Glück Sprüche

Sprüche über Glück und Zufriedenheit

1580 Sprüche in dieser Kategorie

Glück heißt, seine Grenzen zu kennen und sie zu akzeptieren.

Rolland, Jean-Christophe, 1904-12. Band VIII. Übers. Internet

Manchmal ist es schön, allein zu sein. Manchmal ist es schön, keinem Verein anzugehören. Manchmal ist es schön, vorbeizufahren.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Fahrt ins Glück, in: Die Weltbühne, 16.10.1928, Nr. 42 (Peter Panter), wieder in: Lerne lachen ohne zu weinen, 1931

Das Menschenherz ist feig, und es gehört Mut dazu, um glücklich zu werden.

Lüttwitz, Wo ist das Glück? Aphorismen, 1911

Läuterung Das eine Glück, das große, wundervolle, Das jedem Menschen einmal nur gegeben – Die Leidenschaft, die echte, heiße, tolle, Die jeder einmal nur erlebt im Leben – Du wirst sie jetzt, mein liebes Kind, erfahren! Durch Deine Seele wird sie wild gewittern Und Dich erschüttern, und in langen Jahren Nachklingend noch in Deinem Herzen zittern ... Doch fühlen mußt Du sie! Es muß verbrennen Das Herz einmal die Flügel an der Flamme, Daß es sich nicht in eitlem Selbstverkennen Zu hoch erhebe und zu tief verdamme!

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Ein Lämpchen aufgeglommen, Solch Lämpchen, Glück, bist du: Aus Nächten hergekommen, Den Nächten geht es zu. Es glüht vor deinen Schritten; Herzklopfend bleibst du steh'n. – Und ist vorbeigeglitten, Eh' du es recht geseh'n. –

Jacobowski, Leuchtende Tage. Neue Gedichte 1896-1898, Minden 1900

Der spürt das Glück nur halb, das er im Herzen trägt, der, während er’s genießt, es mißt und wägt.

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Besteht das Glück in der Entwicklung unserer Fähigkeiten oder in ihrer Unterdrückung?

Staël, Über Deutschland (De l'Allemagne), 1813. Deutsch von Friedrich Buchholz u. a., Reutlingen 1815

Ich sah nur Glückliche und ihrer aller Glück hatte einen Knacks. … Ich hätte nie geglaubt, dass es so schwierig sei, einem Glücklichen zu begegnen.

France, Les Sept Femmes de la Barbe-Bleue et autres contes merveilleux, Calmann-Lévy, 1921. Das Hemd eines Glücklichen (La Chemise), übers. v. Friedrich Oppeln-Bronikowski

Kein Mensch allein ist glücklich, als ein Schelm, Ein leichter Thor, ein frevelhafter Spötter; Und ist der glücklich, ohne Herz und Sinn?

Schefer, Hausreden, 1855. Aus: Denen Deine Liebe – Allen hülfe

Wie verstehen Sie das Glück?Irrlicht.

Busch, Antworten auf Fragen von Frau Louise Fastenrath, Köln, 22.5.1892

Das fremde Glück Von diesen kleinen Dingen leben wir, Nicht von den großen, die so selten kommen: Oft war's nur irgendein Reflex, der dir Von einer Vase funkelnd aufgeglommen, Oft ferne ein Akkord auf dem Klavier, Vom Abend auf die Fittiche genommen. Und neulich trat in meinen stillen Raum Ein fremdes Glück und lächelte von Wangen Zwei junger Menschen, die im frühen Traum Der ersten Liebe hoffend noch befangen – Und grüßte mich wie einen, den man kaum Erkennt, weil schwere Zeit an ihm vergangen. Laß sein, mein Herz, das noch von Jugend wirr Und trunken ist, sich tätig aufzuschwingen –! Kommt einst der Tag, an dem du müd und irr Am eigenen Geschicke und Gelingen, Vielleicht, daß dann das fremde Glück zu dir Sich segnend neigt und lächelt deinem Ringen – Denn später, wenn wir müde, leben wir Nur mehr von solchen fremden lieben Dingen...

Wildgans, Gedichte. Dreißig Gedichte, 1917

Bitter und beschwerlich sind uns die mannigfachen Launen des Glücks. …

Boccaccio, Das Dekameron (Il decamerone), Novellensammlung, entstanden 1348-53; Erstdruck 1470. Sechste Geschichte

Nichts ist bitterer als zu sehen, dass übermenschliche Anstrengungen so wenig Glück hervorbringen.

Némirovsky, Die Beute (La Proie), 1938. Übersetzt von Olivia Mauny

Glück ist nichts anderes als Zufriedenheit mit dem eigenen Sein.

Leopardi, Attraverso lo Zibaldone, 1827-1832, volume primo. Introduzione e note di Valentino Piccoli, Unione Tipografico-Editrice Torinese, Torino 1920. Übers. Internet

Gute Menschen sind nicht nothwendig glücklich, und schlechte Menschen nicht nothwendig unglücklich.

Rée, Psychologische Beobachtungen, 1875. Originaltext

Der Weise kann überall fröhlich seyn: sein wahres Vergnügen ist nicht an den Ort, noch an die Abwechslungen des Glückes gebunden, folglich auch seine Glückseligkeit nicht.

Uz, Versuch über die Kunst stets fröhlich zu seyn, 1760

Das Glück liegt nicht auf der Straße, Das Elend nur liegt so herum.

Jacobowski, Leuchtende Tage. Neue Gedichte 1896-1898, Minden 1900. Aus: Der Reiter

Da, wo du nicht bist, ist das Glück!

Schmidt von Lübeck, Lieder. Dritte vermehrte und verbesserte Auflage, Altona 1847. Aus: Des Fremdlings Abendlied, 1821. Vertont von Franz Schubert als: Der Wanderer

Groß sein, gut sein, schön sein, genügt dem Menschen nicht, er will auch glücklich sein.

Wesendonck, M., Briefe. An Richard Wagner, 23. Oktober 1861

Dem Glücklichen schlägt keine Stunde.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Einzeln nur, zerstreuet zeigen sich Des Glückes Fäden, die Gelegenheiten.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Die Piccolomini, 1799. 2. Akt, 6. Auftritt, Illo