Gott Sprüche

Sprüche über Gott

1609 Sprüche in dieser Kategorie

O, wollten halb so eifrig nur dem Himmel wir uns weih'n, Als schöner Weiber Dienste – traun, wir könnten Engel sein!

Moore, National Airs, 6 Bde., 1818-27. Aus: Row gently here, übersetzt von Ferdinand Freiligrath 1836

Gott lehrt die Menschen, der Teufel dressiert sie.

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Niedergang »Er sinkt, er fällt jetzt« – höhnt ihr hin und wieder; Die Wahrheit ist: er steigt zu euch hernieder! Sein Überglück ward ihm zum Ungemach, Sein Überlicht geht eurem Dunkel nach.

Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft (La gaya scienza), 1882 (ergänzt 1887). Scherz, List und Rache. Vorspiel in deutschen Reimen

Gott redet nicht; er unterweist nur durch Wirkungen und Geschehnisse.

Mengzi, Mong Dsi (Mong Ko). Die Lehrgespräche des Meisters Meng K'o, übersetzt von Richard Wilhelm 1916

Gott gebe dir keinen Frieden, doch seine Herrlichkeit!

Unamuno, Das tragische Lebensgefühl (Del sentimiento trágico de la vida en los hombres y en los pueblos), 1913. Schlusssatz

Gott wollte die Menschen züchtigen, da sandte er ihnen die Juristen.

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Gott, so sagt man, ist seinen Geschöpfen nichts schuldig. Ich glaube, er ist ihnen alles schuldig, was er ihnen versprach, da er ihnen das Sein gab.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762

Gott ist die Religion.

Vischer, Auch Einer. Eine Reisebekanntschaft, 2 Bde., 1879

Gott ist das Beste in allem.

Vischer, Auch Einer. Eine Reisebekanntschaft, 2 Bde., 1879

Um zu glauben, daß Einer das alles gemacht hat, braucht man doch sicher mehr Gedanken, als um zu wissen, daß er es nicht gemacht hat – ihr Idioten des freien Geistes!

Kraus, Nachts. Aphorismen, 1924. VI. Nachts

Gott wird oft von vielen als Zeuge angerufen: sie wissen, dass er keine Aussagen macht.

Weiß, So seid Ihr! Erste Folge, 1906

Es ist gut, dass der liebe Gott immer noch besser für und von uns denkt, als wir Menschen es voneinander tun.

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Gleichartig sind Götter und die sterblichen Menschen geboren.

Hesiod, Werke und Tage, um 700 v. Chr

Jeder Mensch hat die Sehnsucht, sich unter etwas Erhabenes zu stellen, einem Gott zu dienen.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Confiteor Sieh', Du mußt es mir vergeben, Wenn ich manchmal schroff und hart: Toll und traurig war mein Leben, Eine wüste Pilgerfahrt. Schwer hab ich nach Haus' gefunden, Bitter mußt' ich irre geh'n, Und ich kenne Stunden … Stunden, Wo Gespenster auferstehen.

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Die Furcht vor der Gesellschaft, auf der die Moral sich aufbaut, die Furcht vor Gott, die das Geheimnis der Religion ist – das sind die beiden Gewalten, die uns beherrschen.

Wilde, Das Bildnis des Dorian Gray (The Picture of Dorian Gray), 1890

Wer von Gott erhört werden will, der höre zuerst auf Gott.

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Gott hilft uns nicht so sehr selbst als durch Menschen, die ihm nahe sind.

Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags

Mißhör mich nicht, du holdes Angesicht! Wer darf ihn nennen? Und wer bekennen: Ich glaub' ihn. Wer empfinden, Und sich unterwinden Zu sagen: ich glaub' ihn nicht? Der Allumfasser, Der Allerhalter, Faßt und erhält er nicht Dich, mich, sich selbst? Wölbt sich der Himmel nicht dadroben? Liegt die Erde nicht hierunten fest? Und steigen freundlich blickend Ewige Sterne nicht herauf? Schau' ich nicht Aug' in Auge dir, Und drängt nicht alles Nach Haupt und Herzen dir, Und webt in ewigem Geheimnis Unsichtbar sichtbar neben dir? Erfüll davon dein Herz, so groß es ist, Und wenn du ganz in dem Gefühle selig bist, Nenn es dann, wie du willst, Nenn's Glück! Herz! Liebe! Gott! Ich habe keinen Namen Dafür! Gefühl ist alles; Name ist Schall und Rauch, Umnebelnd Himmelsglut.

Goethe, Faust. Der Tragödie erster Teil, 1808. Marthens Garten. Faust zu Margarete (Antwort auf die 'Gretchenfrage')

Was dir erscheint, ist nicht, es zerrinnt wie ein eitles Traumbild Spurlos: Einer nur ist, Gott, der dir nirgend erscheint.

Anonym, Unumstößliche Beweise für die Unsterblichkeit der menschlichen Seele, niedergelegt in den erhabensten Gedanken und Aussprüchen der hervorragendsten Menschen aller Zeiten und Nationen, 1858

Ich suche in mir den Gott, den ich außer mir überall finde.

Sanders (Hg.), Citatenlexikon. Sammlung von Citaten, Sprichwörtern, sprichwörtlichen Redensarten und Sentenzen, 1899