Glück Sprüche – hoffnung
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Die Pflicht zu glauben, setzt die Möglichkeit dazu voraus.
Dunkel umfängt uns rings, doch, steigt die Sonne der Liebe, Über des Abgrunds Nacht spielen die Falter des Glücks.
Daß es den beschenkt, der’s nicht verdient, das bewundert die Welt am Glück.
Glück hat manchen niedergerungen, Den vordem kein Unglück bezwungen.
Das Glück ist gut und fromm; gleich teilt es seine Gaben: Die Reichen läßt es Furcht, die Armen Hoffnung haben.
Der Engel des Glücks pocht nur einmal an unsere Pforte; wehe dem Verblendeten, der nicht öffnet!
Das verläßlichste Glück dieses Lebens ist das nichtige Glück der Illusion.
Ein Löffel voll Glück ist besser als ein Scheffel voll Ratschläge.
Keine Insel ist von so vielen Klippen und Untiefen umgeben wie die des Glücks. Nur Ruhe steuert hindurch.
Es müssten starke Beine sein, die gute Tage ertragen können.
Seliger Ausgang Das höchste Glück hat keine Lieder, Der tiefste Schmerz hat keinen Laut, Sie spiegeln beide still sich wieder Im Tropfen, der vom Auge taut. So einen sich in stummen Zähren Das höchste Glück, das tiefste Leid, Bis sie in Liebe sich verklären, Anbetend in Gottseligkeit.
Lebensernst Nicht nur auf schönen, gold'nen Tagen Baut sich das wahre Lebensglück, Entbehren müssen wir, entsagen, Wir müssen lernen, zu ertragen Auch manches bitt're Mißgeschick. Doch nur getrost – indes wir weinen – Steht hinter Wolken schon bereit Die liebe Sonne, uns zu scheinen Aufs neu in voller Herrlichkeit!
Wenn du ein bess'res Glück erwartest morgen, dann scheint dir heut' die hellste Sonne düster.
Halt' immer einen Wunsch zurück, Sonst bist du glücklos in deinem Glück.
Zu den Schwachen nimmt das Glück den „Übermut“ zum Begleiter; zu den Mittelstarken die „Härte“ und zu den Starken „Ernst, Milde mit echtem, stählernem Weiterstreben für die Zukunft“.
Von Menschen kommt kein Glück. Da erwartet man es nur.
Wer großes Glück kann tragen, Der hat ein starkes Herz Und mag es mutig wagen Mit jedem Spiel und Scherz; D'rum wird auf steilsten Höhen Des Ruhmes Kranz gereicht; Denn Unglück zu bestehen Macht Gott im Himmel leicht.
Bleibe Herr des Augenblicks – Jeder Lenz bringt Rosen; Sei Erbauer Deines Glücks, Statt es zu erlosen!
Leichter ist's, im Unglück nie verzagen, Als bescheiden großes Glück zu tragen.
Vielleicht hat das Glück es gut gemeint, Wenn es versagt, was wir erbitten – Und vielleicht wollt' es als unserFeindMit seinen Gaben uns überschütten; Es ward in Palästen schon viel geweint Und viel schon gelacht in ärmlichen Hütten.
Der ist beglückt, wem ewig unveraltet Erinn'rung stets zur Hoffnung sich gestaltet.