Gott Sprüche – tiefgründig

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Je mehr das Sinnliche verneint wird, desto sinnlicher ist der Gott, dem man das Sinnliche opfert.

Feuerbach, Das Wesen des Christentums, 1841

Gott ist am nächsten, Wenn er ferner als fern und hart wie ein Felsen zu sein scheint!

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Ihr stürzt nieder, Millionen?Ahndestdu den Schöpfer, Welt?

Schiller, F., Gedichte. Aus: An die Freude, 1785

Ihr sagt: Gott schuf die Welt! Geheimnis, hülle Uns tief in Deine volle Wahrheit ein! Er tat's; wir glauben es aus ganzer Fülle. Wie? Wenn? Aus was? Wer wagt dies auszureihn? Dies ist nur Stoff für Gottes Geist allein.

Seume, J. G., Gedichte. Aus: Meinem Freunde H.

Gott ist ein Ärgernis – ein Ärgernis, das etwas einbringt.

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Gott wird angemessener im Nichterkennen erkannt.

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Gott ist das, wovon etwas Größeres nicht gedacht werden kann.

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Warum redest du von Gott mehr als du weißt, oder dir geoffenbaret ist?

Böhme, De triplici vita hominis, oder Hohe und tiefe Gründung von dem dreifachen Leben des Menschen, 1620. 1. Kapitel

Du kleidest Dich mit meiner Seele und bist doch selbst ihrer innerst Kleid.

Mechthild von Magdeburg, Das fließende Licht der Gottheit, 1869. II, 5

Man versteht nichts von den Werken Gottes, wenn man nicht davon überzeugt ist, daß er die einen verblenden und die anderen erleuchten wollte.

Pascal, Gedanken über die Religion und einige andere Gegenstände (Pensées sur la religion et sur quelques autres sujets), Erstdruck 1669/70 (posthum)

Es gibt nämlich Personen von heiliger Einfalt, die für die Geschäfte und Gebräuche der Welt wenig, für den Umgang mit Gott aber viel Verständnis besitzen.

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Die Vorstellung von Gott ist wie eine Haut: Jeder legt sich seine eigene zu.

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Darum sollen wir Gott anbeten, welcher nur im Geiste, das ist in dem Innersten des Menschen, verehrt werden kann.

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Gott ist so groß und unbeschränkt, daß man ihn teilen muß, um ihn zu begreifen.

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Gott ist der größte unter den Ingenieuren.

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Welcher vernünftige Mensch wird zum Beispiel glauben, daß der erste, zweite und dritte Tag der Schöpfung … ohne Sonne, Mond und Sterne vor sich gegangen sei. …Wer ist so einfältig zu glauben, daß Gott nach Art eines landbebauenden Menschen ein Paradies in Eden gepflanzt und einen sichtbaren und genießbaren Baum des Lebens dareingesetzt hat…?

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Auch Gott spricht. Von der Sprache des Ewigen erblickt das Auge mehr, Wie das Ohr von ihr hört.

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Wer einmal Gottes Willen wählt, muß Gottes ganzen Willen wollen. Nicht nur den Teil, der gerade nützlich trifft.

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Ein Gott, der allwissend und allmächtig ist und der nicht einmal dafür sorgt, daß seine Absicht von seinen Geschöpfen verstanden wird, – sollte das ein Gott der Güte sein?

Nietzsche, Morgenröte. Gedanken über die moralischen Vorurteile, 1881

Gott steht außerhalb des Verstehens. Wir können nur sagen was Ernichtist, aber nicht, was Er ist.

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Die sich um ihren Gott am heftigsten befehden, sind ihm am weitesten entfernt.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913