Gedanken Sprüche
Nachdenkliche Sprüche und Gedanken
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Wenn ich doch Kanäle in meinem Kopfe ziehen könnte, um den inländischen Handel zwischen meinem Gedankenvorrate zu befördern! Aber da liegen sie zu Hunderten, ohne einander zu nützen.
Der Gedanke ist die unsichtbare Natur, die Natur der sichtbare Gedanke.
Da ist keine Gedanke, so bizarr, so weit oder eng er auch sein mag, der sich nicht eines Menschen bemächtigt hätte und in ihm fruchtbar geworden wäre.
Die Götterkraft im Handeln beruht darauf, daß der Mensch voll ist von Einem Gedanken.
Die Gedanken müssen als geordnete Geisterschar vorüberziehen, nicht als wildes Heer.
Auch Gedanken können Mode werden.
Wie eine Sonne geht das Herz durch die blassen Gedanken und löschet auf der Bahn ein Sternbild nach dem andern aus.
Im Wasser wogt die Lilie, die blanke, hin und her, Doch irrst du, Freund, sobald du sagst, sie schwanke hin und her! Es wurzelt ja so fest ihr Fuß im tiefen Meeresgrund, Ihr Haupt nur wiegt ein lieblicher Gedanke hin und her!
"Nur beim Sitzen kann man denken und schreiben" (On ne peut penser et écrire qu'assis) sagt Flaubert, wohingegen Nietzsche meint, daß "nur ergangene Gedanken wert haben". Ich schlage einfach einen – entschuldigen Sie das harte Wort – gemäßigten Stuhlgang vor, d.h. man binde oder klebe sich hinten einen Stuhl an und gehe mit Nietzscheschen Gedanken auf und ab; kommen einem Flaubertsche Gedanken, dann kann man sich sofort auf denselben Fleck, wo man eben stand, setzen.
Es liegt im Wesen der Musik, dass die Früchte ihrer großen Kultur-Jahrgänge zeitiger unschmackhaft werden und rascher verderben, als die Früchte der bildenden Kunst oder gar die auf dem Baume der Erkenntnis gewachsenen: Unter allen Erzeugnissen des menschlichen Kunstsinns sind nämlich Gedanken das Dauerhafteste und Haltbarste.
Gedanken, die uns kommen, sind besser als solche, die wir uns machen.
Was unser Geist der Wirrnis abgewinnt, kommt irgendwann Lebendigem zugute; wenn es auch manchmal nur Gedanken sind, sie lösen sich in jenem großen Blute, das weiterrinnt….
Wenn ein Gedanke sich uns wie eine tiefe Entdeckung darbietet und wir uns dann die Mühe nehmen, ihn zu entwickeln, merken wir oft, daß es nur ein Gemeinplatz war.
Gedanken sollen Fernrohre sein, werden aber zumeist als Scheuklappen benutzt.
Eines zu sein mit Allem, was lebt, in seliger Selbstvergessenheit wiederzukehren ins All der Natur, das ist der Gipfel der Gedanken und Freuden, das ist die heilige Bergeshöhe, der Ort der ewigen Ruhe, wo der Mittag seine Schwüle und der Donner seine Stimme verliert und das kochende Meer der Woge des Kornfelds gleicht.
Meine Gedanken schlafen, wenn ich sitze, mein Geist geht nicht, wenn ich nicht die Beine bewege. Diejenigen, welche ohne Bücher studieren, werden mit mir übereinstimmen.
Das Höchste und Edelste im Menschen verbirgt sich und ist ohne Nutzen für die tätige Welt (wie die höchsten Berge keine Gewächse tragen), und aus der Kette schöner Gedanken können sich nur einige Glieder als Taten ablösen.
Menschen, die Gedanken haben, Können schweigen – schweigen – schweigen – Und sich stumm und tief vergraben In den Schatz, der ihnen eigen.
Die Gedanken und Handlungen müssen Sonnenkinder sein, aus Licht und Wärme, aus Recht und Liebe.
Kluge Gedanken gibt's, die im Herzen, und dumme, die dem Kopf entspringen.
Gedanken sind Kräfte, denn es sind Geistesäußerungen. Wir verbinden uns durch unser Denken entweder mit Mächten der Finsternis oder des Lichts.