Gott Sprüche

Sprüche über Gott

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Beruhige dein Gemüt durch den Gedanken, daß über aller Leben ein gütiges Auge wacht, ein weiser Wille und eine starke, schützende Hand. All unsere Gedankensprünge macht uns grübelnden Menschen Gott oft durch eine Auskunft zu Schanden, daß wir staunen, weshalb wir nicht auf demselben Weg sind wie er, der doch meist so einfach ist!

Brachvogel, Des Misstrauens Opfer, 1876

Es gibt Länder, wo jeder irgendein beliebiges Wesen zu seinem Gott erheben kann: der Jäger einen Löwen oder einen Fuchs, der Fischer einen bestimmten Fisch.

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Ich kann in dem ganzen Gange, den uns Gottes Vorsehung geführt hat, nur eine besondere Vorherbestimmung erkennen.

Bismarck, Reden. In Jena, am 30. Juli 1857

Ich bleibe in der Überzeugung, unser Gott läßt keinen Deutschen zugrunde gehen, am allerwenigsten Deutschland.

Bismarck, Reden. Aus einer Antwort an die Vertreter der Lehrkörper der deutschen Universitäten, am 1. April 1895

Wir finden die Wege der Vorsehung allemal weise und anbetungswürdig in den Stücken, wo wir sie einigermaßen einsehen können; sollten sie es da nicht noch weit mehr sein, wo wir es nicht können?

Kant, Tröstung einer Mutter bei dem Tode ihres Sohnes. Gedanken bei dem frühzeitigen Ableben des Herrn Johann Friedrich von Funk, in einem Sendschreiben an die Frau Agnes Elisabeth, 1760

Gott ist in der neuen Philosophie, was die letzten fränkischen Könige unter den Majores Domus, ein leerer Name, den man beibehält, um bequemer und unangefochtener sein Wesen treiben zu können.

Schopenhauer, A., Nachlass. Bogen Q (1813)

Ob man sich ein Idol macht aus Holz, Stein, Metall, oder es zusammensetzt aus abstrakten Begriffen, ist einerlei: es bleibt Idololatrie, sobald man ein persönliches Wesen vor sich hat, dem man opfert, das man anruft, dem man dankt.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Zweiter Band. Kapitel 15. Über Religion

Nicht gleich anfangs zeigten die Götter den Sterblichen alles, Sondern sie finden das Bessere suchend im Laufe der Zeiten.

Nestle, Die Vorsokratiker in Auswahl, 2. Auflage 1922 (EA: 1908). 13.

Die Werke des Menschen überleben ihn; Gott aber überlebt seine Werke.

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Gott ist handelnde Liebe.

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Gott ist ein lauter Nichts, ihn rührt kein Nun noch Hier: Je mehr du nach ihm greifst, je mehr entwird er dir.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Allmacht Forschen Fragen du trägst Antwort Fliehen Fürchten du stehst Mut! Stank und Unrat du breitst Reine Falsch und Tücke du lachst Recht! Wahn Verzweiflung du schmiegst Selig Tod und Elend du wärmst Reich! Hoch und Abgrund du bogst Wege Hölle Teufel du siegst Gott!

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Der Vater will es also, daß die Ohnmacht uns zur Demut bringt, die Demut zur Gnade in der Erkenntnis, daß der Vater auf dem schwersten Wege seine liebsten Kinder führt.

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Der Weg zu Gott kann niemals am Menschen vorbeiführen.

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Allgegenwart Gottes: du siehst, hörst, fühlst ihn überall, – er dich nirgends.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Was soll mir ein Zeiger, der sich so rasend schnell dreht, daß er tausendmal in einem Tag die richtige Minute und doch niemals die richtige Stunde weist?

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Es ist erstaunlich, daß noch nie ein kanonischer Autor sich der Natur bedient hat, um Gott zu beweisen.

Pascal, Gedanken über die Religion und einige andere Gegenstände (Pensées sur la religion et sur quelques autres sujets), Erstdruck 1669/70 (posthum)

Rings um unsre Himmelsleiter toben Liebe, Lob, Haß, Spott, unter uns Millionen Streiter, über uns der stille Gott.

Dehmel, Kriegs-Brevier, 1917. Vorangestelltes Motto

Gott ist der rechte Wundermann, Der bald erhöhn, bald stürzen kann.

Neumark, Fortgepflantzter Musikalisch-Poetischer Lustwald, 1657. Aus: Trostlied

Der neue Glaube Es bildet sich der Glaubenssatz allmählich: Der liebe Gott ist tot – Gott hab' ihn selig!

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Jede gefühlsmäßige Beziehung zu Gott ist sinnlos, Auflehnung nicht minder als Ergebung, denn der Altar, vor dem wir im Staube liegen, wie der, den wir zertrümmern wollen – wir sind es immer selbst, die ihn aufgerichtet haben.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927