Glück Sprüche – hoffnung

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So mancher glaubt, immer noch einem verlorenen Glücke nachzuweinen und es ist längst nur mehr der abgeschiedene Schmerz darum, dem seine Tränen fließen.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Was Glück man nennt, begehre nicht! Laß nicht vom Unglück dich ermatten! Die farbigsten Blumen blühen im Licht, Die duftigsten im Schatten.

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Ich achte den Menschen höher, der der göttlichen Hilfe im Glück bedarf, als denjenigen, der sich im Unglück von ihr trösten läßt.

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Bei allem Mißlingen hofft meine ewig närrische Seele doch immer das Unglaublichste. Wir lassen nicht vom Glück!

Varnhagen, Rahel, Ein Buch des Andenkens für ihre Freunde, 3 Bde., 1834. An die Fürstin von Pückler-Muskau, 8. Juni 1832

Der Glaube ist die Fortsetzung der Vernunft.

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Ein Tropfen Glück ist mehr als ein Fass Geist.

Nestle, Die Sokratiker, 1922. Aus unbestimmten Tragödien

Es ist so schön, die Menschen glücklich machen; Du kannst es jetzt. O, nicht den schönen Augenblick verletzt! Es wachen Viel gute Geister über unsre Schmerzen, Und ob man Augen trocknet oder netzt, Das schreiben sie in ihre klaren Herzen.

Körner, Th., Gedichte. Aus: Bitte

Es kann unterhaltend sein, sein Glück zu machen: Man ist stets voll Hoffnung.

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Encore Nun bist du ruhig, liebes Herz. Die Schmerzen gleiten nur so von weiten noch heimatwärts. Das waren trübe Zeiten. Der Mond wacht schon am Himmel lang. Mir quillt versonnen aus Seelenbronnen ein kühler Sang von neuen lieben Wonnen. Was sing' ich denn die trübe Nacht? Laßt uns doch warten! Bald kommt in Fahrten von hoher Pracht der Tag in unsern Garten. Die böse Sehnsucht ist mir tot. Der Tag will schlingen um mich ein Klingen. Glück wuchs aus Not. Wie will ich fröhlich singen!

Mauthner (Hg.), Nachgelassene Schriften von Walter Calé, hg. von Fritz Mauthner, Berlin 1910

Nicht glücklich ist, wer selbst ans eigne Glück nicht glaubt.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. So zu finden in: 9. Brief Senecas an Lucilius. Übersetzt von Otto Apelt, 1924

Beruhigung Sprich, was soll dein irres Sehnen, Was dein hoffnungsloser Schmerz? Blicke mutig durch die Thränen, Blicke freudig himmelwärts. Wo, was jetzt vorüberwehend, Wie ein Himmelston verklingt, Jugendkräftig und bestehend Alle Schmerzen niederzwingt. Wünsche dir entfloh'ner Stunden Helle Freude nicht zurück – Denn das Glück ist nie verschwunden, Was verschwindet, ist kein Glück! –

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Glaub mir: Vor das Glück setzten die Götter die Träne.

Gött, Zettelsprüche. Aphorismen, hg. von Volker Schupp und Reinhard Pietsch, Universitätsbibliothek Freiburg i. Br. 1982

Wir sagen nur so lange, das Glück sei blind, bis es auch zu uns kommt.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Vor Freude will ich singen Vor Freude will ich singen, Weil's mir jetzt tut gelingen. Denn die ich hab begehrt, Die hat mir Gott beschehrt. Der ich mich hab ergeben, Mit ihr in Freud zu leben. Sie hat mein Herz besessen, Kann ihrer nicht vergessen. Ich hab oft großes Leiden, Jetzt ist's verkehrt in Freuden. Was lang ich hab begehrt, Das ist mir jetzt gewährt. All's Trauren will ich meiden, Ob mich gleich viel drum neiden, Was Gott ein'm tut bescheren, Kann ihm kein Mensch verwehren.

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Behüt uns Gott vor großem Glück, gnädigem Herrn und gesunder Speis.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Wenn du dein Auge schließest, wo ist das Licht dann, wo? Erloschen ist der Sonne Glanz, der Sterne Schimmer floh. Die Welt ist Nacht und Öde, der Mond nicht scheinen mag; dein Aug' erst spricht dein Schöpfungswort, gibt deiner Welt den Tag. Wenn nicht in deinem Herzen, wo ist das Glück dann, wo? Was dir die Welt als Glück gewährt, macht nie dich völlig froh. Du führst das Glück selbst in die Welt aus dir, aus dir allein. Die Welt ist Nacht und Öde, kannst du nicht glücklich sein.

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Wer sich am wenigsten auf Das Glück verläßt, behauptet sich am besten.

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Meiner Sehnsucht schiebt ein böser Geist Statt Freud und Glück verwandte Schmerzen unter.

Goethe, Torquato Tasso, 1807. 3. Akt, 2. Auftritt, Prinzessin zu Leonore

Was ist das Höchste? – Ein Glücksgefühl, so stark, um uns zu zersprengen, und eine Brust, die es aushält.

Gött, Zettelsprüche. Aphorismen, hg. von Volker Schupp und Reinhard Pietsch, Universitätsbibliothek Freiburg i. Br. 1982

Das ist ja ohnehin der schönste Vorzug des Menschen, daß er ein fernes Glück sich herzaubern und es still genießen kann, ohne Beimischung der Wirklichkeit, die oft zerstört, was sie bringt.

Kotzebue, Die Unvermählte. Drama in vier Aufzügen, 1808

Doch nicht verzagt! Die Welt ist nicht so grau, Fortuna zwar ist nicht ganz echt von Farbe, Indes, sie ist ja auch nicht Eure Frau. Sie schlägt die Wunde, aber heilt die Narbe.

Byron, Don Juan, 1819-24