Gedanken Sprüche – nachdenklich
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Wirklich, es gab einmal neue Gedanken! In der Zeit, wo die Menschen viel langsamer und bedächtiger dachten, konnte es kommen, daß einer einen Gedanken fand, der ganz neu und blank war.
Gedanken, die man niedergeschrieben, soll man nicht sobald wieder lesen, sondern sich erst fremd werden lassen und nach einiger Zeit wieder lesen. Man sieht dann, ob man gewonnen oder verloren; das Urteil darüber ist dann unbefangen und lässt sich korrigieren.
Eine Gedanken fliehende Kraft.
Zum eigenen, in uns aufsteigenden Gedanken verhält der fremde, gelesene, sich wie der Abdruck einer Pflanze der Vorwelt im Stein zur blühenden Pflanze des Frühlings.
Da der Mensch selbst nur ein Kurzschluß ist zwischen Oben und Unten, so bringt ers zu nichts besserem als zum Funken, der alle Sicherungen durchbrennt, das heißt zum Gedanken.
Es lebe der große Gedanke, der ewige, unvergeßliche Gedanke. Jeder Mensch, wer er auch sei, muß sich davor beugen, daß der große Gedanke existiert.
Sich selbst zu vergessen, ist doch dem Menschen das Gesündeste, was es gibt!
Der Gedanke betrachtet sich den Weg und geht bedächtig im schönen Schrittwechsel, damit er nicht über die eigenen Füße stolpert.
Da und da hatte ich einen großen Gedanken, hab' ihn aber vergessen. Was mag es wohl sein? Ich plage mich mit Erraten.
Der erste Gedanke ist oft der beste, und in Wahrheit, es gibt vorläufige Urtheile, die werth sind in Rahmen gefaßt zu werden.
Was für ein Entzücken müsste es sein große Gedanken zu empfangen wie Musik, die sich in unser Hirn schmeichelt, wie Wogen des Lichts, die unsere Finsternisse hinwegfluten.
Gedanken sind nicht Taten; Vorsätze nur Gedanken.
Ein abgebrochener Gedanke bringt andere zum Denken; ein Gedanke in seiner vollen Lebensgröße ausgedrückt, ermüdet uns mitten auf dem Weg.
Das Geheimnis der Gedankenzucht ist ebenso kostbar wie schwer zu erlernen.
Gedanken sind wie wilde Pferde, ebenso schön und stark wie verderblich, wenn man sie nicht zu halten, zu lenken und ihre Gangart zu bestimmen weiß.
Ein richtiges Bild von unseren Gedanken erhält man, indem man aus jedem "ich", welches in ihnen vorkommt, ein "ich selbst" macht.
Nicht alle Gedanken können zu Taten werden, auch der Baum trägt mehr Blüten als Früchte.
Gute Gedanken sind Wohltaten aus der Ferne.
Ein fruchtbarer Gedanke ist wie Morgensonne auf der Höhe. Aus Nebeln tauchen langsam empor ein Berg, ein Gipfel, eine Matte, ein Tal, in der Ferne die Stadt, die Züge, das Werk der Menschen.
Es gibt Gedanken, deren man Herr werden muss, sonst wird man ihr Sklave.
Unsere Gedanken werden nicht fertig geboren, sie reifen, wie alles auf Erden, und die besten am langsamsten.