Gedanken Sprüche

Nachdenkliche Sprüche und Gedanken

493 Sprüche in dieser Kategorie

Wenn sich die verschiedenen Gedanken eines Menschen im Zustand der Rohheit niederschlagen, durch Nachgiebigkeit, Leichtfertigkeit und schlüpfrige Eitelkeit ausbreiten, dann neigen sie in diesem Leichtsinn dazu, die Gerechtigkeit in jenem Menschen zu ersticken.

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Man kann keinen Gedanken gut ausdrücken, als den man oft gehabt.

Jean Paul, Bemerkungen, August 1782

Der Gedanke ist nichts wert, wenn kein Gegengedanke da ist.

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Je leichter die Gedanken, desto schwerer möglicherweise die Folgen.

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Man kann auf drei Arten geboren werden: reich, klug oder als Glückspilz. Ich bin für letzteres. Das wiegt alles andere auf.

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Hart, blank, scharf und biegsam, einer edlen Klinge vergleichbar: das ist die Schönheit des Gedankens.

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Mein Kopf ist voller Unsinn, kein Platz für Gedanken.

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Juwelen Denke nicht Zukunft. Denke nicht Vergangenheit. Denke Gegenwart! Denke ich habe, statt ich werde. Denke ich mache, statt ich könnte. Denke ich bin, statt ich möchte. Deine Gedanken sind die Wegbereiter aller Geschehnisse. Siehst du, wie wichtig alle Gedanken sind? Verwende sie wie seltene Juwelen, nicht wie Massenware.

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Gedanken müssen reifen, genau wie junger Wein.

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Lenken wir unsere Gedanken in die gewünschte Richtung: Dorthin, wo die Sonne scheint.

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Seit wann werden Gedanken bestraft?

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Achte mit Sorgfalt darauf, daß durch die Wechselhaftigkeit deiner Gedanken die grünende Kraft, die du von Gott hast, in dir nicht dürr wird.

Hildegard von Bingen, Briefe

Unsere Gedanken über die wichtigsten Gegenstände unseres Lebens bedürfen immer aufs neue der Klärung.

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Mit den Gedanken ist es wie mit den Melodien, es gibt die kurzen, geringen - und die langen, schönen; die besten aber sind wie Kugelblitze und enthalten die Welt im ganzen.

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Sandkörner machen den Berg, Minuten das Jahr, flüchtige Gedanken ewige Taten. Haltet nichts für Kleinigkeiten.

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Das Sein der Wahrheit ist eines. Die Weisen benennen es mit verschiedenen Namen.

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Jedes echte Wort hat klingende Kraft, und jeder Gedanke, der nicht in den Labyrinthen des dialektischen Verstandes, sondern im blutwarmen Schoße der Empfindung geboren ist, zeugt Leben und Glauben.

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Man muß freie, einfache Gedanken des Lichtes täglich wiederholen, wie die Sonne täglich aufgeht und die Nacht verscheucht.

Auerbach, Tausend Gedanken des Collaborators. Aphorismen, 1875

Gedanken werden dann nur gestaltend und schöpferisch, wenn sie an etwas Vorhandenes anknüpfen.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Wir sollten aus keinem Gedanken mehr machen, als er aus uns macht.

Heimann, Aphorismen, 1918

Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten, sie fliehen vorbei wie nächtliche Schatten. Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen, es bleibet dabei: die Gedanken sind frei. Ich denke, was ich will, und was mich beglücket, doch alles in der Still, und wie es sich schicket. Mein Wunsch und Begehren kann niemand verwehren, es bleibet dabei: die Gedanken sind frei. Ich liebe den Wein, mein Mädchen vor allen, sie tut mir allein am besten gefallen. Ich bin nicht alleine bei meinem Glas Weine, mein Mädchen dabei: die Gedanken sind frei. Und sperrt man mich ein im finsteren Kerker, das alles sind rein vergebliche Werke; denn meine Gedanken zerreißen die Schranken und Mauern entzwei: die Gedanken sind frei. Drum will ich auf immer den Sorgen entsagen und will mich auch nimmer mit Grillen mehr plagen. Man kann ja im Herzen stets lachen und scherzen und denken dabei: die Gedanken sind frei.

Brentano/Arnim, Des Knaben Wunderhorn. Alte deutsche Lieder, 3 Bde., 1805-1808. Band 3, Erstdruck: Mohr und Zimmer, Heidelberg 1808, als "Lied des Verfolgten im Turm"