Gott Sprüche – philosophisch

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Daß wir einen Gott ahnen, ist nur ein unzulänglicher Beweis für sein Dasein. Ein stärkerer Beweis ist, daß wir fähig sind, an ihm zu zweifeln.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Ist Gott der Traum der Menschheit? Er wäre zu schön. Ist die Menschheit der Traum Gottes? Er wäre zu abscheulich.

Schnitzler, Aphorismen und Betrachtungen, 1967

Gibt es einen Gott, so ist die Art, in der ihr ihn verehrt, Gotteslästerung.

Schnitzler, Aphorismen und Betrachtungen, 1967

Als nun das Wort Gottes erklang, da erschien dieses Wort in jeder Kreatur, und dieser Laut war das Leben in jedem Geschöpf. Aus dem gleichen Wort heraus wirkt des Menschen Geist die Werke, aus dem gleichen Laut bringt die Vernunft ihre Werke tönend, rufend oder singend hervor.

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Der Mensch, dessen Ich in Gott sein Du gefunden hat, der findet sein Du auch in jedem Menschen, der ihm begegnet auf dem Wege seines Lebens.

Ebner, F., Tagebücher. 18. Februar 1917

Das höchste Wissen von Gott, das wir in diesem Leben erlangen können, besteht darin, zu wissen, daß er über allem ist, was wir von ihm denken.

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Gott läßt Menschen die Dinge sehen, wie sie wirklich sind.

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Was Gott an und für sich ist, wissen wir so wenig, als ein Käfer weiß, was ein Mensch ist.

Zwingli, Kommentar über die wahre und falsche Religion (Commentarius de vera et falsa religione), 1525

Wer Gott erkannt hat, streift alle Fesseln von sich, und nach den entschwundenen Leiden streift er Geburt und Tod ab.

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Weil Gott die Güte ist, schuf er die Welt.

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Es existieren Geister! Blicke umher in der Welt und sage selbst, ob nicht aus allem dich ein Geist anschaut. Aus der Blume, der kleinen, lieblichen, spricht der Geist des Schöpfers zu dir, der sie so wunderbar geformt hat; die Sterne verkünden den Geist, der sie geordnet, von den Berggipfeln weht ein Geist der Erhabenheit herunter, aus den Wassern rauscht ein Geist der Sehnsucht herauf, und – aus den Menschen reden Millionen Geister.

Stirner, Der Einzige und sein Eigentum, vordatiert auf 1845, aber erschienen bereits im Oktober 1844

Kein Platz ist, in dem nicht Gott, keiner, der nicht in Gott wäre. Er ist im Himmel, er ist in der Tiefe, er ist jenseits der Meere. Von innen her erfüllt er sie, nach außen hin überragt er sie. So also: in dem er hat, wird er auch gehabt; weder ist er irgendwo eingeschlossen, noch fehlt er in einem einzigen Ding.

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Gott kennt den kleinsten Teil ebenso wie das Ganze. Er durchdringt den Geist so vollkommen, wie den Stoff. Er weiß die Gedanken und Absichten jeder einzelnen Seele so gut, als ob es in seiner ganzen Schöpfung nur diese eine Seele gäbe.

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Wahrlich, die Größe und unendliche Weisheit des Weltenschöpfers erkennt nur der, welcher in dem unendlichen Buche, welches die Natur ist, Seine Gedanken zu verstehen sich bemüht, und alles, was sonst die Menschen von ihm wissen und sagen, erscheint wie ein leeres eitles Gerede dagegen.

Liebig, Die Chemie in ihrer Anwendung auf Agricultur und Physiologie. In zwei Theilen, 2 Bde., 8. Auflage 1865. Der chemische Proceß der Ernährung der Vegetabilien

Gott ist nur ein erdachtes Wort, die Welt uns zu erklären.

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Ich habe Gott überall gesehn und nie verstanden.

Lamartine, Poetische Meditationen (Méditations poétiques), 1820. Die ersten Meditationen: Der Mensch

Gott Abrahams, Gott Isaaks, Gott Jakobs, nicht der Gott der Philosophen und Gelehrten.

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Ich glaube nicht, daß derselbe Gott, der uns Sinne, Vernunft und Verstand gab, uns ihren Gebrauch verbieten wollte.

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Wir können Gott mit dem Verstande suchen, aber finden können wir ihn nur mit dem Herzen.

Eötvös, Gedanken, 2. Ausgabe 1867 (EA: 1864)

Lerne Gott aus Gott kennen, aus Vernunft nicht und Beweisen; braucht es Fackel oder Kerze, um die Sonne dir zu weisen?

Dschami, Der dreifache Diwan (Divān-e sigāna), Sammlung von Gedichten aus Dschamis Jugend, Erwachsenenzeit und Alter

Was ist Praedestinatio (Vorherbestimmung)? Antwort: Gott ist mächtiger und weiser als wir; drum macht er es mit uns nach seinem Gefallen.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Literatur und Leben