Gott Sprüche – philosophisch

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Drei R gehören Gott allein: Rühmen, rächen, richten.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Solange jeder Narr, jeder Theolog, jeder Betbruder und jeder Feuilletonist sich erlauben darf, das Wort Gott so zu verstehen und anzuwenden, wie es ihm gerade genehm ist, wird jede Diskussion über religiöse Fragen unfruchtbar bleiben.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Aus der Weisheit Gottes manche Sachen schließen zu wollen, ist nicht viel besser, als es aus seinem eignen Verstand zu tun.

Lichtenberg, Sudelbuch C, 1772-1773. [C 103]

Gott wird nirgends schlechter behandelt als bei den Naturforschern, die an ihn glauben.

Engels, Dialektik der Natur. Fragment, entstanden 1873-1883, erweitert 1885/86; Erstdruck in: Marx-Engels-Archiv, Moskau und Leningrad 1925. Notizen und Fragmente. Aus der Geschichte der Wissenschaft

Nicht dann, wenn ich mich zu Ihm begebe, sondern gerade dann, wenn ich mich von Ihm abwende, wenn ich Ihn verlasse, – gerade dann erkenne ich, daß Gott ist. Ich sage ›Gott‹, jedoch ich weiß nicht sicher, ob ich ihn recht nenne. Sie werden verstehen, was ich meine.

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Gott hat die Welt nicht erschaffen, sie ist ihm bloß passiert.

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Wir haben keinen Beweis dafür, daß dem Menschen von seinem Ursprung an die Existenz eines allmächtigen Gottes eigen war. Im Gegenteile sind reichliche Zeugnisse von Männern, welche lange unter Wilden gelebt haben, beigebracht worden, daß zahlreiche Rassen existiert haben und noch existieren, welche keine Idee eines Gottes oder mehrerer Götter, sowie keine Worte in ihrer Sprache haben, eine solche Idee auszudrücken.

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Gott ist da - ob du es gut findest oder nicht.

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Gott ist wie ein Spiegel. Spiegel bleiben sich immer gleich, aber jeder, der hineinblickt, sieht etwas anderes

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Der Pfarrer hatte Recht, ich will Gott finden, weil ich tief im Innern hoffe, daß er ledig ist.

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Es ist die Aufgabe des wahren Lehrers, uns zu zeigen, daß Gott ist, daß er einmal war; daß er spricht, und nicht, daß er einmal gesprochen hat.

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Und Gott ist das, was wir nicht fassen können.

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Weil Gott Geist und Wahrheit ist, kann man sich nur in Wahrheit Ihm nahen dadurch, daß man heilig sein will, wie Er heilig ist – durch die Reinheit des Herzens.

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Ich habe Gott durch Gott erkannt, und habe das, was neben Gott ist, durch den Gesandten Gottes erkannt.

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Dem Einen entgegen, der Vollkommenheit der Liebe, der Harmonie und der Schönheit, dem Einzig Seienden, vereint mit all den erleuchteten Seelen, die den Meister, den Geist der Führung, verkörpern.

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Gott ist ohne Ursache: Warum suchst du nach Ursachen?

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Wir brauchen Gott, um zu existieren, während Er uns braucht, damit Er Sich Selbst für Sich manifestieren kann. Auch ich gebe Ihm Leben, indem ich Ihn in meinem Herzen erkenne.

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Man müßte Gott selber sein, um Erfolge und Mißerfolge unterscheiden zu können, ohne dabei einen Fehler zu machen.

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Das Unvermögen unseres Verstandes, Gottes Wesen zu erfassen, gleicht dem Unvermögen des Augenlichtes, das Licht der Sonne zu erfassen.

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Man hat Gott nach und nach, besonders in der scholastischen Periode und später, angekleidet mit allerhand Qualitäten: die Aufklärung aber hat genötigt, ihn wieder auszukleiden, ein Stück nach dem andern, und man zöge ihn gern ganz aus, wenn nicht der Skrupel wäre, es möchte sich dann ergeben, daß bloß Kleider wären und nichts drin.

Schopenhauer, A., Nachlass. Bogen G (1813)

Das erschaffene Weltall, Himmel und Erde, ist nicht Gott, sondern von Gott. Und weil es von Gott ist, so ist in ihm Sein Bild, wie das des Menschen im Spiegel.

Swedenborg, Der Verkehr zwischen Seele und Leib (De commercio animae et corporis), 1769