Freundschaft Sprüche – liebe

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Wenn sich einmal zwei Fremde streiten, So hat's just nicht viel zu bedeuten; Weil Kein's des Ander'n Schwächen kennt, Ficht auch wohl keiner excellent. Jedoch wenn sich nur zwei Freunde fassen, So gibt's ein unversöhnlich Hassen: Denn Jeder weiß des Ander'n Fehle, Und trifft ihn tödlich in die Seele.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Die Freundschaft, die von Schmeicheleien lebt, stirbt an der ersten Wahrheit.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Möchten meine Thaten sein wie meine Worte, – und meine Worte wie mein Herz! —

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Wer nicht bemerkt, daß man ihn mißbraucht, wird ›Freund‹ genannt.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Mit den Menschen geht mir es schon besser, man muß sie nur mit dem Krämergewicht, keineswegs mit der Goldwaage wiegen, wie es leider sogar oft Freunde untereinander aus hypochondrischer Grille und seltsamer Anforderung zu tun pflegen.

Goethe, Italienische Reise, 1786-88, auf der Grundlage der Reisetagebücher überarbeitet 1813-17. Neapel, 17. März 1787

Des Freundes Schlag ist besser als des Feindes Kuss.

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Freundschaft! ... Das Wort ist da, wie für so viele metaphysische Begriffe.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Wie ist des Freundes Brust ein sichrer Port! Wie sänftigt bittern Schmerz sein weises Wort!

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Zu seinem Freunde wird wohl jeder lieber den Redlichen, den Gutmütigen, ja selbst den Gefälligen, Nachgiebigen und leicht Beistimmenden wählen, als den bloß Geistreichen.

Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819 (mehrfach ergänzt, seit 1844 in zwei Bänden). Zweiter Band. Ergänzungen zum zweiten Buch. Kapitel 19. Vom Primat des Willens im Selbstbewusstsein

Nicht geringer fürwahr als selbst ein leiblicher Bruder ist ein redlicher Freund, liebreich und verständigen Herzens.

Homer, Odyssee, Ende 8./Anfang 7. Jhdt. v. Chr. Originaltext der Übersetzung

Es sind nicht alle jemands Freunde, die ihm zulachen.

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Die nächsten Freunde, Die ärgsten Feinde.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Nimmer schließe zu eng dich an Gefährten; mit weniger Freude fühlst du auch weniger Kummer.

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Wenn wir die Gefühle, die unsere Freunde für uns hegen, übertreiben, so geschieht das weniger aus Erkenntlichkeit als aus dem Wunsche, auf unsere Würdigkeit schließen zu lassen.

Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen (Réflexions ou sentences et maximes morales), 1665, endgültige Fassung 1678

Die erste Regung der Freude, die wir beim Glück unserer Freunde empfinden, kommt nicht aus unserem guten Herzen oder aus der Freundschaft, die wir für sie empfinden; sie ist vielmehr eine Wirkung unserer Eigenliebe, welche uns mit der Hoffnung schmeichelt, auch unsererseits glücklich zu sein, oder irgendwelchen Nutzen aus unserer Freunde Glück zu ziehen.

Rochefoucauld, Reflexionen oder moralische Sentenzen und Maximen, in: Die französischen Moralisten. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938

Wenn selbsteigene Fehler mit triefenden Augen du musterst, Weshalb ist so geschärft dein Blick bei den Mängeln der Freunde [...]?

Horaz, Satiren (Sermones), ca. 42-30 v. Chr. Übersetzt von Wilhelm Binder, 1861

Mit fremden Menschen nimmt man sich zusammen, Da merkt man auf, da sucht man seinen Zweck In ihrer Gunst, damit sie nutzen sollen. Allein bei Freunden läßt man frei sich gehn, Man ruht in ihrer Liebe, man erlaubt Sich eine Laune; ungezähmter wirkt Die Leidenschaft, und so verletzen wir Am ersten die, die wir am zartsten lieben.

Goethe, Torquato Tasso, 1807. 3. Akt, 4. Szene, Antonio zu Leonore

Handle wie dein Freund handelt, oder verlasse ihn.

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Es macht der Freund des Freundes Kummer zu dem seinen.

Euripides, Iphigenie in Aulis, nach 406 v. Chr

Die Freundschaft ist erhaben, in ihr glänzt die Stärke der Menschheit. Die Liebe ist schön, in ihr verklärt sich der Menschheit Frieden.

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Wer unteilnehmend, ohne Sinn für Freundschaft, Wohlwollen und Liebe, nur sich selber lebt, der bleibt verlassen, wenn er sich nach fremdem Beistande sehnt.

Knigge, Über den Umgang mit Menschen, Erstdruck 1788, hier nach der 3. erweiterten Auflage von 1790. Erster Teil, 1. Kapitel, 13.