Gott Sprüche – philosophisch

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…doch was Gott ist, bleibt unverständlich Dem Geist des Menschen, der ja doch nur endlich.

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In der Persönlichkeit Gottes feiert der Mensch die Übernatürlichkeit, Unsterblichkeit, Unabhängigkeit und Unbeschränktheit seiner eignen Persönlichkeit.

Feuerbach, Das Wesen des Christentums, 1841. Erster Teil. Das wahre, d. i. anthropologische Wesen der Religion. 10. Kapitel: Das Geheimnis des Mystizismus oder der Natur in Gott

Es ist schlimm, daß die Leute Gott nicht kennen, aber über alles schlimm ist, daß sie für Gott anerkennen, was kein Gott ist.

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Jeder Begriff von Gott ist leeres Geschwätz. Aber die Idee der Gottheit ist die Idee aller Ideen.

Schlegel, F., Fragmentensammlungen (Kritische Fragmente, Blüthenstaub, Athenäums-Fragmente, Ideen), 1797-98. Ideen [15]

Es ist ein großer Verlust für den Menschen, wenn er die Überzeugung von einem weisen die Welt lenkenden Wesen verloren hat.

Lichtenberg, Sudelbuch J, 1789-1794. [J 855]

Und wenn es einen Gott gibt, so ist er die Wahrheit. Gibt es aber keinen, so bleibt diese die berechtigte Nachfolgerin des gestorbenen Gottes.

Schwartzkopff, Gibt es einen Gott?, 1908

Wenn es einen Gott gibt, […] muß er notwendigerweise gerecht sein; denn andernfalls wäre er das schlechteste und unvollkommenste von allen Wesen.

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Wie groß ist Gott, Ozanam, und unser Wissen ein Nichts!

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Der Weg zu Gott ist durch uns selbst.

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Gott kann dir geben, worum du ihn gebeten hast. Bist du dir aber sicher, daß es das Richtige ist?

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Zu der Vorstellung eines allmächtigen und allwissenden Gottes gehört auch die Vorstellung von der Ausnahmslosigkeit seiner Gesetze.

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Gott ist der Spiegel des Menschen.

Feuerbach, Das Wesen des Christentums, 1841. Erster Teil. Das wahre, d. i. anthropologische Wesen der Religion. 6. Kapitel: Das Geheimnis des leidenden Gottes

Der Mensch dachte sich sein eignes Gegenteil; da hatte er seinen Gott.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1840

Unser Leben vergeht mit der Suche nach Gott, denn es vergeht mit der Suche nach dem, was uns fehlt.

Jouffroy, Das grüne Heft (Le cahier vert), entstanden 1822-36

Gott ist gestorben und sein Tod war das Leben der Welt.

Mainländer, Philosophie der Erlösung I, 1876

Es gibt keinen Gott außer in der Freiheit, wie es keine Freiheit gibt außer in Gott.

Ball, Die Folgen der Reformation. Zur Kritik der deutschen Intelligenz, 1919

Angenommen, es sei sicher, daß es Gott gibt oder ihn nicht gibt, und daß es keinen Mittelweg gibt. Für welche Seite werden wir uns entscheiden? Lassen Sie uns ein Spiel spielen, bei dem es zu einer Entscheidung für "Kopf oder Zahl" kommt. Mit Vernunft können wir weder das eine noch das andere versichern; mit Vernunft können wir weder das eine noch das andere ausschließen. Verfallen Sie also nicht dem Irrtum, daß hierbei eine richtige Wahl getroffen werden könnte, denn Sie wissen nicht, ob Sie falsch liegen oder schlecht gewählt haben. Sowohl wer sich für Kopf entscheidet, als auch wer sich für Zahl entscheidet, beide liegen falsch: Die Wahrheit kann nicht durch eine Wette entschieden werden, aber es muß gewettet werden. Es gibt keine Freiwilligkeit, Sie müssen sich darauf einlassen. Wenn Sie nicht wetten, daß es Gott gibt, müssen Sie wetten, daß es ihn nicht gibt. Wofür entscheiden Sie sich? Wägen wir den Verlust dafür ab, daß Sie sich dafür entschieden haben, daß es Gott gibt: Wenn Sie gewinnen, gewinnen Sie alles, wenn Sie verlieren, verlieren Sie nichts. Setzen Sie also ohne zu zögern darauf, daß es ihn gibt.

Pascal, Gedanken über die Religion und einige andere Gegenstände (Pensées sur la religion et sur quelques autres sujets), Erstdruck 1669/70 (posthum)

Mein ganzes Leben war eine einzige, lange Suche nach Gott. Überall, zu jeder Stunde, an jedem Ort habe ich seine Spur, seine Gegenwart gesucht. Der Tod wird für mich nichts als ein wunderbarer Aufbruch sein.

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Ich denke immer, das beste Mittel, Gott zu erkennen, ist, viel zu lieben.

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Ich weiß nicht, ob Gott existiert; aber für sein Ansehen wäre es besser, wenn es ihn nicht gäbe.

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Wie? Ist der Mensch nur ein Fehlgriff Gottes? Oder Gott nur ein Fehlgriff der Menschen?

Nietzsche, Götzen-Dämmerung oder Wie man mit dem Hammer philosophiert, 1889. Sprüche und Pfeile