Glück Sprüche

Sprüche über Glück und Zufriedenheit

1580 Sprüche in dieser Kategorie

Schnelles Glück hat schnelle Fahrten.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Aus: Hoffnung

Die Ruhe, die der Geist genießt, wenn er sich selbst gemäß leben darf, ist das einzig wahre, unzerstörbare Glück.

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Durch Reflexion lässt sich kein Glück schaffen.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Man weiß nie, wie glücklich manist, man weiß nur, wie glücklich manwar.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Wenn das glückliche Leben in den Gütern bestünde, die der Zufall oder die Natur verleihen, so wäre es für viele von vornherein verschlossen.

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Sorgenlos, das heißt nahrungssorgenlos leben zu können, das ist schon ein großes Glück [...].

Bechstein, Fahrten eines Musikanten, 1837

Die Menschen sind nicht von gleicher Art [...]. Darum ist auch das nicht gleich, was sie Glück nennen.

Schmid, Der Bauernrebell. Roman aus der Tirolergeschichte, 1876

Wie glücklich könnte jeder sein mit dem Glücke, das er nicht achtet.

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Das Glück liegt in uns selber, nicht in den Außendingen.

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Ach Leute, wenn ihr wüßtet, wie glücklich man bei Wenigem sein kann, wie unglücklich oft bei Vielem.

Gotthelf, Dursli der Branntweinsäufer oder der heilige Weihnachtsabend. Novelle, 1839

Dann zog er hinab ins Tal eine Vollmondnacht, eine Goldmondnacht. Die stumme Nachtigall in seinem Herzen erwacht. Er sagt zu der armen Gefangenen: Flieg hinaus in den grünen Hain! Ich bin voll von dem Neuen, dem Vergangenen, ich bin jung von berauschender Pein. Der Frühling aus fernen Weiten stand wie neu erweckt am Hang, und er sang wie in Nachtigallenzeiten seines Herzens Überschwang.

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Wenn du dein Auge schließest, wo ist das Licht dann, wo? Erloschen ist der Sonne Glanz, der Sterne Schimmer floh. Die Welt ist Nacht und Öde, der Mond nicht scheinen mag; dein Aug' erst spricht dein Schöpfungswort, gibt deiner Welt den Tag. Wenn nicht in deinem Herzen, wo ist das Glück dann, wo? Was dir die Welt als Glück gewährt, macht nie dich völlig froh. Du führst das Glück selbst in die Welt aus dir, aus dir allein. Die Welt ist Nacht und Öde, kannst du nicht glücklich sein.

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Sie besitzen und Sie verlieren, das heißt einen Augenblick Glück mit einer Ewigkeit Sehnsucht erkaufen.

Laclos, Gefährliche Liebschaften (Les Liaisons dangereuses), 1782

Das echte Idyll entsteht, wenn ein Mensch innerhalb des ihm bestimmten Kreises als glücklich und abgeschlossen dargestellt wird. Solange er sich in diesem Kreise hält, hat das Schicksal keine Macht über ihn.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1840

Die Unbeständigkeit des Glücks ist unser Glück.

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Wer immer nur am eig'nen Glück sich freute, Viel ist's nicht, was der Einzelne gewann; Es wird erst mehr, hat er auch andere Leute, An deren Freude er sich freuen kann.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1903

Die Zeit enteilt im raschen Flug, Dem alten Jahre folgt das neue; Bleibt uns bewahrt der Freunde Treue, So rufen froh wir: Glücks genug!

Wagner, Tage und Worte. Gesammelte Reisesprüche für die Wanderung durch das Leben, 1903

Ein Unglück kommt selten allein, leider ist das Glück nicht so gesellig.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Über den Bergen Über den Bergen, weit zu wandern, sagen die Leute, wohnt das Glück. Ach, und ich ging, im Schwarme der andern, kam mit verweinten Augen zurück. Über den Bergen, weit, weit drüben, sagen die Leute, wohnt das Glück.

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Wer sein Glück zu sehr von seiner Vernunft abhängig macht, wer es prüft und sozusagen seine Genüsse kontrolliert und nur die ausgesuchtesten sich noch erlaubt, hat schließlich gar keines mehr.

Chamfort, Maximen und Gedanken. Charaktere und Anekdoten (Maximes et pensées: Caractères et anecdotes), 1795. In: Die französischen Moralisten. Die Aphorismenbücher in vollständiger Gestalt. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938

Um zu wissen, wie viel Glück einer im Leben empfangen kann, darf man nur wissen, wie viel er geben kann.

Schopenhauer, A., Nachlass. Bogen X (1814)