Gott Sprüche – eltern

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Er aber wandelt hin zu Unsterblichen; Denn nirgend darf er bleiben, als wo Ihn in die Arme der Vater aufnimmt.

Hölderlin, F., Gedichte. Aus: Der gefesselte Strom (1801)

Ob man sich ein Idol macht aus Holz, Stein, Metall, oder es zusammensetzt aus abstrakten Begriffen, ist einerlei: es bleibt Idololatrie, sobald man ein persönliches Wesen vor sich hat, dem man opfert, das man anruft, dem man dankt.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Zweiter Band. Kapitel 15. Über Religion

Der Vater will es also, daß die Ohnmacht uns zur Demut bringt, die Demut zur Gnade in der Erkenntnis, daß der Vater auf dem schwersten Wege seine liebsten Kinder führt.

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Gleich den übrigen Göttern und Götzen ist das Eigentum ein menschliches Produkt.

Liebknecht, Die Grund- und Bodenfrage. Vortrag, gehalten im Saal des Schützenhauses zu Meerane am 11. März 1870, Leipzig 1874

Gott hat seine Höflinge, die ihm schmeicheln, als wenn er ein Fürst wäre.

Börne, Aphorismen und Miszellen, 1828/32. [145]

Gott schläft nicht, dass du ihn aufwecken müsstest mit Geschrei.

Lehmann (Hg.), Florilegum Politicum. Politischer Blumengarten, 1630

Laß uns ein Bild nun schaffen, uns gleich, sprach Gott zu der Erde. Darum ist irdischer Gott, göttliche Erde der Mensch.

Schleiermacher, Schriften aus der Berliner Zeit 1800-1802

Wie die Mutter sich freut, wenn sie das erste Lächeln ihres Kindes bemerkt, so freut sich Gott jedesmal, wenn er vom Himmel sieht, daß ein Sünder sich vor ihm aus vollem Herzen zum Gebet beugt.

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Wir verstoßen nicht gegen wissenschaftliche Methoden, wenn hinter den Naturerscheinungen wir einen himmlichen Vater vermuten, der die Bitten seiner Kinder erhört und infolgedessen den Gang der Dinge ändert.

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Wie unendlich groß ist es im Himmel einen Vater zu haben! Wie unbegreiflich schön ist es, im Himmel einen Bräutigam zu haben! Wie unvorstellbar gut und tröstlich ist es, einen Bruder zu haben, der sein Leben gibt für seine Schafe und den Vater bittet: Bewahre in deinem Namen, die du mir gegeben hast.

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Vor Menschen sei ein Mann, vor Gott ein Kind.

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Nicht durch Stimmenmehrheit sind Himmel und Erde entstanden [...].

Hebbel, F., Gedichte. Aus: Der Genius

Der Gott der Christen ist ein Vater, der ein riesiges Aufhebens um seine Äpfel macht, aber keine großen Versuche unternimmt, seinem Sohn zu helfen.

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So will's ja der Berater Der Welt, daß in der Kunst Das Kind den eignen Vater Erlöst vom ird'schen Dunst, Und für die heil'ge Schüssel Voll Blut's, die er vergießt, Ihm dankt mit einem Schlüssel, Der ihm das All erschließt.

Hebbel, F., Gedichte. Aus: Ein Geburtstag auf der Reise

Wähnet nicht, man könne Gott mit Beten, nicht aber mit Gehorsam dienen.

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Es gibt Menschen, von denen man nicht sagen kann, daß sie Gott fürchten, sondern sagen muß, daß sie Angst vor ihm haben.

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Wir glauben immer, daß Gott uns selbst ähnlich sei: die Nachsichtigen verkünden ihn als nachsichtig, die Haßerfüllten predigen, daß er furchtbar sei.

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Der Ernährer aller Menschen ist Gott und der Staat ihr Unterernährer.

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Gott, so sagt man, ist seinen Geschöpfen nichts schuldig. Ich glaube, er ist ihnen alles schuldig, was er ihnen versprach, da er ihnen das Sein gab.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762

Gleichartig sind Götter und die sterblichen Menschen geboren.

Hesiod, Werke und Tage, um 700 v. Chr

Gott ist ein Einziger, warum demnach als Vater, Sohn und heil'gen Geist ihn grüßen?

Hatif Isfahani, Gedichte. Aus: Hymnus auf göttliche Einheit und Liebe. Übersetzt von Ottokar Schlechta von Wssehrd, 1851