Gedanken Sprüche

Nachdenkliche Sprüche und Gedanken

493 Sprüche in dieser Kategorie

In einem oberflächlichen Menschen verursachen kleine Fische der Gedanken lebhafte Wellen; in einem tiefen Geist rufen die Wale der Inspiration kaum ein Kräuseln hervor.

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Gute Gedanken sind ein Teil der Verehrung Gottes.

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Wessen elastischer und energischer Gedanke mit der Sonne Schritt hält, dessen Tag ist ein ständiger Morgen.

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Man legt geflochtene Körbe aus, um in diesen Fische zu fangen; hat man die Fische bekommen, sind die Körbe vergessen. Man legt Fallen, um Hasen in diesen zu fangen; hat man die Hasen bekommen, sind die Fallen vergessen. Man bildet Worte, um Gedanken in diese zu legen. Hat man Gedanken bekommen, sind die Worte vergessen.

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Die logische Ordnung unserer Gedanken ist nicht immer die, in welcher wir sie andern mitteilen. Aber sie ist die, welche vor allen Dingen der Gegner aufsuchen muß, wenn sein Angriff nach der Billigkeit sein soll.

Lessing, Axiomata, wenn es deren in dergleichen Dingen giebt. Wider den Herrn Pastor Goeze, in Hamburg, 1778

Vorwärts dringt der Schiffenden Geist, wie Flaggen und Wimpel; einer nur steht rückwärts traurig gewendet am Mast.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand.1827. Elegien 2, aus: Alexis und Dora

Aber das Glückliche siehest du nicht, das Schöne nicht werden, Fertig von Ewigkeit her steht es vollendet vor dir. Jede irdische Venus ersteht wie die erste des Himmels, Eine dunkle Geburt aus dem unendlichen Meer; Wie die erste Minerva, so tritt mit der Ägis gerüstet Aus des Donnerers Haupt jeder Gedanke des Lichts.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Das Glück, 1798

Indem man die Worte sucht, stellen sich die Gedanken ein.

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Ein Gedanke, der richtig ist, kann auf die Dauer nicht niedergelogen werden.

Bismarck, Reden. Im Reichstag, 12. Juni 1889

Gedanken wollen oft wie Kinder und Hunde, daß man mit ihnen im Freien spazierengeht.

Morgenstern, C., Tagebücher. 1897

Gedanken sind Handlungen.

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Herbst 1885 – Frühjahr 1886

Ordne im Geiste deine Gedanken von Anfang bis Ende, bevor du an die Worte denkst.

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Gedanken, die schockweise kommen, sind Gesindel. Gute Gedanken erscheinen in kleiner Gesellschaft. Ein göttlicher Gedanke kommt allein.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen. Parabeln, Märchen und Gedichte (= Gesammelte Schriften, 1. Band), 1893

Ein guter Gedanke hat fast nichts an.

Wertheimer, Buch der Weisheit. Aphorismen. Zweite Auflage und Neue Folge, 1920 (posthum). Aus dem Vorwort von Alfred Klaar

Nur im Fluß bleiben, nur nicht zur Spinne eines Gedankens werden.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1906

Wir schaffen uns die Atmosphäre, in der wir leben; denn welcher Art unsere Gedanken sind, die wir ausschicken, derart sind die, welche zu uns zurückkommen.

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Jedem Gedanken wohnt eine entsprechende Wirkung inne.

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Es gehört nicht weniger Geist und Erfindung dazu, einen Gedanken, den man in einem Buche findet, richtig anzuwenden, als der Autor dieses Gedankens zu sein.

Bayle, Historisches und kritisches Wörterbuch (Dictionnaire historique et critique), 1695-97

Ist ein Gedanke zu schwach, um einen schlichten Ausdruck zu tragen, so soll er verworfen werden.

Vauvenargues, Reflexionen und Maximen (Introduction à la Connaissance de l’Esprit Humain, suivie de Réflexions et maximes), 1746, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Selten erfaßt man den Gedanken eines anderen in seiner Tiefe, und daher bildet man sich, wenn man dieselbe Überlegung anstellt, leicht ein, sie sei neu, so viele ihrer Beziehungen und Folgerungen waren einem entgangen.

Vauvenargues, Reflexionen und Maximen (Introduction à la Connaissance de l’Esprit Humain, suivie de Réflexions et maximes), 1746, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Wenn ein Gedanke oder ein Werk nur wenige interessieren, werden auch nur wenige davon sprechen.

Vauvenargues, Reflexionen und Maximen (Introduction à la Connaissance de l’Esprit Humain, suivie de Réflexions et maximes), 1746, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938