Gott Sprüche

Sprüche über Gott

1609 Sprüche in dieser Kategorie

Es scheint, daß bei der Schöpfung der Welt und der Dinge der Schöpfer weder frei noch allmächtig gewesen ist. Man möchte meinen, daß er durch eine Reihe von Bedingungen gebunden war: er muß es Winter werden lassen, damit es wieder Sommer werden kann.

Goncourt, Ideen und Impressionen (Idées et sensations), 1866 (dt. 1904)

Gott ist nichts als das vollkommene Ich.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Die Vorsehung Gottes ist auf Seiten der klaren Köpfe.

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Die Majestät und Herrlichkeit des göttlichen Wortes ist unaussprechlich und wir können Gott nimmermehr dafür danken.

Luther, Tischreden oder Colloquia, 1566

Unter Menschen muß man Gott suchen. In den menschlichen Begebenheiten, in menschlichen Gedanken und Empfindungen offenbart sich der Geist des Himmels am hellsten.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Religiöse Fragmente

Alle seine Eigenschaften sind verschieden von den Eigenschaften der Geschöpfe.

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Der Mensch schlägt vor, aber Gott ordnet an.

Thomas von Kempen, Die Nachfolge Christi (De imitatione Christi), um 1418

Gleich den übrigen Göttern und Götzen ist das Eigentum ein menschliches Produkt.

Liebknecht, Die Grund- und Bodenfrage. Vortrag, gehalten im Saal des Schützenhauses zu Meerane am 11. März 1870, Leipzig 1874

Wie tief auch der Mensch gesunken sein mag, ein letzter Rest von Schamhaftigkeit, Ehrfurcht vor dem Heiligen und ähnlichen Gefühlen bleibt ihm doch, da ist der Punkt, wo die Barmherzigkeit Gottes immer wieder anknüpfen, von dem sie den Menschen wieder erobern kann.

Hesekiel, Von Turgot bis Babeuf. Ein socialer Roman, 3 Bde., 1856

Hab ich, Herr, Gnade vor deinen Augen gefunden, so gehe der Herr in unserer Mitte [...]; und vergib uns unsere Missetat und Sünde und lass uns dein Erbbesitz sein.

Altes Testament. Das zweite Buch Mose (Exodus) (#2.Mose 34,9)

Die Psyche der Bedrückten fordert einen gerechten, der Herrschenden einen duldsamen, der Freudefähigen einen lachenden Gott.

Schleich, Erlebtes, Erdachtes, Erstrebtes, 1928

Gott ist nur ein Wort für ›sich‹. Das Tier hat keines dieser beiden Worte. Es ist wortlos sowohl Ich wie Gott, das Wort erst spaltet das Leben in Ich und Gott.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1907

Gott hat seine Höflinge, die ihm schmeicheln, als wenn er ein Fürst wäre.

Börne, Aphorismen und Miszellen, 1828/32. [145]

Gott schläft nicht, dass du ihn aufwecken müsstest mit Geschrei.

Lehmann (Hg.), Florilegum Politicum. Politischer Blumengarten, 1630

Dann was Gott haben will, Das kann niemand verhindern Aus allen Menschenkindern, So viel ihr sind im Spiel.

Heermann, Haus- und Herz-Musica, 1630. Aus: Gott verlässet keinen

Herr, höre meine Stimme! Lass deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens!

Altes Testament. Der Psalter (#Ps 130,2)

Die Menschen haben viele Götter erfunden und werden dies noch weiterhin tun, aber keinen, den sie nicht glaubten, hintergehen zu können.

Pauly, Aphorismen, 1905

Man kann Gott nicht entdecken, nur an seinen Werken erkennen.

Schleich, Erlebtes, Erdachtes, Erstrebtes, 1928

Aufrecht hat Gott den Menschen erschaffen, vorwärts, aufwärts soll er schauen: das scheidet ihn von der ganzen Tierwelt. Aufrecht muß man zu stellen wissen, wenn man versunkene Menschenkinder zu Gotteskindern machen will.

Gotthelf, Die Armennot – Ein Silvestertraum. Traktat, 1840/51. 7. Kapitel

Es genügt, Gott in der Gegenwart die Treue zu halten.

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Was hat denn das Volk von seinen Göttern, wenn es sich nicht ihretwegen prügeln darf?

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)