Gedanken Sprüche – tiefgründig

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Es gibt wenige bedeutende, aber viele einander nahekommende Gedanken.

Vauvenargues, Unterdrückte Maximen, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Gute wie böse Gedanken haben ihre Abgründe.

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Auf einen, der einen neuen Gedanken hat, kommen hundert andere, die ihn breit treten.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Im Schlaf sind wir ebenso wenig Herr unserer Gedanken wie im wachen Zustand.

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An jeden guten Gedanken, jede gute Empfindung einen Stein hängen, sie verankern. Damit zusammenhängend: Seßhaft werden, Tempobändigung, Tempobeherrschung.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1909

Mangel an Wechselgeld Sei, wills du unter Menschen gehn, Mit geist'gem Kleingeld vorgesehn. Gedanken tief und groß und stark Laß lieber ganz zu Haus: Auf einen Schein von tausend Mark Gibt niemand gern heraus.

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Nicht jeder Gedanke findet ganz zu seinem rechten Wort hin und nur darum ist er nicht ganz wahr.

Ebner, Schriften, 2 Bde., Kösel, München 1963

Jeder vernünftige Gedanke hat seinen verrückten Superlativ.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Wir finden die schönsten Gedanken, wenn wir nach einem Wort suchen.

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Die größten Gedanken sind die größten Ereignisse.

Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, 1886. Neuntes Hauptstück. Was ist vornehm

Die wirklichen Gedanken gehen bei wirklichen Dichtern alle verschleiert einher wie die Ägypterinnen: Nur das tiefe Auge des Gedankens blickt frei über den Schleier hinweg.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Zweiter Band. Zweite Abteilung: Der Wanderer und sein Schatten

Ich glaube der schlechteste Gedanke kann so gesagt werden, daß er die Wirkung des besten tut, sollte auch das letzte Mittel dieses sein, ihn einem schlechten Kerl in einem Roman oder Komödie in den Mund zu legen.

Lichtenberg, Sudelbuch D, 1773-1775. [D 275]

Deutliche Aussprache des Schwierigen gibt Geistesgegenwart.

Hille, Ich bin, also ist Schönheit, 1975 (posthum). Die Sprache

Ein Gedanke wird erst dann Gedanke und fruchtbar, wenn er durch nichts gebunden ist: Darin besteht seine Stärke im Vergleich zu anderen sinnlichen Dingen.

Tolstoi, Tagebücher. 1890

Was wir einen glänzenden Gedanken nennen, ist meist nur ein verfänglicher Ausdruck, der uns mit Hilfe von ein wenig Wahrheit einen verblüffenden Irrtum aufzwingt.

Vauvenargues, Reflexionen und Maximen (Introduction à la Connaissance de l’Esprit Humain, suivie de Réflexions et maximes), 1746, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Gedankenlos handeln wir am häufigsten dann, wenn wir in Gedanken sind.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Nirgends wuchert mehr Unkraut als auf dem Grabe eines großen Gedankens.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Nicht jeder, der denkt, hat Gedanken.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Wenn ein scharfsinniger Kopf nicht einsieht, dass ein Gedanke nützlich ist, so ist er höchstwahrscheinlich falsch.

Vauvenargues, Unterdrückte Maximen, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Ein Gedanke kann einen Menschen töten.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Es ist etwas Eigenes um die Gedanken, wenn sie so daher kommen und füllen einem den Kopf. Man weiß eigentlich nicht: Woher? Und wozu? Doch – bewahre sie nur auf, wie eine sorgsame Hausfrau die übrigen bunten „Flecke“ ihrer Kleider! Der Riss wird sich finden, den du zu decken hast.

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)