Glück Sprüche

Sprüche über Glück und Zufriedenheit

1580 Sprüche in dieser Kategorie

Der Mensch meint oft, er ginge seinem Glück entgegen, und auf seinem Wege steht vielleicht das Unglück mit einem Stock [...].

Heine, Reisebilder und Reisebriefe. Reisebilder. Dritter Teil. Die Bäder von Lucca. Kapitel 9

Glück und Glas, wie schimmern sie nicht, die zerbrechlichen, beide! Nütze sie beide. Nur, Freund, baue kein gläsernes Haus.

Bouterwek, Neue Vesta. Kleine Schriften zur Philosophie des Lebens und zur Beförderung der häuslichen Humanität, hg. von Fr. Bouterwek, 11 Bde., 1803-1810

Wenn aber beim Elend noch ein Glück sein soll, so kann es nur ein geistiges sein, rückwärts gewandt zur Rettung der Bildung früherer Zeit, vorwärts gewandt zur heitern und unverdrossenen Vertretung des Geistes in einer Zeit die sonst gänzlich dem Stoff anheimfallen könnte.

Burckhardt, Geschichte des Revolutionszeitalters. Vorlesungen, gehalten in Basel 1860-82. Einleitung

Die Menschen haben die Göttin des Glücks erfunden, um ihr eigenes Unvermögen zu rechtfertigen.

Internet

Man redet gegen die Lotterie, ohne zu bedenken, daß sie die einzige Spekulation der Armen ist. Die Lotterie verbieten heißt: dem das Reich der Träume verwehren, dem die Wirklichkeit ohnedies nichts geboten.

Nestroy, Nachlass

Das Glück, von dem er träumt, Hat mancher längst versäumt.

Wagner, Tage und Worte. Gesammelte Reisesprüche für die Wanderung durch das Leben, 1903

Es gibt kein glückliches Leben, nur glückliche Tage.

Internet

Es gibt kein wahres Glück, Als mit der Menschlichkeit sich froh bescheiden, Als nicht beneidet sein und nicht beneiden.

Internet

Hast du Glück, beherrschest du die Teufel; hast du Unglück, beherrschen sie dich.

Wyss-Vögtlin (Übers.), 700 chinesische Sprichwörter, 1965 (EA: 1942)

Stete Sonne Härtet den Boden: Suche nicht Hilfe Bei Glücklichen.

Ludwig, O., Gedichte. Aus: Der Mensch und das Leben

Ihr Glück schmieden viele so, dass sie jeden Nebenmenschen als Amboss betrachten.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Aber des Glückes Ohren sind taub.

Ludwig, O., Gedichte. Aus: Der Mensch und das Leben

Wenn du ein Glück gewonnen, hast du eine Hoffnung verloren.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Die Absicht, dass der Menschglücklichsei, ist im Plan derSchöpfungnicht enthalten.

Freud, Das Unbehagen in der Kultur, 1930

Ward des Guten mehr Als Böses dir beschieden, kannst du sicherlich Vom höchsten Glück nur sagen.

Euripides, Hippolytos, um 428 v. Chr. Amme

Das Glück – ein imaginäres Wort, ein Wesen nicht von dieser Welt.

Internet

Siehst du das falsche Glück dir lächeln oder lachen, So denk', o Mensch,wie gutdu bist, Und sorge, daß es dir nicht etwa schädlich ist, Glück muß uns ja nicht schlechter machen!

Gleim, Die goldnen Sprüche des Pythagoras. Aus dem Griechischen von Gleim, 1786

Glück macht die Herzen hochmütig.

Seneca, Agamemno (Agamemnon). V. 252 Originaltext: Prospera animos efferunt

Glück! Hafen der Leidenschaften! Beharrlich glauben sie, du bist ein blühender Zustand, und bist doch nur der Duft der Blume Vergänglichkeit.

Internet

Man ist nicht glücklich: Unser Glück, das ist das Schweigen des Unglücks.

Renard, Journal, 1887-1898

Verzagt Soll ich wieder schwärmen, ich, Der ich müd bin und verdrossen, Schicksalslaugenübergossen Traurig, trüb und jämmerlich? Soll ich? Nein, ich drücke mich. Meine Schwärmer sind verschossen, Und das Schicksal hat beschlossen: Keine Wonnen mehr für dich. Aber deine Augen, Kind, Sind bestimmt, das Glück zu schauen, Das im schönsten Bogen geht: Ruhe, Klarheit, Majestät, Davon deine Augenbrauen Allerschönstes Abbild sind.

Internet