Gedanken Sprüche

Nachdenkliche Sprüche und Gedanken

493 Sprüche in dieser Kategorie

Groß sind die, die sehen, daß geistige Macht stärker ist als materielle, und daß Gedanken die Welt regieren.

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Mehr noch als im Großen erprobt sich die Triebkraft des Gedankens im Kleinen, mehr als im Zentrum in der Peripherie.

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Aber das Vaterland der Gedanken ist das Herz; an dieser Quelle muß schöpfen, wer frisch trinken will.

Börne, Die Kunst, in drei Tagen ein Original-Schriftsteller zu werden, 1823

Manche Gedanken sind wie ungespaltenes Holz. Wer den geeigneten Ofen hat, kann damit heizen. Andere müssen spalten und manche müssen die wärmehaltenden Scheite liegen lassen und derweil frieren.

Auerbach, Tausend Gedanken des Collaborators. Aphorismen, 1875

Je sonderbarer und absurder ein Gedanke ist, desto mehr Narren, Halbnarren und Hysteriker zieht er an, besonders auf dem Gebiete der Politik, wo jeder persönliche Triumph zu einem Triumph vor der Öffentlichkeit wird.

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Kühn durchs Weltall steuern die Gedanken, Fürchten nichts – als seine Schranken.

Schiller, F., Gedichte. Anthologie auf das Jahr 1782. Aus: Melancholie,

Ich finde, daß der Geist einen großen Einfluß auf das allgemeine, selbst auf das leibliche Leben ausübt! Nichts ist dafür wichtiger, als die Gedanken in den Studien, die zugleich produktiv und regenerativ sein müssen, zu fixieren.

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Jede Produktivität höchster Art, jedes bedeutende Aperçu, jede Erfindung, jeder große Gedanke, der Früchte bringt und Folge hat, steht in niemandes Gewalt und ist über aller irdischen Macht erhaben.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 11. März 1828

Die größten Taten der Gedanken wurden vollbracht, in dem die Denker zu entschleiern suchten – was ewig ein Geheimnis bleiben wird.

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Der Gedankenreichtum bei jedem Volk ist es hauptsächlich, was seine Weltherrschaft festigt.

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Wenn der Horizont nicht derselbe ist, sind es die Gedanken auch nicht.

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Geduld ist der Meister des menschlichen Handelns.

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Wir sind keine Gefangenen des Schicksals. Wir sind Gefangene unserer Gedanken.

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Ich weiß ganz genau, welche ungebetenen Gedanken ich nicht über die Schwelle meines Bewußtseins lasse.

Kraus, Sprüche und Widersprüche, 4. Auflage 1924 (EA: 1909). IX. Sprüche und Widersprüche

Ungewöhnliche Gedanken in gewöhnlichen Worten, das ist die Sache; nicht umgekehrt.

Schopenhauer, Über die, seit einigen Jahren, methodisch betriebene Verhunzung der Deutschen Sprache, 1852 (posthum im Jahr 1892 veröffentlicht)

Ach die Gedanken! Reime sind da, aber die Gedanken, die Gedanken!

Grabbe, Scherz, Ironie, und tiefere Bedeutung, 1827

Halt, halt! Was geht mir da für eine Idee auf? – Herrlich, göttlich! Eben über den Gedanken, daß ich keinen Gedanken finden kann, will ich ein Sonett machen, und wahrhaftig, dieser Gedanke über die Gedankenlosigkeit ist der genialste Gedanke, der mir nur einfallen konnte. Ich mache gleichsam eben darüber, daß ich nicht zu dichten vermag, ein Gedicht. Wie pikant, wie originell!

Grabbe, Scherz, Ironie, und tiefere Bedeutung, 1827

Es genügt nicht, keinen Gedanken zu haben: man muss ihn auch ausdrücken können.

Kraus (Hg.), Die Fackel, 1899-1936. 1925

Jedermann denkt von einem Prosawerk, daß es weit schlechter sei, als wenn er es selbst gemacht hätte. Hättet ihr doch nur einmal einen Gedanken, der des Niederschreibens lohnte!

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Webe deine Gedanken zu einem bunten Tuch, das dich erfreut und andere wärmt.

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Nur so viel lässt sich sagen, dass [...] das mit unserem Sinnen oder Denken Erfasste nur ein Punkt ist und beinahe Nichts im Vergleich zu dem Übrigen.

Locke, Ein Versuch über den menschlichen Verstand (An essay concerning human understanding), 1690