Freundschaft Sprüche – liebe
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Wenn sich einmal zwei Fremde streiten, So hat's just nicht viel zu bedeuten; Weil Kein's des Ander'n Schwächen kennt, Ficht auch wohl keiner excellent. Jedoch wenn sich nur zwei Freunde fassen, So gibt's ein unversöhnlich Hassen: Denn Jeder weiß des Ander'n Fehle, Und trifft ihn tödlich in die Seele.
Die Freundschaft, die von Schmeicheleien lebt, stirbt an der ersten Wahrheit.
Möchten meine Thaten sein wie meine Worte, – und meine Worte wie mein Herz! —
Wer nicht bemerkt, daß man ihn mißbraucht, wird ›Freund‹ genannt.
Mit den Menschen geht mir es schon besser, man muß sie nur mit dem Krämergewicht, keineswegs mit der Goldwaage wiegen, wie es leider sogar oft Freunde untereinander aus hypochondrischer Grille und seltsamer Anforderung zu tun pflegen.
Des Freundes Schlag ist besser als des Feindes Kuss.
Freundschaft! ... Das Wort ist da, wie für so viele metaphysische Begriffe.
Wie ist des Freundes Brust ein sichrer Port! Wie sänftigt bittern Schmerz sein weises Wort!
Zu seinem Freunde wird wohl jeder lieber den Redlichen, den Gutmütigen, ja selbst den Gefälligen, Nachgiebigen und leicht Beistimmenden wählen, als den bloß Geistreichen.
Nicht geringer fürwahr als selbst ein leiblicher Bruder ist ein redlicher Freund, liebreich und verständigen Herzens.
Es sind nicht alle jemands Freunde, die ihm zulachen.
Die nächsten Freunde, Die ärgsten Feinde.
Nimmer schließe zu eng dich an Gefährten; mit weniger Freude fühlst du auch weniger Kummer.
Wenn wir die Gefühle, die unsere Freunde für uns hegen, übertreiben, so geschieht das weniger aus Erkenntlichkeit als aus dem Wunsche, auf unsere Würdigkeit schließen zu lassen.
Die erste Regung der Freude, die wir beim Glück unserer Freunde empfinden, kommt nicht aus unserem guten Herzen oder aus der Freundschaft, die wir für sie empfinden; sie ist vielmehr eine Wirkung unserer Eigenliebe, welche uns mit der Hoffnung schmeichelt, auch unsererseits glücklich zu sein, oder irgendwelchen Nutzen aus unserer Freunde Glück zu ziehen.
Wenn selbsteigene Fehler mit triefenden Augen du musterst, Weshalb ist so geschärft dein Blick bei den Mängeln der Freunde [...]?
Mit fremden Menschen nimmt man sich zusammen, Da merkt man auf, da sucht man seinen Zweck In ihrer Gunst, damit sie nutzen sollen. Allein bei Freunden läßt man frei sich gehn, Man ruht in ihrer Liebe, man erlaubt Sich eine Laune; ungezähmter wirkt Die Leidenschaft, und so verletzen wir Am ersten die, die wir am zartsten lieben.
Handle wie dein Freund handelt, oder verlasse ihn.
Es macht der Freund des Freundes Kummer zu dem seinen.
Die Freundschaft ist erhaben, in ihr glänzt die Stärke der Menschheit. Die Liebe ist schön, in ihr verklärt sich der Menschheit Frieden.
Wer unteilnehmend, ohne Sinn für Freundschaft, Wohlwollen und Liebe, nur sich selber lebt, der bleibt verlassen, wenn er sich nach fremdem Beistande sehnt.