesammelte Werke, 1. Band), hg. von Roman Woerner 1910

Liebe und Freundschaft Wandelt Freundschaft sich in Liebe, Gute Nacht dann Seelenfrieden; Jedem Tag ist Qual beschieden, Wandelt Freundschaft sich in Liebe. Die Gefahr, die solche Triebe Droh'n, sei stets von euch gemieden: Gute Nacht dem Seelenfrieden, Wandelt Freundschaft sich in Liebe. Wandelt sich in Freundschaft Liebe, Gute Nacht dann Lust zum Leben, Träge wird es euch entschweben, Wandelt sich in Freundschaft Liebe. Ohne Freundschaft, ohne Liebe Fehlt die Krone jedem Streben; Nicht der Mühe lohnt's zu leben Ohne Freundschaft, ohne Liebe. Darum nährt die zarten Triebe, Ihnen weiht das ganze Leben; Fehlt der Kranz doch jedem Streben Ohne Freundschaft, ohne Liebe.

Gedenke mein! Taschenbuch, 1839

Freundschaft ist ein Brot, das nur so lange schmeckt, als es frisch ist.

Winckler, Zwey Tausend Gutte Gedancken, zusammen gebracht von dem Geübten [i. e. Paul Winckler], 1685

Das Band der Freundschaft kann nur bestehen zwischen Seelen, deren Gottesliebe glühend ist wie die lohende Flamme, rein wie Kristall, keusch wie das Licht.

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Lach mich an, gib mich hin Ist des falschen Freundes Sinn.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Es gibt Menschen, deren einmalige Berührung mit uns für immer den Stachel in uns zurückläßt, ihrer Achtung und Freundschaft wert zu bleiben.

Morgenstern, Aphorismen und Sprüche, hg. von Margareta Morgenstern, 1960. Psychologisches, 1897. Erstdruck in: Das Goethenaum 2, 1922/23

Bist du reine Luft und Einsamkeit und Brot und Arznei deinem Freunde?

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Erster Teil. Die Reden Zarathustras, 1883. Vom Freund

Wie soll ich meine Feinde lieben, wenn ich nicht einmal meine Freunde leiden kann?

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Kein Frühling weiß so traut und wohl zu klingen, Als wenn zum Herzen Freundesworte dringen; So tönt kein Lied in kummervollen Stunden, Wie wenn der Freund das rechte Wort gefunden.

Lenau, Die Albigenser. Versepos, entstanden 1838/1842

Freundschaft (in ihrer Vollkommenheit betrachtet) ist die Vereinigung zweier Personen durch gleiche wechselseitige Liebe und Achtung.

Kant, Die Metaphysik der Sitten, 1797. Zweiter Teil. Metaphysische Anfangsgründe der Tugendlehre

Einerlei Gefühl, einerlei Wunsch, einerlei Hoffnung einigt; und je inniger und edler dies Gefühl, dieser Wunsch und diese Hoffnung sind, desto inniger und edler ist auch die Freundschaft, die daraus wird.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Von der Freundschaft

Der Freunde gibt es mächtig viel bei Lieb'sgeschichten, Fraß und Spiel, steht aber vor der Tür die Not, dann ist die Freundschaft - gleichsam tot.

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Was ist so köstlich, wie wenn zwei Menschen sich so aufrecht, so sicher in einem Gedanken, in einem Gefühl begegnen?

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Freundschaft, das ist wie Heimat.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Schloß Gripsholm, 1931. Drittes Kapitel

Wenn Liebe zur Freundschaft wird, folgt sie nur einem Rate, den ihr die Natur befiehlt.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Was wir gewöhnlich Freunde und Freundschaft nennen, ist weiter nichts als eine durch Zufall zustande gekommene nähere Bekanntschaft, an die man sich gewöhnt hat und durch die ein gewisser geistiger Austausch erleichtert wird.

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Es ist ganz gewiß, daß man viele Freunde hat, wenn man keines Menschen bedarf.

Avila, Weg der Vollkommenheit (Kodex von Escorial), 1566/1567; Herder 2001

Freundschaft ist partiale Ehe und Liebe ist Freundschaft von allen Seiten und nach allen Richtungen, universelle Freundschaft.

Schlegel, F., Fragmentensammlungen (Kritische Fragmente, Blüthenstaub, Athenäums-Fragmente, Ideen), 1797-98. Athenäums-Fragmente [359]

Es ist sicher, daß der Charakter der Liebe und Freundschaft ganz verschieden ist: Letztere hat noch niemals einen Mann ins Irrenhaus gebracht.

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Alles ist lieb, was von Freunden kommt.

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