Gott Sprüche
Sprüche über Gott
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Bei Tag bist du das Hörensagen, das flüsternd um die Vielen fließt; die Stille nach dem Stundenschlagen, welche sich langsam wieder schließt. Jemehr der Tag mit immer schwächern Gebärden sich nach Abend neigt, jemehr bist du, mein Gott. Es steigt dein Reich wie Rauch aus allen Dächern.
Hätte mich der Herrgott bei der Schöpfung um Rat gefragt, hätte ich etwas Einfacheres empfohlen.
Deiner Sanftmut Schild, Deiner Demut Bild Mir anlege, mir einpräge, Daß kein Zorn noch Stolz sich rege. Vor dir sonst nichts gilt, Als dein eigen Bild.
Nur im Dienste eines Herrn leistet man das, was man wirklich kann. Es gibt keinen höhern Herrn als Gott.
Wo bist du, Gott? Wo bist du, Gott? Ich hab die Wälder Mit deinem Namen wachgeschrien, Ließ heißaufweinend durch die Felder Nach dir der Stimme Sehnsucht ziehn. Ich hab das Meer gefragt, die Stürme Nach ihrer Heimat Ewigkeit. Ich schrieb ins Glockenerz der Türme, Wie meine Seele nach Dir schreit. Die Frommen fragt ich, mit den Spöttern Hab ich beim Weine dich verlacht, Hab in des Meeres Blitzeswettern Nach dir gefiebert, Meer der Nacht. Mit Beten, Betteln, Grimm und Fluchen, Mit rastlos unerschöpfter Not – Jetzt steh ich still. Wer hilft mir suchen? Hörst du mich nicht? Wo bist du, Gott?
Ich saß auf einem Steine Und deckte Bein mit Beine, Drauf setzte ich den Ellenbogen Und hatt in meine Hand gezogen Mein Kinn und eine Wange. Da dacht' ich sorglich lange, Weshalb man auf der Welt sollt' leben. Ich konnte mir nicht Antwort geben, Wie man drei Ding erwürbe. Daß kein davon verdürbe, Die zwei sind Ehr und irdisch Gut, Das oft einander schaden tut, Das dritt ist Gottgefallen, Das wichtigste von allen.
Wir glauben immer, daß Gott uns selbst ähnlich sei: die Nachsichtigen verkünden ihn als nachsichtig, die Haßerfüllten predigen, daß er furchtbar sei.
Glaubt Ihr, Gott lenke nur, wenn der Mensch denkt! – Da hätt' er ein Leben, wie der Herrgott in Frankreich.
Vor Blumen und Sternen vor Quellen und rauschenden Hainen, neigt Euch in Ehrfurcht, andächtig gedenk des Einen, der in Schöpferfülle hinter den Dingen steht.
Nicht auf Lichter und Lampen kommt es an, und es liegt nicht an Mond und Sonne, sondern was nottut ist, daß wir Augen haben, die Herrlichkeit Gottes sehen zu können.
Einmal lieb' ich, und einmal leb' ich, unsterbliche Götter! Wenn ihr das Eine mir raubt, nehmt auch das Andre dahin!
Welcher vernünftige Mensch wird zum Beispiel glauben, daß der erste, zweite und dritte Tag der Schöpfung … ohne Sonne, Mond und Sterne vor sich gegangen sei. …Wer ist so einfältig zu glauben, daß Gott nach Art eines landbebauenden Menschen ein Paradies in Eden gepflanzt und einen sichtbaren und genießbaren Baum des Lebens dareingesetzt hat…?
Wenn ich Gott wäre, würde ich das Rezept für mich behalten.
Ich weiß nicht, ob Gott existiert; aber für sein Ansehen wäre es besser, wenn es ihn nicht gäbe.
Wer die Menschen fürchtet, der fürchtet nicht Gott. Wer aber Gott fürchtet, der fürchtet nicht die Menschen.
Wenn du Götzen zerschlägst eines andern – vergiß nicht, daß es ihm Götter sind.
Wie? Ist der Mensch nur ein Fehlgriff Gottes? Oder Gott nur ein Fehlgriff der Menschen?