Glück Sprüche – klassisch

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In einem alten chinesischen Märchen fragt die kleine Prinzessin Aju den weisen Gelehrten Ju Mi: Wohnt das Glück der Menschen, dort oben auf den leuchtenden Sternen, ehrwürdiger Vater? "Nein, mein Kind" antwortete dieser, "das Glück wohnt in unseren Herzen. Aber da verirrt sich selten jemand hin."

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Mein Sohn, bedenkt, daß es ohne Tugend kein Glück gibt.

Voltaire, Geschichte von Jenni oder Der Atheist und der Weise (Histoire de Jenni ou l'athée et le sage), 1775

Der Faule Rennt dem scheuen Glücke nach! Freunde, rennt euch alt und schwach! Ich nehm' Teil an eurer Müh: Die Natur gebietet sie. Ich, damit ich auch was tu, – Seh' euch in dem Lehnstuhl zu.

Lessing, G. E., Gedichte. Lieder, Ausgabe 1771

Nicht soll dich das Glück zu Hochmut verleiten, noch das Unglück dich zu seinem Sklaven machen. Nein, wie das Gold im Feuer, bleibe, der du bist, und rette dir dein eigenes Selbst.

Euripides, Fragmente

Das wahre Glück, das Eigentum der Weisen, Steht fest, indeß Fortunens Kugel rollt.

Wieland, Musarion, oder die Philosophie der Grazien, 1768

Erst wenn jeder nicht nach irdischem Glück trachtet, sondern geistiges Glück erstrebt, das immer Opfer bedeutet und durch Opfer geprüft wird, erst dann ist das größte Glück aller gewährleistet.

Tolstoi, Tagebücher. 1889

"Was rennst du so", fragte ein Weiser den Eiligen, und der antwortete: "Ich renne dem Glück hinterher.“ Der Weise sprach: "Bist du denn noch nicht auf die Idee gekommen, einfach still zu stehen, damit das Glück dich überholen kann und du nur zu folgen brauchst?!"

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Nicht eigne Güter haben ja die Sterblichen, was uns die Götter gegeben, das verwalten wir und, wenn sie wollen, nehmen sie es wieder hin.

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Der weiße Lotus wurzelt im Schlamm und schwimmt strahlend rein auf dem Wasser. Ebenso weilt der Bodhisattva unbefleckt in der Welt.

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Du kannst dem Glück nicht ein Pförtlein öffnen, ohne zugleich der Sorge ein Tor aufzureißen.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen, Parabeln, Märchen und Gedichte, 1905

Die Erinn'rung reinen Glücks Bleibt so schön wie Gegenwart!

Scheffel, J. V., Gedichte. Nachgelassene Gedichte

So übe ich mich unaufhörlich darin, das wahre Glück von allen äußeren Umständen zu trennen und es nur als Belohnung und Ermunterung an die Tugend zu knüpfen. Da erscheint es in schönerer Gestalt und auf sicherem Boden.

Kleist, H., Briefe. An Christian Ernst Martini, 18./19. März 1799

Was sonst, heißt glückselig zu sein, wenn nicht dies: etwas Ewiges erkennend besitzen?

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Entlasse Das Glück, das dir als Sklave hat gedient, Eh es sich zürnend selbst befreit, es haßt Die Treu und keinem dient es bis ans Ende.

Schiller, Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie, 1801. 3. Akt, 9. Auftritt, Schwarzer Ritter

Begehre nie ein Glück zu groß und nie ein Weib zu schön, Sonst könnte dir's in seinem Zorn der Himmel zugesteh'n.

Inschrift. Auf Burg Cochem an der Mosel

Waren die Römer weiser und glücklicher, als es die Griechen waren? Und sind wir's mehr als beide?

Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, 4 Bde., 1784-91. Dritter Teil. 15. Buch

"Mehr Glück als Verstand", sagte der Mann und warf einen Stein nach seinem Hund und traf seine Schwiegermutter.

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Ach! zum Erdenglück geboren, Hoher Ahnen, großer Kraft, Leider früh dir selbst verloren, Jugendblüte weggerafft! Scharfer Blick, die Welt zu schauen, Mitsinn jedem Herzensdrang, Liebesglut der besten Frauen Und ein eigenster Gesang.

Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. 3. Akt, Schattiger Hain, Chor

Selig, welchen die Götter, die gnädigen, vor der Geburt schon Liebten, welchen als Kind Venus im Arme gewiegt, Welchem Phöbus die Augen, die Lippen Hermes gelöset, Und das Siegel der Macht Zeus auf die Stirne gedrückt!

Schiller, F., Gedichte. Aus: Das Glück, 1798

Wer ist glücklich? Die Götter wissen es, denn sie blicken ins Herz der Weisen, der Könige und der Hirten.

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Jede irdische Venus ersteht wie die erste des Himmels, Eine dunkle Geburt aus dem unendlichen Meer; Wie die erste Minerva, so tritt mit der Ägis gerüstet Aus des Donnerers Haupt jeder Gedanke des Lichts.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Das Glück, 1798