Gott Sprüche

Sprüche über Gott

1609 Sprüche in dieser Kategorie

Ich wäre der unglücklichste Mensch der Welt, wenn ich wüsste, dass ich nicht in der Gnade Gottes stünde.

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Gott lieben ist nicht das Letzte. Das Letzte ist Gottseligkeit.

Rathenau, Auf dem Fechtboden des Geistes. Aphorismen aus seinen Notizbüchern, Verlag Der Greif, Wiesbaden 1953

Ein Mensch, der Gott gehorcht, erwählt das beste Teil; Ein Mensch, der Gott verläßt, verläßt sein eignes Heil.

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Wer Gott finden will, muss sich selbst verlieren.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Gott ist für diejenigen, die an ihn glauben, weiter nichts, als ihnen alle unbekannten Ursachen.

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Gebet eines Spielmanns Ich möchte wohl, wenn's möglich wär Daß Gott bekäm, was ich bekam Die Sorgen all, und all den Gram Und daß ich Gott wär, so wie er. Dann ging es ihm, wie's mir geschah Ich zahlt ihm was mir ward zurück Wie immer nur dem Schlechten ja Gewährt wird seiner Güter Glück So hole er sich dort den Dank Und nicht bei mir für seine Gaben Mir lieh er keinen Heller blank Die Seele nur – die kann er haben.

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Wie recht hatten die Archaischen, die denselben Gott für Diebe und für Händler hatten.

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Nicht durch Stimmenmehrheit sind Himmel und Erde entstanden [...].

Hebbel, F., Gedichte. Aus: Der Genius

Man sollte [...] bedenken, daß 'Gott' für jeden Menschen etwas anderes ist, wie für jeden Menschen Welt und Ich etwas anderes ist, daß ich Gott nicht anders definieren kann als das, von dem ich mich schlechthin abhängig fühle.

Ernst, P., Novellen. Fortsetzung der Geschichte von der Taufe

Manche hast Du mit Gewalt geladen. Manche randvoll angefüllt mit Gnaden. In manchen Seelen sammelst du Geschick, daß sie tausend Leben leben in dem einen.

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Warum redest du von Gott mehr als du weißt, oder dir geoffenbaret ist?

Böhme, De triplici vita hominis, oder Hohe und tiefe Gründung von dem dreifachen Leben des Menschen, 1620. 1. Kapitel

Es peitscht mancher seinen Gott, wo er sich peitschen sollte!

Gött, Zettelsprüche. Aphorismen, hg. von Volker Schupp und Reinhard Pietsch, Universitätsbibliothek Freiburg i. Br. 1982

Was dem Menschen unversöhnlich scheint, weiß einer, der die Herzen lenkt, in Liebe zu vergleichen über alles Hoffen.

Freytag, Die Ahnen, 6 Bde., 1872-80. Marcus König. Bei den Augustinern

Forschen nach Gott Ich suche dich, ich suche dich, o Unerforschlicher! der du im Dunkel wohnest, und über Geisterwelten thronest; unsichtbar streust du Segen aus; wo ist dein großes Vaterhaus? Unendlicher! Unendlicher! wo find ich dich? Ich suche dich, ich suche dich, o Unergründlicher ! In unermeß'nen Fernen, da strahlt dein Thron von jenen Sternen, Umwehst du mich im Frühlingshauch, und duftest mir vom Blüthenstrauch; du Herrlichster! du Herrlichster! wo find ich dich? Bist du ein Traum? bist du ein Traum? o Unbegreiflicher! Woher die Sternenheere? dies Blumenland? die Früchte, Meere? der Mensch, dein Bild voll Geist, Verstand? Es sind die Werke deiner Hand! Allschaffender! Allschaffender! du bist kein Traum!

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Der Gott der Christen ist ein Vater, der ein riesiges Aufhebens um seine Äpfel macht, aber keine großen Versuche unternimmt, seinem Sohn zu helfen.

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Wenn die Gottheit den Gebeten der Menschen folgen würde, so würden alle Menschen allzu schnell umkommen: soviel Schlimmes erbitten sie fortwährend füreinander.

Nestle, Die Nachsokratiker, 2 Bde., 1923. Aus unbestimmten Schriften [73]

Nur Gott ermißt den Weg der Heidenseele, den fürchterlichen Steilhang hin zum Ziel. Nur Gott wägt ihre Angst vor Furcht und Fehle, die wache Angst des Wissenden, der fiel.

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Du kleidest Dich mit meiner Seele und bist doch selbst ihrer innerst Kleid.

Mechthild von Magdeburg, Das fließende Licht der Gottheit, 1869. II, 5

Mag schwinden das Leben, mag nahen der Tod, Wir können nicht sinken, denn Helfer ist Gott.

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Grabschrift des Pietro Aretino (Nach dem Italienischen) Böses nur sagte der Schelm von jedermann, außer von Gott nicht. Aber wieso? Er sprach: »Selbigen kenne ich nicht.«

Mörike, E., Gedichte

Als Gott den ersten Menschen schuf, da war ihm schon der letzte kund, Gedanken hört er wie den Ruf, die Herzen kennt er aus dem Grund.

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