Glück Sprüche – hoffnung
173 Sprüche gefunden
Weiß doch keiner, was ihm frommt Hier auf dunklem Pfade – Keiner zwingt das Glück, es kommt Unverhofft als Gnade.
Läuft das Glück auch mal zu Zeiten anders als man will und meint, ein getreues Herz hilft streiten gegen alles, was uns Feind.
Das Glück Anderer ist das einzige, an das man glaubt.
Hast du ein schweres Ungemach zu tragen, Wie traurig, wenn es Andere mit geschlagen! Und wenn ein großes Glück dein Herz bewegt, Wie traurig, wenn es keiner mit dir trägt!
Das selig stille Glück stirbt nicht aus, es siedelt sich hart neben den unbeugsam eisernen Gleisen der neuen Zeit an.
Glück verheißend allein ist friedvolles Tun, Unglück verheißend das Handwerk des Krieges.
Glück und Unglück trägt man im Herzen.
Träume tragen uns durchs Leben, das Glück gibt es aber nur mit den Menschen.
Möge Gott euch viel Glück bringen, und möge ein großer Fischschwarm euren Kurs kreuzen.
Glück ist verschwenderisch, aber unbeständig, Natur dagegen auf sich selbst ruhend; darum trägt sie mit ihrem geringeren, aber beständigen Wesen doch den Sieg davon über das größere Wesen der Hoffnung.
Wäre ich Narr genug, noch an das Glück zu glauben, so würde ich es in der Gewohnheit suchen.
Nur auf uns selbst sind wir stets angewiesen, An allen Orten und zu allen Zeiten. Darum, willst du Glückseligkeit genießen, So kannst du sie nur selber dir bereiten.
Stimme dich rein, das Glück geht auf der Straße. Wir müssen uns genußfähig machen für die kleinen Freuden und vertrauen, daß Glück zum Glücke kommt.
Der verdient, daß man ihn glücklich preise, der der Götter milde Gaben weise nutzt und unverdientes Mißgeschick mutig trägt.
Glück ist, aufzuwachen – und jeden Tag als Geschenk Gottes zu sehen.
Gar Manche, die beständig sannen, Wie sie das Glück wohl könnten bannen, Fiel' es herab auf sie im Regen, Sie hielten ihm den Schirm entgegen.
Ein neues Lied, ein besseres Lied, O Freunde, will ich euch dichten! Wir wollen hier auf Erden schon Das Himmelreich errichten.
Ein Wandrer zog mit müdem Schritt: "Herr Postillion, ei, nehmt mich mit!" Drin saß ein braunes Kind allein, nun fuhren traulich sie zu zwein. Er sprach, er habe das Glück gesucht, doch sei das Glück noch auf der Flucht; sie sprach, nun sei auch die Mutter tot, da sucht sie jetzt als Magd ihr Brot. Wie kurz die Fahrt! Das Posthorn klang, der Bursche sich aus dem Wagen schwang. Sie sind einander nimmer begegnet, doch jeder hat still das andre gesegnet.
Ob denn die Glücklichen glauben, daß der Unglückliche wie ein Gladiator mit Anstand vor ihnen umkommen solle, wie der römische Pöbel zu fordern pflegte?
"In der Ferne weilt das Glück!" Mutig bin ich ausgezogen, um es mutig zu erringen, Auf des Lebens Sturmeswogen Hielt ich mich mit kühnen Schwingen, Und im Kampfe mit dem Leben War mir nichts zu schwer zu tragen, Alles hab' ich hingegeben, Kühner kann kein anderer wagen. Immer jagte ich dem Glücke Ruhlos auf der Ferse nach, Um es, trotz dem Mißgeschicke, Einzuholen nach und nach. Eitler Wahn! Verlor'ne Zeit! All umsonst war mein Bemühen, Täglich scheint zu meinem Leid Meilenweit das Glück zu fliehen. Lieb' und Heimat sind nun ferne, Mut und Kraft hab ich verloren, Und nun weilt das Glück vielleicht Dort, wo arm ich ward geboren!
Das Märchen vom Glück Sie sind allein, denn die Mutter kehrt Zu Nacht erst vom Felde zurück… Durchs Fenster rauschet die Linde, Und die Alte erzählet dem Kinde Das sonnige Märchen vom Glück. Sie erzählt vom verwunschenen Königssohn Und der boshaft grollenden Fee, Vom Schloß am Felsenstrande Vom wilden Wogengebrande Und der Fischerhütte am See. Und der Prinz vertrauerte Jahr um Jahr Als Schlange im dumpfigen Grund… Er wand sich in glühenden Ketten; Ein Kuß nur konnte ihn retten, Ein Kuß von rosigem Mund. Des Fischers liebliches Töchterlein Trug hohen, herrlichen Sinn; Sie sprengte die Ketten von Golde; Er aber machte die Holde Zu seiner Königin! Großmutter schweigt, und das Spinnrad schnurrt, Und das Mägdlein sitzt wie gebannt; Und es faltet die Hände im Schoße Und heftet das Auge, das große, Starr träumend an die Wand. Großmutter, wie schön, o wie einzig schön! Großmutter, o wäre das wahr! Großmutter, mir würde nicht bange, - Wie gerne umarmt ich die Schlange Trotz Schauer und Todesgefahr! Warum nur hat man das alles erdacht, Wenn's nie sich auf Erden begab… ? Mir wird in der Seele so wehe, Wie in des Kirchhofs Nähe, Wie vor des Vaters Grab! Sei stark, du zitterndes Kinderherz, Und dränge die Thränen zurück! Uns alle hat es belogen, Uns alle hat es betrogen, Das sonnige Märchen vom Glück!