Glück Sprüche – hoffnung

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Unser Glück [...] ist wie ein Zugnetz im Wasser: wenn man's schleppt, bauscht es sich auf, daß man sich Wunder was für Hoffnungen macht, und zieht man's dann heraus, so ist nichts drin.

Tolstoi, Krieg und Frieden (Война и мир), 1862-69. 12. Teil, 12. Übersetzt von Hermann Röhl

Wünsche dir entfloh'ne Stunden, Helle Freuden nicht zurück – Denn das Glück ist nie verschwunden, Was verschwindet ist kein Glück.

Schnabel, L., Gedichte, 1861. Aus: Beruhigung

Wenn das Glück nicht will an den Mann, So hilft doch nichts, was er kann.

Henisch (Hg.), Teütsche Sprach und Weißheit. Thesaurus linguae et sapientiae Germanicae, A-G [mehr nicht erschienen], 1616

Gnome Ja, Genügsamkeit allein Schafft der Seele wahren Frieden. Willst du glücklich sein hienieden, Wünsche minder, es zu sein.

Haug, Epigrammatische Spiele, 1807

Kann man auch nur den Gedanken wagen, glücklich zu sein, wenn alles in Elend darnieder liegt?

Kleist, H., Briefe. An Marie von Kleist, Juni 1807

Genieße feierlich den Augenblick des Glücks, stark zu bleiben für die Zukunft.

Toeche-Mittler, Stimmungsgedanken über Raum und Zeit, 1907

Ist dir so unbekannt, daß nicht zum Unglück allein, Daß auch zum Glücke Mut gehört?

Hamerling, Ahasver(us) in Rom, 1866

Halte nur die Augen offen: einmal naht auch dir das Glück! Halt' es fest! Wenn es entflogen, kommt es nicht so leicht zurück. Mancher steht mit nassen Augen und mit leeren Händen da, der Phantomen nachgestürmet und sein goldnes Glück nicht sah.

Tonger (Hg.), Lebensfreude. Wollen u. Wirken. Unser Leben. Sprüche und Gedichte, gesammelt von P. J. Tonger (Ausgabe der ersten drei Einzelbändchen in einem Bande), Köln, um 1917. Lebensfreude

Mit Koffern, Schachteln, Reisesäcken Dein Glück zu suchen ziehst du aus? Freund, nimm den leichten Wanderstecken, Du bringst es wahrlich eh'r nach Haus.

Geibel, E., Gedichte. Gedichte und Gedenkblätter, Stuttgart 1865

Glaub' an dein Glück: so erlangst du es.

Fleischer (Übers.), Ali's Hundert Sprüche, arabisch und persisch paraphrasiert von Reschideddin Watwat nebst einem doppelten Anhange arabischer Sprüche, hg. und übersetzt von M. Heinrich Leberecht Fleischer 1837. Anhang. Arabisches Sprichwort Nr. 27

Was Heil uns bringet, ist ein Unheil nicht zu nennen, Und jedes Unheil bringt uns Heil, wenn wir's erkennen.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

Bedenk, auf ungetreuen Wellen, Wie leicht kann sie der Sturm zerschellen, Schwimmt deiner Flotte zweifelnd Glück.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Der Ring des Polykrates, 1797

Nichts ist bitterer als zu sehen, dass übermenschliche Anstrengungen so wenig Glück hervorbringen.

Némirovsky, Die Beute (La Proie), 1938. Übersetzt von Olivia Mauny

Das Glück liegt nicht auf der Straße, Das Elend nur liegt so herum.

Jacobowski, Leuchtende Tage. Neue Gedichte 1896-1898, Minden 1900. Aus: Der Reiter

Ich will im Glück sanftmütig und gefühlvoll sein, um seiner würdig zu bleiben; im Unglück will ich geduldig und unverzagt sein, um es zu besiegen.

Grimm, Paris zündet die Lichter an. Literarische Korrespondenz (Correspondance littéraire, philosophique et critique), hg. von Kurt Schnelle, übersetzt von Herbert Kühn, Dieterich'sche Verlagsbuchhandlung 1977. 15.2.1755. Versuch eines Katechismus für Kinder. Originaltext

Mir ist immer das Glück eine Aufforderung zu größerer Klarheit, zu freierem und erhöhetem Aufschwung der Gedanken gewesen. Der Geist scheint dadurch Flügel zu bekommen. Ich verliere mich in Dank und Anbetung. In dem Sinne ergeht wirklich eine Botschaft an mich, die ich, doppelt froh, willkommen heiße. Allein, dem flüchtigen Gruß des himmlischen folgt Abschied und Trauer, wie aller Glanz die Dunkelheit noch dunkler macht.

Motte Fouqué, Resignation. Roman, 1829. Elise an Sophie

Wieder ein Glück erlebt. Die gefährliche Dürre geneset, Und die Schärfe des Lichts senget die Blüte nicht mehr.

Hölderlin, F., Gedichte. Aus: Stuttgart, entst. 1800, Erstdruck 1806

ich habe die ganze brust voll glück und über jedes ende hinaus winkt mir mit goldnen flügeln unsterblichkeit.

George, Tage und Taten. Aufzeichnungen und Skizzen, Erstdruck 1903. Vorrede zu Maximin. Originaltext

Geduld und Mut schaffen sich ihr eigenes Glück.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Patiens et fortis se ipsum felicem facit

Mancher wartet auf das Glück wie auf das perpetuum mobile.

Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919

Einen schöneren Widerhall als den des Glückspendens kenne ich nicht.

Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919