Gedanken Sprüche – tiefgründig
200 Sprüche gefunden
Die Lippe ist der Wetzstein des Geistes, über die Lippe muß der Gedanke oft hin- und herlaufen, damit er Glanz, Farbe und Gestalt gewinne.
Hohe Gedanken entspringen der Tiefe des Herzens.
Worte werden nicht durch Bücher erschöpft; Gedanken werden nicht durch Worte erschöpft.
Tief fühlende, wie tief denkende Menschen haben im Leben viele Leiden, oft an Leib und Seele. Die Gedankenlosen scheinen am leichtesten durchzukommen. Und doch – was ist Leben ohne Gedanken? Eine große, lange Sandwüste, aus der selbst eine tropische Sonne kein Blümchen erweckt.
Ein großer Gedanke kennt keine Grenzen.
Wer weiß, ob die Gedanken nicht auch einen ganz winzigen Lärm machen, der durch feinste Instrumente aufzufangen und empirisch (durch Vergleich und Experiment) zu enträtseln wäre.
Auch des Gedankens Gold will gemünzt sein, soll es unter die Leute kommen.
Meine ersten Gedanken sind gewiß kein Haar besser, als Jedermanns erste Gedanken: und mit Jedermanns Gedanken bleibt man am klügsten zu Hause.
Die genialsten Gedanken sind nicht mehr als Veränderungen anderer genialer Gedanken und kleine Beigaben.
Hierarchisch sind wir bis auf den heutigen Tag unterdrückt von denen, welche sich auf Gedanken stützen. Gedanken sind das Heilige.
Die Muschelforscher nennen jene Muschelschalen, welche heraufgefischt werden aus den Tiefen des Meeres und die nie am Gestade gesehen werden, pelagii, die andern aber, welche an das Ufer geworfen werden und wegen der Verwitterung und Abschürfung nie so schön und zart sind wie die ersteren, littorales. So ist es auch mit den Gedanken der Poeten. Einige sind frisch, aus dem tiefen Ozean aufsteigend, strahlend von unvorstellbarer Schönheit, – pelagii; andere aber erscheinen in Vergleichung mit ihnen abgenutzt, … abgeschiefert, abgeschliffen … – littorales.
Ich bin der Meinung, daß Gedanken durch die Deutlichkeit einen großen Teil ihrer Neuheit, Kühnheit und Wahrheit verlieren können.
Das Denken ist brutal, es kennt keine Rücksichten […]; was gibt es Brutaleres als einen Gedanken?
Da und da hatte ich einen großen Gedanken, hab' ihn aber vergessen. Was mag es wohl sein? Ich plage mich mit Erraten.
Der gewöhnliche Lauf unsrer Gedanken geht so schnell; die Wellen unsrer Empfindungen rauschen so dunkel ineinander: es ist auf einmal so viel in unsrer Seele, daß wir in Absicht der meisten Ideen wie im Schlummer an einer Wasserquelle sind, wo wir freilich noch das Rauschen jeder Welle hören, aber so dunkel, daß uns endlich der Schlaf alles merkbare Gefühl nimmt.
Die Gedanken jedes einzelnen Menschen in sich und die aller Menschen zusammen untereinander begegnen und berühren sich nach unbekannten Gesetzen; diese Verschlingungen sind eins der wunderbarsten Geheimnisse.
O Gedanke, der mein Innerstes gleich dem Donner zermalmt!
Was für ein Entzücken müsste es sein große Gedanken zu empfangen wie Musik, die sich in unser Hirn schmeichelt, wie Wogen des Lichts, die unsere Finsternisse hinwegfluten.
Einige Dinge quälen uns mehr, als sie sollten, und einige, bevor sie es sollten. Einige Dinge quälen uns sogar, obwohl sie es gar nicht sollten.
Gedanken sind nicht Taten; Vorsätze nur Gedanken.
Ein abgebrochener Gedanke bringt andere zum Denken; ein Gedanke in seiner vollen Lebensgröße ausgedrückt, ermüdet uns mitten auf dem Weg.