Gedanken Sprüche
Nachdenkliche Sprüche und Gedanken
493 Sprüche in dieser Kategorie
Gedanken sind zollfrei. Aber man hat doch Scherereien.
Was du allhie im Geiste bauest oder säest, es sei gleich mit Worten, Werken oder Gedanken, das wird dein ewig Haus sein.
Wer in Kamtschatka Gefrorenes feilhält, darf sich nicht wundern, daß sein Geschäft nicht geht. Der Satz läßt sich auch bildlich auf das Geistige anwenden. Die Leute kaufen nur Gedanken, die sie gebrauchen können.
Verschiebe nur nicht das Ausspinnen eines Gedankens auf bessere, feinere Stunden! So kommt er dir nicht wieder, wie er im Augenblick des Entstehens da war.
So fliegt ein großer Gedanke Feurig gen Himmel zu Dem empor, von dem er gedacht ward.
[…] Welchen Sturm gefährlicher Gedanken Weckst du mir in der stillen Brust!
Man liebt zu bemänteln allerorten Schwache Gedanken mit starken Worten.
Ich muß nun einmal meine Haut zu Marke tragen, meine Haare auf meiner Schädeldecke und keine Perücke. Darum, weil ich muß, will ich auch mein eignes Leben leben. Und sollte ich bis an mein Lebensende zur Miete wohnen, so sollen wenigstens meine Gedanken ein Stück eignen Grund und Bodens unter sich haben, wo sie hausen und einander bestreitend sich heimlich vertragen.
Wenn ich ehedem in meinem Kopfe nach Gedanken oder Einfällen fischte, so fing ich immer etwas; jetzt kommen die Fische nicht mehr so. Sie fangen an sich auf dem Grunde zu versteinern, und ich muß sie heraushauen. Zuweilen bekomme ich sie auch nur stückweise heraus, wie die Versteinerungen vom Monte Bolca, und flicke daraus etwas zusammen.
Unter allen verschiedenen Ausdrücken, welche einen einzigen unserer Gedanken wiederzugeben vermögen, gibt es nur einen, der der wahrhaft glückliche ist. Wir treffen ihn nicht immer, weder im Sprechen, noch im Schreiben. Nichtsdestoweniger ist er sicher vorhanden, und jeder andere als eben jener ist schwach und genügt nicht einem Menschen von Geist, der sich verständlich machen will.
Der, welcher Gedanken ausspricht, die der Gegenstand seines langen und wiederholten Nachdenkens gewesen sind, bleibt, ohne es zu wollen, dunkel auch für den Gebildeten.
Ein neuer Gedanke – das ist meist eine uralte Banalität in dem Augenblick, da wir ihre Wahrheit an uns selbst erfahren.
Gedanken sind Äpfel am Baume, Für keinen Bestimmten bestimmt, Und doch gehören sie schließlich Dem einen, der sie nimmt.
Titus: [...] Gedanken sind zollfrei. Salome: Ah, nein; es gibt Gedanken, für die man den Zoll mit der Herzensruh' bezahlt.
Die pragmatische Geschichte meines Herzens zerfallt in drei miserable Kapitel: zwecklose Träumereien, abbrennte Versuche und wertlose Triumphe.
Sobald man einen neuen Gedanken findet, reclamiren ihn gleich Dutzende, die ihn verloren haben wollen.
Jederzeit und womöglich bei jeder Vorstellung mußt du die Lehren der Physik, der Ethik, der Dialektik in Anwendung bringen.
Die besten Gedanken, die wir haben, sind von uns nicht gesucht worden, sondern uns unwillkürlich gekommen.