Gott Sprüche

Sprüche über Gott

1609 Sprüche in dieser Kategorie

Unser Leben vergeht mit der Suche nach Gott, denn es vergeht mit der Suche nach dem, was uns fehlt.

Jouffroy, Das grüne Heft (Le cahier vert), entstanden 1822-36

"Sag mir, was ist Gott" frug sinnend einst die Geliebte, und ich küßt' sie und sprach: "Gott ist die Liebe, mein Kind!"

Internet

So will's ja der Berater Der Welt, daß in der Kunst Das Kind den eignen Vater Erlöst vom ird'schen Dunst, Und für die heil'ge Schüssel Voll Blut's, die er vergießt, Ihm dankt mit einem Schlüssel, Der ihm das All erschließt.

Hebbel, F., Gedichte. Aus: Ein Geburtstag auf der Reise

Gott ist gestorben und sein Tod war das Leben der Welt.

Mainländer, Philosophie der Erlösung I, 1876

Es gibt nämlich Personen von heiliger Einfalt, die für die Geschäfte und Gebräuche der Welt wenig, für den Umgang mit Gott aber viel Verständnis besitzen.

Internet

Liebe zum Guten (zu Gott) und Unsterblichkeitsglaube ist ein und dasselbe.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Die Vorstellung von Gott ist wie eine Haut: Jeder legt sich seine eigene zu.

Internet

Wähnet nicht, man könne Gott mit Beten, nicht aber mit Gehorsam dienen.

Internet

Er, der die größten Taten läßt vollbringen, Legt oft in schwache Hände das Gelingen.

Shakespeare, Ende gut, alles gut (All's Well That Ends Well), Erstdruck 1623

Es gibt Menschen, von denen man nicht sagen kann, daß sie Gott fürchten, sondern sagen muß, daß sie Angst vor ihm haben.

Internet

Der euch entgegentritt auf jeder Spur, den Allerhalter nennet ihr – Natur. Was sträubt ihr euch, ihn Gott zu nennen? Das macht, ihr wollt ihn nicht bekennen.

Internet

Es gibt keinen Gott außer in der Freiheit, wie es keine Freiheit gibt außer in Gott.

Ball, Die Folgen der Reformation. Zur Kritik der deutschen Intelligenz, 1919

Darum sollen wir Gott anbeten, welcher nur im Geiste, das ist in dem Innersten des Menschen, verehrt werden kann.

Internet

Angenommen, es sei sicher, daß es Gott gibt oder ihn nicht gibt, und daß es keinen Mittelweg gibt. Für welche Seite werden wir uns entscheiden? Lassen Sie uns ein Spiel spielen, bei dem es zu einer Entscheidung für "Kopf oder Zahl" kommt. Mit Vernunft können wir weder das eine noch das andere versichern; mit Vernunft können wir weder das eine noch das andere ausschließen. Verfallen Sie also nicht dem Irrtum, daß hierbei eine richtige Wahl getroffen werden könnte, denn Sie wissen nicht, ob Sie falsch liegen oder schlecht gewählt haben. Sowohl wer sich für Kopf entscheidet, als auch wer sich für Zahl entscheidet, beide liegen falsch: Die Wahrheit kann nicht durch eine Wette entschieden werden, aber es muß gewettet werden. Es gibt keine Freiwilligkeit, Sie müssen sich darauf einlassen. Wenn Sie nicht wetten, daß es Gott gibt, müssen Sie wetten, daß es ihn nicht gibt. Wofür entscheiden Sie sich? Wägen wir den Verlust dafür ab, daß Sie sich dafür entschieden haben, daß es Gott gibt: Wenn Sie gewinnen, gewinnen Sie alles, wenn Sie verlieren, verlieren Sie nichts. Setzen Sie also ohne zu zögern darauf, daß es ihn gibt.

Pascal, Gedanken über die Religion und einige andere Gegenstände (Pensées sur la religion et sur quelques autres sujets), Erstdruck 1669/70 (posthum)

Mein ganzes Leben war eine einzige, lange Suche nach Gott. Überall, zu jeder Stunde, an jedem Ort habe ich seine Spur, seine Gegenwart gesucht. Der Tod wird für mich nichts als ein wunderbarer Aufbruch sein.

Internet

Gott ist so groß und unbeschränkt, daß man ihn teilen muß, um ihn zu begreifen.

Internet

Gott ist ein Suchen – finden ist ein Götze.

Essigmann, Gott, Mensch und Menschheit. Aphorismen, 1916

Ich leb, ich sterb... Ich leb, ich sterb: ich brenn und ich ertrinke, ich dulde Glut und bin doch wie im Eise; mein Leben übertreibt die harte Weise und die verwöhnende und mischt das Linke mir mit dem Rechten, Tränen und Gelächter. Ganz im Vergnügen find ich Stellen Leides, was ich besitz, geht hin und wird doch echter: ich dörr in einem und ich grüne, beides. So nimmt der Gott mich her und hin. Und wenn ich manchmal mein, nun wird der Schmerz am größten, fühl ich mich plötzlich ganz gestillt und leicht. Und glaub ich dann, ein Dasein sei erreicht, reißt er mich nieder aus dem schon Erlösten in eine Trübsal, die ich wiederkenn.

Internet

Gott wendet sich nicht zuerst an den Verstand, sondern an das Herz.

Internet

Gott ist der größte unter den Ingenieuren.

Internet

Ich denke immer, das beste Mittel, Gott zu erkennen, ist, viel zu lieben.

Internet