Gott Sprüche – philosophisch
399 Sprüche gefunden
Man kann Gott nicht entdecken, nur an seinen Werken erkennen.
Je mehr das Sinnliche verneint wird, desto sinnlicher ist der Gott, dem man das Sinnliche opfert.
Du wolltest Gott sein, obwohl du Mensch warst, und gingst so verloren. Er wollte Mensch sein, obwohl er Gott war.
Man lernt Gott zuerst kennen in allem, was ernichtist, und man spürt ihn sehr deutlich in allem, was ernichtwill.
Wer außer Gott nichts anderes will, der wandelt nicht im Finstern, mag er sich auch für den Unwissendsten und Ärmsten unter den Menschen halten.
Das Dasein Gottes beweisen, so wie bezweifeln, heißt das Dasein des Daseins beweisen oder bezweifeln.
Wenn die Narren sind, die in ihrem Herzen das Dasein Gottes leugnen, so kommen mir die noch unsinniger vor, die selbiges erst beweisen wollen.
Man sieht leicht, wie hier [im Neuplatonismus] die Erlösung nicht allein von Ewigkeit her beschlossen, sondern als ewig notwendig gedacht wird, ja, daß sie durch die ganze Zeit des Werdens und Seins sich immer wieder erneuern muß. Nichts ist in diesem Sinne natürlicher, als daß die Gottheit selbst die Gestalt des Menschen annimmt, die sie sich zu einer Hülle schon vorbereitet hatte, und daß sie die Schicksale desselben auf kurze Zeit teilt, um durch diese Verähnlichung das Erfreuliche zu erhöhen und das Schmerzliche zu mildern.
Gott ist nach Leibniz wirklich, weil nichts seine Möglichkeit verhindert. In dieser Rücksicht ist Leibnizens Philosophie recht gottähnlich.
Denkt nur über Gottes Wohltaten nach, aber über Gott selbst grübelt nicht.
Grübeln über Gottes Gründe, Kritisieren unsern Schöpfer, Ach, das ist, als ob der Topf Klüger sein wollt' als der Töpfer! Doch der Mensch fragt stets: Warum?
Ihr sagt: Gott schuf die Welt! Geheimnis, hülle Uns tief in Deine volle Wahrheit ein! Er tat's; wir glauben es aus ganzer Fülle. Wie? Wenn? Aus was? Wer wagt dies auszureihn? Dies ist nur Stoff für Gottes Geist allein.
Wer Gott verneint, der fürchtet ihn immer noch.
Das Universum ist, wie es ist. Unser Schicksal ist das, was wir daraus machen. Die Welt – um es auf den einfachsten Nenner zu bringen – ist so, wie wir sie gestalten. Nur weil wir Angst vor dieser Verantwortung haben, erfinden wir strafende Götter und denken uns in ihrem Namen Gesetze aus, an deren Konsequenzen wir dann schuld sind.
Die Quelle des Ideals ist der heiße Durst nach Ewigkeit, die Sehnsucht nach Gott, also das Edelste unsrer Natur.
Alle erschaffenen Dinge sind nur Gedanken Gottes.
Es ist sehr verwegen, Dinge beweisen zu wollen, die man nicht kennt, und noch unendlich verwegener, der göttlichen Allmacht Grenzen setzen zu wollen.
Alles, was man von Gott aussagen kann, das ist Gott nicht.
Gott wird angemessener im Nichterkennen erkannt.
Nehmen wir die Gottheit zu unserem Ausgangspunkt. Was die Aussagen über diese Gottheit an und für sich betrifft, so ist allein der kein Dummkopf, allein der kein Frevler, der – nichts über sie aussagt.
Der Mensch denkt sich Gott so, wie er ihn sich wünscht; aber Gott bleibt immer so, wie er ist.