Gedanken Sprüche
Nachdenkliche Sprüche und Gedanken
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Der heiligste, der gerechteste, der frömmste Gedanke, wenn er durch die unvollkommene Menschennatur hindurchgeht, kommt nur in Fetzen und Blut daraus hervor. Selbst diejenigen, welche ihn gefaßt, erkennen ihn nicht mehr an und verleugnen ihn.
Ewig aus der Wahrheit Schranken Schweift des Mannes wilde Kraft, Unstet treiben die Gedanken Auf dem Meer der Leidenschaft.
Große Gedanken wachsen nur auf einem Herzensgrund, den große Schmerzen tief aufgefurcht haben.
Unsere Neigungen, Gedanken, scheinen gleich sie ohne Schranken, gehn sie doch wie die Rinderherde, eines in des andern Tritt. Drum, bei allem, was ihr macht, sei der Anfang reif bedacht.
Ein Dieb ist der Gedanke am Leben.
Mit den Gedanken entstehen alle Dinge. Mit den Gedanken verschwinden alle Dinge.
Die Konterbande, die mit mir reist, Die hab ich im Kopfe stecken.
Sucht nach Originalität ist gelehrter, grober Egoism(us). Wer nicht jeden fremden Gedanken wie einen seinigen und einen eigentümlichen wie einen fremden Gedanken behandelt, ist kein echter Gelehrter.
Er wässerte seine Gedanken fleißig.
Es gibt Vorahmer von Originalen. Wenn zwei einen Gedanken haben, so gehört er nicht dem, der ihn früher hatte, sondern dem, der ihn besser hat.
Nicht wir geben den Gedanken Audienz, die Gedanken geben uns Audienz.
Ich warf allerlei Gedanken im Kopf herum bis endlich folgender obenhin zu liegen kam.
Was immer Dich beschäftigt, nie geht es spurlos an Deinem Herzen vorüber: dies Herz wird treuer oder treuloser dadurch.
Es wohnen die hohen Gedanken In einem hohen Haus. Ich klopfte, doch immer hieß es: Die Herrschaft fuhr eben aus! Nun klopf ich ganz bescheiden Bei kleineren Leuten an. Ein Stückel Brot, ein Groschen Ernähren auch ihren Mann.
Erst im lauteren Dienst am Werk und Gedanken wächst der Mensch zu wahrhaft freier Größe.
Du denkst und denkst, wir wollen gern dir's danken; Doch gib dein Denken nicht, nein, gib Gedanken!
Du bist dort, wo deine Gedanken sind. Sieh zu, daß deine Gedanken da sind, wo du sein möchtest.
Die neuen Gedanken kommen fast immer nur von den Außenseitern. Der Fachmann, auch der geistig überlegenste, steht immer zu sehr in seinem Berufskreise, er ist daher fast nie in der Lage, eine wirkliche Revolution hervorzurufen: er kennt die Tradition zu genau und hat, ob er will oder nicht, zu viel Respekt vor ihr. Auch weiß er zu viel Einzelheiten, um die Dinge noch einfach genug zu sehen, und gerade damit fehlt ihm die erste Bedingung jeder wirksamen Neuentdeckung; denn wertvoll und fruchtbar sind immer nur die einfachen Gedanken.
Selig, wer einen Schatz an göttlichem Geist sich erworben.
Man wendet seine Gedanken wie einen Rock, um sich ihrer mehrmals zu bedienen.