Gott Sprüche – leben

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Man muß Gott beim Herzen zu packen verstehen: das ist seine schwache Seite.

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Wir brauchen Gott, um zu existieren, während Er uns braucht, damit Er Sich Selbst für Sich manifestieren kann. Auch ich gebe Ihm Leben, indem ich Ihn in meinem Herzen erkenne.

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Das Unvermögen unseres Verstandes, Gottes Wesen zu erfassen, gleicht dem Unvermögen des Augenlichtes, das Licht der Sonne zu erfassen.

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Das erschaffene Weltall, Himmel und Erde, ist nicht Gott, sondern von Gott. Und weil es von Gott ist, so ist in ihm Sein Bild, wie das des Menschen im Spiegel.

Swedenborg, Der Verkehr zwischen Seele und Leib (De commercio animae et corporis), 1769

Die Vorsehung gibt uns nicht zweimal die Hand.

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Prooemion Im Namen dessen, der Sich selbst erschuf! Von Ewigkeit in schaffendem Beruf; In Seinem Namen, der den Glauben schafft, Vertrauen, Liebe, Tätigkeit und Kraft; In Jenes Namen, der, so oft genannt, Dem Wesen nach blieb immer unbekannt: So weit das Ohr, so weit das Auge reicht, Du findest nur Bekanntes, das Ihm gleicht, Und deines Geistes höchster Feuerflug Hat schon am Gleichnis, hat am Bild genug; Es zieht dich an, es reißt dich heiter fort, Und wo du wandelst, schmückt sich Weg und Ort; Du zählst nicht mehr, berechnest keine Zeit, Und jeder Schritt ist Unermeßlichkeit. Was wär' ein Gott, der nur von außen stieße, Im Kreis das All am Finger laufen ließe! Ihm ziemt's, die Welt im Innern zu bewegen, Natur in Sich, Sich in Natur zu hegen, So daß, was in Ihm lebt und webt und ist, Nie Seine Kraft, nie Seinen Geist vermißt. Im Innern ist ein Universum auch; Daher der Völker löblicher Gebrauch, Dass jeglicher das Beste, was er kennt, Er Gott, ja seinen Gott benennt, Ihm Himmel und Erden übergibt, Ihn fürchtet, und womöglich liebt.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand. 1827, Gott und Welt

O Mensch, lass dich überfluten von der Neugeburt des Erlösers und dich salben mit der Salbung der Heiligkeit! Fliehe den Tod und jage dem Leben nach!

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Gott ist ein Kreis, dessen Mittelpunkt überall und dessen Umfang nirgends liegt.

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Siehe, Gott ist groß und unbegreiflich; die Zahl seiner Jahre kann niemand erforschen.

Altes Testament. Das Buch Hiob (Ijob) (#Hiob 36,26)

Sogar dies Wort hat nicht gelogen: Wen Gott betrügt, der ist wohl betrogen.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Gott, Gemüt und Welt, 1815. Anmerkung: "Wen Gott betrügt, der ist wohl betrogen." ist ein altes deutsches Sprichwort, das sich bereits im 16. Jahrhundert nachweisen lässt

Es ist kein Zweifel, euer Gott ist ein Gott über alle Götter und ein Herr über alle Könige, der Geheimnisse offenbaren kann.

Altes Testament. Der Prophet Daniel (#Dan 2,47)

Der schönste Dank für Gottes Gaben besteht darin, daß man die Gaben Gottes weitergibt.

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Gott erlegt uns keine Prüfungen auf, ohne uns zugleich die Kraft zu geben, sie zu ertragen.

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Gott ist so groß, daß er es wohl wert ist, ihn ein Leben lang zu suchen.

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Das Höchste ist, überall in allen Dingen Gott zu suchen und zu finden, und seine Spur webt in allem Natürlichen und Wirklichen.

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Ohne eine Gottheit gibt's für den Menschen weder Zweck, noch Ziel, noch Hoffnung, nur eine zitternde Zukunft, ein ewiges Bangen vor jeder Dunkelheit und überall ein feindliches Chaos unter jedem Kunstgarten des Zufalls.

Jean Paul, Selina oder über die Unsterblichkeit der Seele, 1827 (Fragment, posthum veröffentlicht). III. Erde

O Welt, sieh hier dein Leben am Stamm des Kreuzes schweben, dein Heil sinkt in den Tod! Der große Fürst der Ehren läßt sich willig beschweren mit Schlägen, Hohn und Spott.

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Ein Mann betete: "O Herr, öffne mir ein Tor, damit ich zu dir kommen kann." Als eine Frau ihn hörte, sagte sie: "O, du Dummkopf! Ist das Tor denn verschlossen?"

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Gott ist ein Komödiant, der vor einem Publikum spielt, das zu ängstlich zum Lachen ist.

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Die Wege Gottes sind wie ein hebräisches Buch, das man nur von hinten lesen kann.

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Mit Gott fang an, mit Gott hör auf, Das ist der schönste Lebenslauf.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846