Gott Sprüche – tiefgründig

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Könnte Gott, der Uranfang aller Anfänge, der selber niemals einen Anfang gehabt hat, sich selber begreifen, wenn er, um sich zu begreifen, seinen eigenen Anfang kennen müßte?

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Wenn ein allmächtiger und allwissender Schöpfer alles verfügt und alles voraussieht, stehen wir einer so unlösbaren Schwierigkeit gegenüber wie der des freien Willens und der Prädestination.

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Gott ist eine faustgrobe Antwort, eine Undelikatesse gegen uns Denker –, im Grunde sogar bloß ein faustgrobes Verbot an uns: Ihr sollt nicht denken!

Nietzsche, Ecce Homo. Wie man wird, was man ist, 1889 (erstmals gedruckt 1908). Warum ich so klug bin

Um zu glauben, daß Einer das alles gemacht hat, braucht man doch sicher mehr Gedanken, als um zu wissen, daß er es nicht gemacht hat – ihr Idioten des freien Geistes!

Kraus, Nachts. Aphorismen, 1924. VI. Nachts

Den Wald vor Bäumen nicht seh'n, das kann gescheh'n! – Doch an den Stämmen die Stirn sich blutig rennen Und doch nicht erkennen, Daß man im dichtesten Wald sich verirrt? Das passiert!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Nicht eignet sich für Menschenzungen, Was nur der Himmel weiß und kennt.

Schack, A. F., Gedichte. Erstdruck der ersten Gedichtsammlung 1866; Erstdruck der zweiten Gedichtsammlung (Weihgesänge) 1878. Aus: Du willst, daß ich in Worte füge

Man muß Gott schon in Zwei teilen, wenn seine schönste Empfindung, die Liebe, nicht allerletzten Endes Selbst-Liebe sein soll.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1913

In unermesslichen Höhen, zu denen der Aufstieg nur durch die tiefsten Tiefen unseres Innersten führt, wohnt Gott.

Kayssler, Wege − ein Weg. Eine Auswahl aus Gedichten, Prosa und Aphorismen, 1929. Drittes Buch: Besinnungen. Zweite Folge (1929)

Wenn Gott spräche, wäre jedes seiner Worte eine Gotteslästerung.

Leonhard, Aeonen des Fegefeuers. Aphorismen, 1917