Gott Sprüche

Sprüche über Gott

1609 Sprüche in dieser Kategorie

Niemand will die richtige gemeine Straße göttlicher Gebote wandeln; jedermann macht sich selbst neue Wege und Gelübde, als hätte er Gottes Gebote alle vollbracht.

Luther, An den christlichen Adel deutscher Nation, 1520

Die Götter wohnen überall! Sie anzuflehn steht schwachen Menschen schön.

Schiller, Semele, Singspiel in zwei Szenen, 1782. 1. Szene, Juno

Was alles für den »lieben Gott« Kinderstubenunart ist!

Raabe, Gedanken und Einfälle (Sämtliche Werke, Dritte Serie, Bd. 6), 1913

Gott ist in Kreaturen unbegreiflich, doch kann man ihn in seinem Worte fühlen und betasten; wiewohl ers nicht macht, wie wir gern wollten, denn er hält nicht unsere Geometrie, Meß- und Rechenkunst.

Luther, Tischreden oder Colloquia, 1566

Die Vorsehung ist gütiger gegen uns tastende Menschen durch ihre Ratschlüsse! Wo wir alle Tore verschlossen glauben, öffnet sie leise ein heimlich Pförtchen, durch das sie uns heraus und zum rechten Heile führt!

Brachvogel, Des Misstrauens Opfer, 1876

Alle Werke Gottes sind unerforschlich und unaussprechlich, keine Vernunft kann sie aussinnen, allein der Glaube faßt sie ohne alle menschliche Kräfte und Zutun.

Luther, Tischreden oder Colloquia, 1566

Durch die Gotteskräfte wird der Mensch bis zum Tage seines Todes immer wieder neu.

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Spät habe ich dich geliebt, du Schönheit, ewig alt und ewig neu, spät habe ich dich geliebt! Und sieh, bei mir drin warst du, und ich lief hinaus und suchte draußen dich, und häßlich ungestalt warf ich mich auf das Schöngestaltete, das du geschaffen. Du warst bei mir, und ich war nicht bei dir. Und was von dir solang mich fernhielt, waren Dinge, die doch, wenn sie in dir nicht wären, gar nicht wären. Du aber riefst und schriest und brachst mir meine Taubheit. Du blitztest, strahltest und verjagtest meine Blindheit. Du duftetest, und ich trank deinen Duft und atme nun in dir. Gekostet hab ich dich, nun hungre ich nach dir und dürste. Und du berührtest mich, ich aber glühte in Sehnsucht auf, in Sehnsucht nach deinem Frieden.

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Deswegen hat uns Gott der Zukunft Schoß verdunkelt, den Vorhang gezogen vor die Herzen der Menschen, daß wir lernen in echtem Heldensinn und hingebendem Vertrauen das Rechte tun, ohne nach dem Gelingen zu fragen, ohne die Anstrengung mit dem Kampf zu messen.

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Der Gott, der Gott sterben läßt, um Gott zu besänftigen.

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In allen, auch den kleinsten Kreaturen, ja auch in ihren Gliedern scheinet und siehet man öffentlich Gottes Allmacht und Wundertaten. Denn welcher Mensch, wie gewaltig, weise und herrlich er auch ist, kann aus einer Feige einen Feigenbaum oder eine andere Feige machen?

Luther, Tischreden oder Colloquia, 1566

Gott ist eine leere Tafel, auf der nichts weiter steht, als was du selbst darauf geschrieben.

Feuerbach, Erläuterungen und Ergänzungen zum Wesen des Christenthums, 1846. Das Wesen des Glaubens im Sinne Luthers, 1844

Sprach der Herr am sechsten Tage: »Hab am Ende nun vollbracht Diese große, schöne Schöpfung, Und hab alles gut gemacht. Wie die Sonne rosengoldig In dem Meere widerstrahlt! Wie die Bäume grün und glänzend! Ist nicht alles wie gemalt? Sind nicht weiß wie Alabaster Dort die Lämmchen auf der Flur? Ist sie nicht so schön vollendet Und natürlich, die Natur? Erd' und Himmel sind erfüllet Ganz von meiner Herrlichkeit, Und der Mensch, er wird mich loben Bis in alle Ewigkeit!«

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Verschiedene. Schöpfungslieder, 5.

Zu vieles missriet ihm, diesem Töpfer, der nicht ausgelernt hatte! Dass er aber Rache an seinen Töpfen und Geschöpfen nahm, dafür dass sie ihm schlecht gerieten, — das war eine Sünde wider den guten Geschmack.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Vierter und letzter Teil, 1885. Außer Dienst

Gott tut nichts, wozu er dem Menschen Mittel und Kräfte gegeben, es selbst zu tun.

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O wie schön und wie göttlich ist die Berührung zweier Seelen, die sich auf ihrem Wege zur Gottheit begegnen.

Schiller, F., Briefe. An Gottfried Körner, 3. Juli 1785

Zwei Stufen, wo man dem Schöpfer am nächsten ist: die höchste Erhöhung und die tiefste Erniedrigung. Beide verschmelzen an ihren Grenzen und gehen ineinander über.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Gott hört, wenn er es auch nicht gleich sagt.

Oesch (Hg.), Russische Sprichwörter. Ausgewählt und übersetzt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Gott Was soll der häßliche Weltriß? Das All in Stücke zerschellt! Gott ist das Liebesverhältnis Der Teile der ewigen Welt.

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Wenn Gott die allumfassende Wahrheit ist, dann kann er nicht ungnädig auf uns herabblicken, wenn wir uns selbst treu bleiben.

Galsworthy, Die dunkle Blume (The Dark Flower), 1913

Die Liebe Gottes kann so werden übertrieben, Daß sie für Sünd' es hält den Menschen auch zu lieben.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839