Glück Sprüche

Sprüche über Glück und Zufriedenheit

1580 Sprüche in dieser Kategorie

Wer aber glaubt, er werde unglücklich, wird nicht glücklich sein können.

Cicero, Vom höchsten Gut und vom größten Übel (De finibus bonorum et malorum), 45 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Qui enim existimabit posse se miserum esse, beatus non erit

Glücklichsein gründet nicht in der Weisheit selbst, sondern in den Dingen, die die Weisheit zum Genuss bereitstellt.

Cicero, Vom höchsten Gut und vom größten Übel (De finibus bonorum et malorum), 45 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Non enim in ipsa sapientia positum est beatum esse, sed in iis rebus, quas sapientia comparat ad voluptatem

Allzugroßes Glück aber macht gierig.

Seneca, Von der Gnade. An den Kaiser Nero (De Clementia), alternative deutsche Titel hierfür auch "Über die Milde" und "Über die Güte". I, 1. Übers. Internet Originaltext: Facit quidem avidos nimia felicitas

Nie waltet Im Leben das Glück lauter und frei von Unheil.

Sophokles, Antigone, ca. 442 v. Chr. V. 609f. Chor. Übersetzt von J. J. C. Donner, 1842

Willst du glücklich sein, so bitte die Götter darum, dass nichts von dem, was man wünscht, in Erfüllung geht.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 31. Brief. Übers. Internet Originaltext: Si esse vis felix, deos ora ne quid tibi ex his quae optantur eveniat

Jener, den du als weniger glücklich bezeichnest, ist nicht glücklich: Dieses Wort kann nicht eingeschränkt werden.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 85. Brief. Übers. Internet Originaltext: Ille, quem tu minus beatum vocas, non est beatus: non potest hoc nomen inminui.

Was ist ein glückliches Leben? Freiheit von Sorge und beständige Gemütsruhe.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 92. Brief. Übers. Internet Originaltext: Quid est beata vita? securitas et perpetua tranquilitas.

Die Fülle des Glücks kann nicht so erfreulich sein wie seine Verminderung verdrießlich ist.

Cicero, Gespräche in Tusculum (Tusculanae disputationes), 45 v. Chr. Übers. Internet. Originaltext: Non enim tam cumulus bonorum iucundus esse potest quam molesta decessio

Leiden läßt sich ohne Klagen: Wer aber trüge stumm sein Glück!?

Saar, Gedichte, 1888 (EA: 1882). Aus: Verrath

Dort, wo du nicht bist, ist das Glück.

Schmidt von Lübeck, Lieder. Dritte vermehrte und verbesserte Auflage, Altona 1847. Aus: Des Fremdlings Abendlied, 1813. 1816 vertont von Franz Schubert unter dem Titel "Der Wanderer"

Was ist Glück? Die Augenblicke wunschloser Hingebung, sei es an Menschen oder Dinge, oder die Augenblicke der Arbeit […], wo wir fühlen, daß wir das, was in uns nach Gestaltung drängt, voll und immer voller ausprägen – das z.B. ist für mich Glück.

Storm, T., Briefe. An Albert Nieß, 8. Juni 1881

Miss dein Glück nicht nach fremder Elle.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Und vielleicht gewährt mir die Stunde, was sie dir verweigert hat.

Horaz, Satiren (Sermones), ca. 42-30 v. Chr. 2, 16, 31-32. Übers. Internet Originaltext: Et mihi forsan, tibi quod negarit, porriget hora.

Glück wandelt nicht die Herkunft.

Horaz, Epoden (Epodes), um 30 v. Chr. 4. Originaltext: Fortuna non mutat genus.

Wer aber nennt ein Glück sein Eigen, das sich so zusammengesetzt, dass er nicht in irgendeiner Weise mit seiner Beschaffenheit zankt?

Boethius, Vom Trost der Philosophie (De consolatione philosophiae), um 524 n. Chr. 2. Buch. Übers. Internet Originaltext: Quis est enim tam compositae felicitatis, ut non aliqua ex parte cum status sui qualitate rixetur?

Von nur geringer Größe aber sind die Dinge, die den Glücklichsten die höchste Glückseligkeit entreißen.

Boethius, Vom Trost der Philosophie (De consolatione philosophiae), um 524 n. Chr. 2. Buch. Übers. Internet Originaltext: Perexigua sunt, quae fortunatissimis beatitudinis summam detrahunt

Warum also, ihr Sterblichen, sucht ihr das Glück, das in euch liegt, außerhalb?

Boethius, Vom Trost der Philosophie (De consolatione philosophiae), um 524 n. Chr. 2. Buch. Übers. Internet Originaltext: Quid igitur, o mortales, extra petitis intra vos positam felicitatem?

Das Glück ist wie Glas: so sehr es glänzt, so leicht zerbricht es.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Fortuna vitrea est: tum, cum splendet, frangitur

Glück findest du schneller, als du es hältst.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Fortunam citius reperias, quam retinas

Das Glück macht Könige und Narren.

Wander (Hg.), Deutsches Sprichwörter-Lexikon, 5 Bde., 1867-80

Gegen einen Glücklichen besitzt auch ein Gott kaum Macht.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Contra felicem vix deus vires habet