Gott Sprüche
Sprüche über Gott
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Beruhige dein Gemüt durch den Gedanken, daß über aller Leben ein gütiges Auge wacht, ein weiser Wille und eine starke, schützende Hand. All unsere Gedankensprünge macht uns grübelnden Menschen Gott oft durch eine Auskunft zu Schanden, daß wir staunen, weshalb wir nicht auf demselben Weg sind wie er, der doch meist so einfach ist!
Es gibt Länder, wo jeder irgendein beliebiges Wesen zu seinem Gott erheben kann: der Jäger einen Löwen oder einen Fuchs, der Fischer einen bestimmten Fisch.
Ich kann in dem ganzen Gange, den uns Gottes Vorsehung geführt hat, nur eine besondere Vorherbestimmung erkennen.
Wir finden die Wege der Vorsehung allemal weise und anbetungswürdig in den Stücken, wo wir sie einigermaßen einsehen können; sollten sie es da nicht noch weit mehr sein, wo wir es nicht können?
Gott ist in der neuen Philosophie, was die letzten fränkischen Könige unter den Majores Domus, ein leerer Name, den man beibehält, um bequemer und unangefochtener sein Wesen treiben zu können.
Ob man sich ein Idol macht aus Holz, Stein, Metall, oder es zusammensetzt aus abstrakten Begriffen, ist einerlei: es bleibt Idololatrie, sobald man ein persönliches Wesen vor sich hat, dem man opfert, das man anruft, dem man dankt.
Nicht gleich anfangs zeigten die Götter den Sterblichen alles, Sondern sie finden das Bessere suchend im Laufe der Zeiten.
Die Werke des Menschen überleben ihn; Gott aber überlebt seine Werke.
Gott ist ein lauter Nichts, ihn rührt kein Nun noch Hier: Je mehr du nach ihm greifst, je mehr entwird er dir.
Allmacht Forschen Fragen du trägst Antwort Fliehen Fürchten du stehst Mut! Stank und Unrat du breitst Reine Falsch und Tücke du lachst Recht! Wahn Verzweiflung du schmiegst Selig Tod und Elend du wärmst Reich! Hoch und Abgrund du bogst Wege Hölle Teufel du siegst Gott!
Allgegenwart Gottes: du siehst, hörst, fühlst ihn überall, – er dich nirgends.
Was soll mir ein Zeiger, der sich so rasend schnell dreht, daß er tausendmal in einem Tag die richtige Minute und doch niemals die richtige Stunde weist?
Es ist erstaunlich, daß noch nie ein kanonischer Autor sich der Natur bedient hat, um Gott zu beweisen.
Der neue Glaube Es bildet sich der Glaubenssatz allmählich: Der liebe Gott ist tot – Gott hab' ihn selig!
Jede gefühlsmäßige Beziehung zu Gott ist sinnlos, Auflehnung nicht minder als Ergebung, denn der Altar, vor dem wir im Staube liegen, wie der, den wir zertrümmern wollen – wir sind es immer selbst, die ihn aufgerichtet haben.