Gott Sprüche – leben

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Wo willst du Gott suchen? In der Tiefe über den Sternen? Da wirst du ihn nicht finden! Suche ihn in deinem Herzen, im Centro deiner Lebensgeburt: da wirst du ihn finden.

Böhme, Beschreibung der drei Prinzipien göttlichen Wesens (De tribus principiis), 1619. 4,8

Wenn die Ewigkeit auf einmal und in ihrer Sprache dem Menschen seine Aufgabe setzen wollte, ohne auf sein Fassungsvermögen und seine schwachen Kräfte Rücksicht zu nehmen: der Mensch müßte verzweifeln.

Geismar (Hg.), Søren Kierkegaard, Religion der Tat. Sein Werk in Auswahl, übersetzt & hg. von Eduard Geismar, Alfred Kröner Verlag 1948 (EA: 1930). Taten der Liebe

Kein Mensch kann Gott anders schauen als durch die Manifestation im Menschen. Sagt, was ihr wollt, versucht es, so gut ihr könnt, aber die Vorstellung, die wir uns von Gott machen können, bleibt immer eine Vorstellung des Menschen.

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Gott macht keine Ausschußware.

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Der Mensch hat bisher nichts anderes getan, als sich einen Gott auszudenken, um leben zu können, ohne sich selbst umzubringen.

Dostojewski, Die Dämonen, alternativer dt. Buchtitel: Böse Geister (Бесы, Besy), 1872

Gott ist immer größer, als wir ihn uns vorstellen.

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Gott schickte den Tyrannen Läuse, den Einsamen Hunde, den Kindern Schmetterlinge, den Frauen Nerze, den Männern Wildschweine, uns allen aber einen Adler, der uns auf seinen Fittichen zu ihm trägt.

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Es ist zwar wahr, daß Gott dich selig machen will; Glaubst du, er wills ohn dich, so glaubest du zu viel.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Gott kann das Tiefste ins Höchste verwandeln, den Hochmütigen erniedrigen und aus Dunkel Licht machen.

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Es ist leicht und angenehm zu verspotten. Aber mitten in der Täuschung den großen, herrlichen Glauben an das Bessere festzuhalten und die anderen mit feurigen Worten emporzuheben, das gab Gott nur seinen liebsten Söhnen.

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Gott und den Teufel kann man nicht in ein Glas bannen.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Alles, was ist, ist in Gott, und nichts kann ohne Gott sein noch begriffen werden.

Spinoza, Ethik, nach geometrischer Methode dargestellt (Ethica Ordine Geometrico Demonstrata), verfasst 1665, posthum veröffentlicht 1677

Je größer Gottes Güte, je größer ist der Welt Bosheit.

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Gott kennt die Anmaßung derer, die nicht durch Gehorsam zu ihm aufblicken, sondern alles ihrige auf sich selbst gründen. Er wird sie reinigen mit dem Besen der Ängste und den Unbilden feindlicher Anfechtung, bis sie sich reuig wieder auf Gott besinnen.

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Der Gürtel Christi umgebe mich bei meinem Ausgang und bei meiner Heimkehr. Im Namen Gottes, der den Wellen ihren Weg weist: Er möge uns sicher zurückgeleiten am Ende des Tages. Gott sei auf Deiner Straße, auf jedem Weg, den Du gehst.

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Je verborgener Gottes Hand, desto stärker ist sie.

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Geh durch den Menschen, und du gelangst zu Gott.

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Mitten in den Dingen muß der Mensch Gott ergreifen und sein Herz gewöhnen, ihn allzeit als einen Gegenwärtigen zu besitzen im Gemüt, in der Gesinnung und im Willen.

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Über die Götter allerdings habe ich keine Möglichkeit zu wissen, weder dass sie sind, noch dass sie nicht sind, noch wie sie etwa an Gestalt sind; denn vieles gibt es, was das Wissen hindert: die Nichtwahrnehmbarkeit und dass das Leben des Menschen kurz ist.

Kranz, Vorsokratische Denker: Auswahl aus dem Überlieferten, 1939

Aus dem Geist ist alles Sein entsprungen. In dem Geist wurzelt alles Leben. Nach dem Geiste zielen alle Wesen.

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Alles verläuft nach Gottes Bestimmung und Gottes Willen. Sein Wille ist es, der vollzogen wird; was Er nicht will, das geschieht nicht.

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