Gott Sprüche

Sprüche über Gott

1609 Sprüche in dieser Kategorie

Denn so redet mir die Gerechtigkeit: »Die Menschen sind nicht gleich.«

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Zweiter Teil, 1883. Von den Taranteln

Was wir nicht aus Gottes Hand nehmen, beschlagnahmt der Teufel.

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Je edeler ein Ding, je mehr ist es gemein; Das spüret man an Gott und seiner Sonnen Schein.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Einer, der für unreligiös gilt, ist allgemein verschrieen, wäre er auch der rechtschaffenste Mensch der Welt.

Friedrich II. (der Große), Briefe. An Voltaire, am 6. Juli 1737

Zu Gott gelangt man nicht durch die Furcht, nicht durch das Gefühl der Abhängigkeit, nicht durch den Verstand, nicht durch Fürwahrhalten oder Glauben, sondern nur durch das Bestreben, besser zu werden, weil nur dieses auf das Gute hinauswill, das mit Gott eines und dasselbe ist.

Lagarde, Die Religion der Zukunft, 1878

Da sagen sie: mir geht es so übel, ich leide so schwer. Warte, bald speisest du herrlich vom Tische deiner Leiden – Gott läßt nur das Korn wachsen, nicht das Brot. Und abermals: So sorgsam überlegt kein Bildner sich die Schläge wie Er, der Meister aller Form. Er schlägt, bis du ihm taugst.

Langewiesche (Hg.), Die Unbesiegten. Worte deutscher Denker, hg. von Karl Robert Langewiesche, 1923 (EA: 1920). Aus einer Handschrift des 14. Jahrhunderts

Die größten Schwierigkeiten haben uns die Dienstengel gemacht. Sie wollten das Gesetz durchaus nicht herablassen, sondern für sich behalten. "Was tut dies Menschenkind unter uns?" fragten sie Gott, als Moses kam, die Thora abzuholen. Und als er den Zweck angab, sagten sie: "Einen Schmuck, den du 974 Zeitalter vor Erschaffung der Welt verborgen hast und an dem du dich täglich freuest, willst du der Hand des Fleisches anvertrauen? Was ist der Mensch, daß du seiner gedenkst?" - Als ihnen aber Moses begreiflich gemacht, daß die Thora, da sie ohne Sünde seien, ihnen unnütz wäre, fügten sie sich, priesen Gott und beschenkten sogar Moses.

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Du hast kein Mitleid mit dir selbst gehabt – du hast dich nicht geschont – Gott wird mit dir Mitleid haben.

Tolstoi, Die Macht der Finsternis (Власть тьмы), 1886

Du führst meinen Geist ins Weite, wehest Weisheit ins Leben und mit der Weisheit die Freude.

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Weil ich klein und schwach war, beugte er sich zu mir herab und lehrte mich im Verborgenen die Dinge seiner Liebe.

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Er aber wandelt hin zu Unsterblichen; Denn nirgend darf er bleiben, als wo Ihn in die Arme der Vater aufnimmt.

Hölderlin, F., Gedichte. Aus: Der gefesselte Strom (1801)

Gott lieben heißt, das Geheimnis zu leben gefunden zu haben.

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Wer sich an Gott hängt, dem hängt Gott sich an und alles Tüchtige. Und was du zuvor suchtest, das sucht nun dich, welchem du zuvor nachjagtest, das jagt nun dir nach, und was du zuvor fliehen mußtest, das flieht nun dich.

Langewiesche (Hg.), Die Unbesiegten. Worte deutscher Denker, hg. von Karl Robert Langewiesche, 1923 (EA: 1920)

Schweig' und schwätze nicht über Gott; denn damit, daß du von ihm schwätzest, lügst du und tust Sünde. Willst du also ohne Sünde und vollkommen sein, so schwätze nicht von Gott. Du sollst auch von Gott nichts verstehen, denn Gott ist über alles Verständnis.

Langewiesche (Hg.), Die Unbesiegten. Worte deutscher Denker, hg. von Karl Robert Langewiesche, 1923 (EA: 1920)

Gott hört auch den Segen des Ungläubigen; seine Weisheit und Liebe wägt nicht zwischen der armseligen Form – wenn er aus treuem Herzen kommt.

Marlitt, Das Geheimnis der alten Mamsell, 1868

Was ist Gott? Er ist Länge, Weite, Höhe und Tiefe.

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Gott verlangt, gefürchtet zu werden als Herr, geehrt zu werden als Vater und geliebt zu werden als Bräutigam. Was ist das Höchste, das Beste davon? Gewiß die Liebe.

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Wir kennen nur Ganglien, Gehirnknoten; vom Wesen des Gehirns selbst wissen wir soviel als gar nichts. Was wollen wir denn also von Gott wissen?

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann D. Falk (seit 1798 Lehrer verwahrloster Kinder in Weimar), 25. Januar 1813

Gott ist der Herr aller Geschichte und die Geschichte ist eigentlich eine fortgehende Offenbarung.

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Gott will nicht engherzige Gemüter und leere Köpfe zu seinen Kindern, sondern solche, deren Geist von sich selbst arm, aber reich an Erkenntnis seiner ist, und die in diese Erkenntnis Gottes allein allen Wert setzen.

Hegel, Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte, 1837 (posthum). Einleitung

Die Welt ist entweder ein zufälliges Gemisch von Dingen, die sich bald miteinander verflechten, bald voneinander lösen, oder ein Ganzes, worin Einheit und Ordnung und Vorsehung walten. Ist sie nun das erstere, warum sollte es mich verlangen, in einem ordnungslosen Gewirr, in solch einem Gemengsel zu verweilen? Was könnte mir dann erwünschter sein als einst wieder Erde zu werden? Warum mich auch beunruhigen? Denn was ich auch tun mag, die Auflösung wird über mich kommen. Im anderen Falle verehre ich den Allbeherrscher, bin ruhigen Gemütes und vertraue ganz auf ihn.

Marc Aurel, Selbstbetrachtungen (Τὰ εἰς ἑαυτόν), entstanden vermutlich 170-180 n. Chr. 6,10. Übersetzt von Albert Wittstock, 1879