Gott Sprüche – philosophisch
399 Sprüche gefunden
Mensch, denkst du Gott zu schaun, dort oder hier auf Erden, So muß dein Herz zuvor ein reiner Spiegel werden.
DasIch denke, Ich bin, ist, seit Cartesius, der Grundirrtum in aller Erkenntnis; das Denken ist nicht mein Denken, und das Sein nicht mein Sein, denn alles ist nur Gottes oder des Alls.
Nicht in der Macht ist Gott, sondern in der Wahrheit.
In dieser Liebe, in der Gott sich selber liebt, in der liebt er die ganze Welt. In dieser Lust, in der Gott sich selber genießt, in der genießt er die ganz Welt.
Der Mensch hat bisher nichts anderes getan, als sich einen Gott auszudenken, um leben zu können, ohne sich selbst umzubringen.
Seit ich Gott erkannt habe, ist nichts Wahres und nichts Falsches mehr in mein Herz eingedrungen.
Über Gott will ich schweigen.
Unser erster Vater, der Absolute, ging aus der Urfinsternis hervor. Er sah nicht die Finsternis, obwohl die Sonne noch nicht existierte. Er war erleuchtet durch den Widerschein seines inneren Selbst wie eine Sonne.
Der Gott, den ich anbete, ist nicht ein Gott der Finsternis; er hat mir den Verstand nicht gegeben, um mir den Gebrauch desselben zu untersagen. Von mir verlangen, meine Vernunft gefangen zu geben, heißt ihren Schöpfer beleidigen.
Ich glaube kaum, daß es möglich sein wird zu erweisen, daß wir das Werk eines höchsten Wesens, und nicht vielmehr zum Zeitvertreib von einem sehr unvollkommenen sind zusammengesetzt worden.
In mir erglänzen alle Reiche der Welt, weil ich der Spiegel Gottes bin.
Alles in der Schöpfung ist eine Manifestation des einen.
Höheres gibt es nichts, als der Gottheit sich mehr als andere Menschen nähern, und von hier aus die Strahlen der Gottheit unter das Menschengeschlecht verbreiten.
Mein Gefühl sagt mir, daß es Gott gibt, und es sagt mir nicht, daß es ihn nicht gibt. Das genügt mir.
So weit du ausgehst aus allen Dingen, so weit, nicht weniger und nicht mehr, geht Gott ein mit all dem Seinen, dafern du in allen Dingen dich des Deinen völlig entäußerst.
Weder Christ noch Heide erkennt das Wesen Gottes, wie es in sich selber ist.
Das Wesen Gottes macht sich keinem Ding gemein Und muß notwendig doch auch in den Teufeln sein.
Alles, was ist, ist in Gott, und nichts kann ohne Gott sein noch begriffen werden.
Das höchste Gut des Geistes ist die Erkenntnis Gottes, und die höchste Tugend des Geistes ist, Gott zu erkennen.
Unter Gott verstehe ich das absolute unendliche Sein, das heißt die Substanz, die aus unendlich vielen Attributen besteht, deren jedes ewige und unendliche Wesenheit ausdrückt.
Das Fleisch und Blut, das tönerne Gefäß, die irdische Wohnstatt: wann können sie das fassen? Wann erfahren sie dieses Angerührtwerden: daß der Geist, trunken von göttlicher Liebe, sich selbst vergißt, wie ein Gefäß in sich selbst zerbricht, ganz in Gott eingeht, Gott umarmt und ein Geist mit ihm wird?