Gott Sprüche

Sprüche über Gott

1609 Sprüche in dieser Kategorie

Der Instinkt, der einen Gott verlangt, ist erhabener als die Spitzfindigkeit, die ihn verwirft.

Vinet, Über die Moralisten des 16. und 17. Jahrhunderts (Études sur les moralistes aux XVIe et XVIIe siècles), übersetzt von Zimmermann 1859

Götter haben schon oft geringere Hütten betreten.

Ovid, Metamorphosen, entstanden um 1 oder 3 bis 8 n. Chr

Die Menschenliebe ist, im Grunde genommen, nicht eigentlich Menschen-, sondern Gottesliebe, die das im Menschen liebt, was göttlich ist, und nicht das arme, verworrene Geschöpf an sich.

Merian (Hg.), Der Ruf. 366 Gedanken und Gedichte, Verlag Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1923

Gott ist nicht wählerisch in seinen Boten und Werkzeugen, und die irren sich, die da meinen, daß er die Welt mit spitzen Fingern anfasse und das Nämliche von ihnen verlange.

Raabe, Im alten Eisen, 1887. 20. Kapitel

Gott erhalte dich freudig in ihm, denn außer ihm gibt es auch eben keine Freude!

Fichte, J. G., Briefe. An seine Frau, 1807

Solche Leute will der König lehren, Die ein jedes Kind mit Nutzen hören, Und fröhlich wissen, Daß sie Schüler sind, und lernen müssen.

Zinzendorf, N. L., Gedichte. Aus: Segen der Demuth, 1728

Den Wald vor Bäumen nicht seh'n, das kann gescheh'n! – Doch an den Stämmen die Stirn sich blutig rennen Und doch nicht erkennen, Daß man im dichtesten Wald sich verirrt? Das passiert!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Denn im Anfang war der Mensch und seine GötterEins, da, sich selber unbekannt, die ewige Schönheit war.

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Erster Band. Zweites Buch. Hyperion an Bellarmin

Du wandeltest des Volkes Schmach Zu Hoheit, Glanz und Majestät: – O Gott, vernichte nicht das Werk, Das Dir zum Preis errichtet steht!

Wagner, Rienzi, der Letzte der Tribunen. Große tragische Oper in 5 Akten, uraufgeführt 1842

Zum Ebenbild Gottes muss ein falsches Original gesessen haben.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Ich glaube nicht an Gott, ich sehe ihn täglich.

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Wir sind von Gott beiderseitig getrennt: Der Sündenfall trennt uns von ihm, der Baum des Lebens trennt ihn von uns.

Kafka, Oktavhefte. Achtes Heft, 1916

Es gibt nichts, was Gott nicht bewirken könnte.

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Gott ist ein Einziger, warum demnach als Vater, Sohn und heil'gen Geist ihn grüßen?

Hatif Isfahani, Gedichte. Aus: Hymnus auf göttliche Einheit und Liebe. Übersetzt von Ottokar Schlechta von Wssehrd, 1851

Ich genüge mich an meinem Stande Ich genüge mich an meinem Stande, in den der Höchste mich gesetzt, Und acht es gar für keine Schande, bin ich nicht jedem gleichgeschätzt. Ich darf so wenig meinen Schöpfer anklagen als der Ton den Töpfer.

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Die Götter leben, Erkenne sie, die furchtbar dich umgeben!

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. Zweiter Chor

Wenn die Götter ihr verjagt, Kommen die Gespenster.

Geibel, E., Gedichte. Gedichte und Gedenkblätter, Stuttgart 1865

Entführung Wenn die leichte Kerzenflamme schwehlend sich gespenstisch hebt, die am runden weißen Stamme zuckend wie gefangen klebt, und ein Hauch im düstern Zimmer unbemerkt sie plötzlich treibt, daß ihr flüchtig blasser Schimmer schattend einen Kreis beschreibt: fühlst du dich im tiefsten Kerne wie von einem Ruf berührt, der dich in die große Ferne, in die Ewigkeit entführt, fühlst dich über diesem Leben körperfrei im Wirbelwind lautlos zu den Quellen schweben, draus die Zeit ins Dunkel rinnt.

Schaukal, Gedichte, 1918

Nicht eignet sich für Menschenzungen, Was nur der Himmel weiß und kennt.

Schack, A. F., Gedichte. Erstdruck der ersten Gedichtsammlung 1866; Erstdruck der zweiten Gedichtsammlung (Weihgesänge) 1878. Aus: Du willst, daß ich in Worte füge

Das, was Gott zum Heil gibt, wird entheiligt zum Fluch.

Gotthelf, Zeitgeist und Berner Geist. Roman, 1851

[...] Der weltregierenden Macht ist kein einzelner Mann unersetzlich.

Schiller, Geschichte des Dreißigjährigen Kriegs, 1790