Gedanken Sprüche – nachdenklich

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Wir finden die schönsten Gedanken, wenn wir nach einem Wort suchen.

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Man beginnt Gedanken zu entwickeln und bricht, sobald einem bewußt wird, was man sagt, plötzlich ab, weil es lächerlich erscheinen muß.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Ein Gedanke wird erst dann Gedanke und fruchtbar, wenn er durch nichts gebunden ist: Darin besteht seine Stärke im Vergleich zu anderen sinnlichen Dingen.

Tolstoi, Tagebücher. 1890

Gedanken sind bunte Bälle, die du gegen die Wände deines Ichs wirfst. Wenn du sie nicht mehr fangen kannst, lasse sie nur getrost fallen.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Was wir einen glänzenden Gedanken nennen, ist meist nur ein verfänglicher Ausdruck, der uns mit Hilfe von ein wenig Wahrheit einen verblüffenden Irrtum aufzwingt.

Vauvenargues, Reflexionen und Maximen (Introduction à la Connaissance de l’Esprit Humain, suivie de Réflexions et maximes), 1746, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Gedankenlos handeln wir am häufigsten dann, wenn wir in Gedanken sind.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Nicht jeder, der denkt, hat Gedanken.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Wenn ein scharfsinniger Kopf nicht einsieht, dass ein Gedanke nützlich ist, so ist er höchstwahrscheinlich falsch.

Vauvenargues, Unterdrückte Maximen, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Ein Gedanke kann einen Menschen töten.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Es ist etwas Eigenes um die Gedanken, wenn sie so daher kommen und füllen einem den Kopf. Man weiß eigentlich nicht: Woher? Und wozu? Doch – bewahre sie nur auf, wie eine sorgsame Hausfrau die übrigen bunten „Flecke“ ihrer Kleider! Der Riss wird sich finden, den du zu decken hast.

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Manche Gaben, Kräfte, Gedanken fallen dem Menschen sozusagen in den Kopf hinein. Er empfängt sie, wie die Speisen in gewissen Anstalten, die durch ein kleines Schiebfenster plötzlich vorhanden sind. Niemand fragt: Wer kocht sie? Oder: Wie wurden sie gekocht? Genug, man hat sie!

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Die Lippe ist der Wetzstein des Geistes, über die Lippe muß der Gedanke oft hin- und herlaufen, damit er Glanz, Farbe und Gestalt gewinne.

Arndt, Erinnerungen aus dem äußeren Leben, 1840

Um erkennen zu können, ob ein Gedanke neu ist, muß man ihn zuerst in einer klaren Formulierung vor sich haben.

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Wenn große Gedanken uns täuschen, so unterhalten sie uns doch.

Vauvenargues, Unterdrückte Maximen, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Hohe Gedanken entspringen der Tiefe des Herzens.

Nötzel (Hg.), Östliche Weisheit, gesammelt und übersetzt von Karl Nötzel, 1954 (EA: 1946)

Gedanken Ich könnte schwelgen tief in Schweigen, Ich könnte jubeln hoch in Tönen, Könnt' ich, ob laut, ob stumm der Reigen, Mir nur das Denken abgewöhnen! Gedanken martern um das Gestern, Gedanken martern um das Morgen, Und hegen Brut in warmen Nestern Und flattern auf als ew'ge Sorgen.

Claar, Vom Baum der Erkenntnis, 1909

Auch des Gedankens Gold will gemünzt sein, soll es unter die Leute kommen.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Aber auch die klarste Anschauung bleibt ein Bild und wird nie ein Gedanke.

Bouterwek, Aphorismen, den Freunden der Vernunftkritik nach Kantischer Lehre vorgelegt, 1793

Meine ersten Gedanken sind gewiß kein Haar besser, als Jedermanns erste Gedanken: und mit Jedermanns Gedanken bleibt man am klügsten zu Hause.

Lessing, Hamburgische Dramaturgie, 1767-69. Hundert und erstes, zweites, drittes und viertes Stück. Originalext

Wer nicht seines guten Gedankenganges sehr gewiß ist, der wird bei dem Anblick auf die öffentliche Welt gleichgültig, nicht allein gegen Leben und Tod, sondern auch gegen Tugend und Laster.

Seume, Apokryphen, 1806/07; erster vollständiger Druck in: Prosaische und poetische Werke, Berlin 1869

Gestern abend bei Mondschein kam mir ein eiskalter Gedanke. Vielleicht ruft die Natur doch nur eine gewisse Anzahl Bildungen ins Dasein, die zeugende Kraft geht ihr einst aus, dann erfüllen nur noch die abgeschiedenen Schatten das Weltall.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1840