Gott Sprüche

Sprüche über Gott

1609 Sprüche in dieser Kategorie

…doch was Gott ist, bleibt unverständlich Dem Geist des Menschen, der ja doch nur endlich.

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Vor dem Schlaf Da weht mich wieder jene Ahnung an, ein Federflaum von jenem großen Grauen, ein Nichts, genug, um alles doch zu schauen, was mir von allem Anfang angetan. Und klopft ans Herz: Du bist in einer Falle, versuch's und flieh! Dies hast du doch gemeinsam, das einzig eine, worin alle einsam, und keiner will und dennoch müssen alle. Wer wird in jener Nacht nach diesen Nächten bei dir sein, um den letzten Streit zu schlichten, Endgültiges dir helfen zu verrichten, damit sie dort nicht allzu strenge rechten? Dies war ein Blick aus dem Dämonenauge, das mich im Dämmern eingenommen hatte. So prüft das Leben mich, das nimmermatte, ob nun noch ihm zum Widerstand ich tauge. Noch wart ich auf das Wunder. Nichts ist wahr, und möglich, daß sich anderes ereignet. Nicht Gott, nur alles leugn' ich, was ihn leugnet, und wenn er will, ist alles wunderbar.

Kraus, Worte in Versen I-IX, 1922-1930. VIII.

Denen, die Gott lieben, verwandelt er alles in Gutes, auch ihre Irrwege und Fehler läßt Gott ihnen zum Guten werden.

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Er, der hier im Menschen wohnt, und jener dort in der Sonne, die sind eins.

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Und magst in der Prosa den Herrgott du flieh'n – In der Dichtung kommst du nicht aus ohne ihn!

Vierordt, Deutsche Hobelspäne. Stoßseufzer und Stammbuchblätter, 1909

In der Persönlichkeit Gottes feiert der Mensch die Übernatürlichkeit, Unsterblichkeit, Unabhängigkeit und Unbeschränktheit seiner eignen Persönlichkeit.

Feuerbach, Das Wesen des Christentums, 1841. Erster Teil. Das wahre, d. i. anthropologische Wesen der Religion. 10. Kapitel: Das Geheimnis des Mystizismus oder der Natur in Gott

Auf welche Weise soll ich dich suchen? Denn wenn ich dich suche, suche ich das glückselige Leben… Ich will dich suchen, auf daß meine Seele lebe. Denn mein Leib lebt durch meine Seele und meine Seele lebt durch dich.

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Man sagt, daß Gott überall ist, aber immer denken wir an ihn als an ein etwas Entferntes.

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So viel kann ich Sie versichern, daß ich mitten im Glück in einem anhaltenden Entsagen lebe, und täglich bei aller Mühe und Arbeit sehe, daß nicht mein Wille, sondern der Wille einer höhern Macht geschieht, deren Gedanken nicht meine Gedanken sind.

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Denke nicht, daß das Wohlgefallen vor Gott so sehr in vielen Werken besteht, sondern darin, sie mit gutem Willen zu wirken, ohne Besitzdenken und falsche Rücksichten.

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Selbst die Götter können ihre Geschenke nicht widerrufen.

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Gott hört auch, was man in Gedanken singt.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1845

Nie wird der die Statue auf dem Altar gehörig verehren, der sie als einen Stamm im Garten gekannt hat.

Gracián, Handorakel und die Kunst der Weltklugheit (Oráculo manual y arte de prudencia), 1647. Erste deutsche Übersetzung 1711. Hier in der Übersetzung von Arthur Schopenhauer 1828-32, Erstdruck 1871. [198.]

Gott lieben, heißt das wünschen, was Gott wünscht. Er wünscht aber allen das Gute.

Tolstoi, Aufruf an die Menschheit, 1901

Die Welt ist nicht wie ein Gebäude, das weiter besteht, wenn auch sein Baumeister ruht und abwesend ist. Wenn Gottes Hand die Welt nicht mehr trägt und regiert, hört sie auf, zu sein.

Lesaar (Hg.), Wahrheit und Liebe. Belehrende und erbauende Gedanken aus den Werken des hl. Augustinus, zusammengestellt und übersetzt von Heinrich Hubert Lesaar, Mainz 1928

Höre mich an, du gerechter Geist der Schöpfung, und entscheide, wer der Dieb sei: ob derjenige, der mir die Freiheit nimmt, den Boden zu benutzen, der mir mit meiner Geburt gegeben ward, oder, wenn ich einen Teil der Erde dazu benütze, um auf ihr zu wohnen und mich von ihr zu ernähren in Wahrheit und Frieden.

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Es ist schlimm, daß die Leute Gott nicht kennen, aber über alles schlimm ist, daß sie für Gott anerkennen, was kein Gott ist.

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Alles, was uns besser und glücklicher machen kann, hat Gott direkt vor uns hin oder in die Nähe von uns gestellt.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Der König fragte den Heiligen: "Denkst du auch an mich?" Der Heilige antwortete: "Ja, dann, wenn ich Gott vergesse."

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Gott macht keine Geldstücke, aber aus einem Beutel nimmt er und in den andern wirft er.

Oesch (Hg.), Spanische Sprichwörter, ausgewählt und gesammelt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Jeder Begriff von Gott ist leeres Geschwätz. Aber die Idee der Gottheit ist die Idee aller Ideen.

Schlegel, F., Fragmentensammlungen (Kritische Fragmente, Blüthenstaub, Athenäums-Fragmente, Ideen), 1797-98. Ideen [15]