Gott Sprüche

Sprüche über Gott

1609 Sprüche in dieser Kategorie

Der Mensch schmiedet tausend spaßige Gemeinschaften zwischen sich und Gott: hält er ihn nicht auch für seinen Landsmann?

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Wenn ein Gott diese Welt gemacht hat, so möchte ich nicht der Gott sein: ihr Jammer würde mir das Herz zerreißen.

Schopenhauer, A., Nachlass. Reisebuch (1822?)

Heiliger und ehrfurchtsamer ist es, zu glauben, denn zu untersuchen, was die Götter tun.

Tacitus, Germania, 98 n. Chr

Gott bezahlt seine Schulden nicht mit Geld.

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Der Mensch muß ein Höheres, ein Göttliches anerkennen – ob in sich, über sich, gleichviel. Ohne den Blick auf ein solches fällt er vornüber und läuft auf allen Vieren.

Hamerling, Danton und Robespierre. Tragödie in fünf Aufzügen, Hamburg 1871

Gebet Herr, den ich tief im Herzen trage, sei du mit mir! Du Gnadenhort in Glück und Plage, sei du mit mir! Im Brand des Sommers, der dem Manne die Wange bräunt, Wie in der Jugend Rosenhage, sei du mit mir; Behüte mich am Born der Freude vor Übermut, Und wenn ich an mir selbst verzage, sei du mit mir! Gib deinen Geist zu meinem Liede, daß rein es sei, Und daß kein Wort mich einst verklage, sei du mit mir! Dein Segen ist wie Tau der Reben; nichts kann ich selbst, Doch daß ich kühn das Höchste wage, sei du mit mir! O du mein Trost, du meine Stärke, mein Sonnenlicht, Bis an das Ende meiner Tage sei du mit mir!

Geibel, E., Gedichte. Juniuslieder. Vermischte Gedichte

Gott hat auf Erden soviel Raum, als der Mensch ihm macht.

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Es kommt mir so vor, als ob ich nichts aus mir heraus willkürlich tun kann, als ob ich geführt werde, sanft, wenn ich mich füge, rauh, wenn ich widerstehe.

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Verehre die Wege der Vorsehung auch da, wo sie deinem blöden Auge ungerecht scheinen.

Herder, Liebeskind, Krummacher (Hg.), Palmblätter. Erlesene morgenländische Erzählungen für die Jugend, 4 Bde., 1786-1800. Mirzas zweites Gesicht

Halte dich nicht auf über das ›Wie‹ der Menschwerdung, sondern freue dich darüber, daß Gott sich mit dir verbinden will.

Merian (Hg.), Trotzdem. 366 deutsche Gedanken und Gedichte, Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1926

Und [du] darfst nicht sagen, daß du nicht in Gott lebest und bist oder daß Gott etwas fremdes sei, zu dem du nicht kannst kommen, sondern wo du bist, da ist die Porten Gottes.

Böhme, Aurora oder Morgenröte im Aufgang, 1612. 23. Kapitel: Von der Tiefe über der Erden

Auch Gott spricht. Von der Sprache des Ewigen erblickt das Auge mehr, Wie das Ohr von ihr hört.

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Streit mit der Welt bedeutet Frieden mit Gott.

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Wer einmal Gottes Willen wählt, muß Gottes ganzen Willen wollen. Nicht nur den Teil, der gerade nützlich trifft.

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Ein Gott, der allwissend und allmächtig ist und der nicht einmal dafür sorgt, daß seine Absicht von seinen Geschöpfen verstanden wird, – sollte das ein Gott der Güte sein?

Nietzsche, Morgenröte. Gedanken über die moralischen Vorurteile, 1881

Der liebe Gott muß mir bald sagen, was er will und was ich darf. An ihm ist jetzt der Entschluß.

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Gott, dich verliert keiner, wenn nicht schmählich hintergangen, dich sucht keiner, wenn nicht eindringlich gemahnt; dich findet keiner, wenn nicht gründlich gereinigt.

Lesaar (Hg.), Wahrheit und Liebe. Belehrende und erbauende Gedanken aus den Werken des hl. Augustinus, zusammengestellt und übersetzt von Heinrich Hubert Lesaar, Mainz 1928

Warum hat Gott die Welt da erschaffen, wo sie ist, und nicht einen Meter weiter links?

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Aber Gott will auch, daß der Mensch betrachte die vergangenen Zeiten; nicht als Eintagsfliege ohne Zukunft hat Gott den Menschen geschaffen, und wer die ihm geordnete Zukunft genießen will, muß sich dazu stärken an der Vergangenheit.

Gotthelf, Kurt von Koppigen. Erzählung, 1844/50

Wir reden viel über Gott, aber wenig mit ihm.

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Gott steht außerhalb des Verstehens. Wir können nur sagen was Ernichtist, aber nicht, was Er ist.

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