Gott Sprüche – trauerkarte

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Du wolltest Gott sein, obwohl du Mensch warst, und gingst so verloren. Er wollte Mensch sein, obwohl er Gott war.

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Diese sechs Dinge hasst der Herr, diese sieben sind ihm ein Gräuel: stolze Augen, falsche Zunge, Hände, die unschuldiges Blut vergießen, ein Herz, das arge Ränke schmiedet, Füße, die behände sind, Schaden zu tun, ein falscher Zeuge, der frech Lügen redet, und wer Hader zwischen Brüdern anrichtet.

Altes Testament. Die Sprüche Salomos (#Spr 6,16-19)

Wenn Gott die Menschen strafen will, erhört er ihre Gebete.

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Daß Gott gekreuzigt wird, daß man ihn kann verwunden, Daß er die Schmach verträgt, die man ihm angetan, Daß er solch Angst aussteht und daß er sterben kann, Verwundere dich nicht: die Liebe hats erfunden.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Wo der Mensch aus Hingabe das Seine preisgibt, da muß notgedrungen Gott für ihn eintreten.

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Von den Gliedern des Reiches Gottes fließen Ströme von Erbarmen in die Welt.

Lhotzky, Vom Erleben Gottes, 1908

Wer Gott schaut, stirbt.

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Gott ist allmächtig und voll Mitleid, doch wenn du Gerste anbaust, hoffe bei der Ernte nicht auf Weizen.

Rumi, Das Lied der Liebe

[Gott] Du kommst und gehst. Die Türen fallen viel sanfter zu, fast ohne Wehn. Du bist der Leiseste von allen, die durch die leisen Häuser gehn. Man kann sich so an dich gewöhnen, daß man nicht aus dem Buche schaut, wenn seine Bilder sich verschönen, von deinem Schatten überblaut; weil dich die Dinge immer tönen nur einmal leis und einmal laut. Oft wenn ich dich in Sinnen sehe, verteilt sich deine Allgestalt; du gehst wie lauter lichte Rehe, und ich bin dunkel und bin Wald. Du bist ein Rad, an dem ich stehe: von deinen vielen dunklen Achsen wird immer wieder eine schwer und dreht sich näher zu mir her, und meine willigen Werke wachsen von Wiederkehr zu Wiederkehr

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Das Stundenbuch. Das Buch vom mönchischen Leben, 1899

Ein loses Blatt, das zwecklos, rastlos treibt, Die Seele ist's, der keine Hoffnung bleibt. Ein loses Blatt, das welk geworden ist, Ihm gleicht der Mensch, der seinen Gott vergißt. Ein loses Blatt, dem Sturm gegeben preis, Das ist ein Herz, das nicht von Liebe weiß.

Lüttringhaus (Hg.), Lebensworte aus dem Munde guter und großer Menschen aller Zeiten und Völker für Geist und Gemüt, hg. von J. D. Lüttringhaus, Lüdenscheid, um 1880

Ich wäre der unglücklichste Mensch der Welt, wenn ich wüsste, dass ich nicht in der Gnade Gottes stünde.

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Wer Gott finden will, muss sich selbst verlieren.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Wenn die Gottheit den Gebeten der Menschen folgen würde, so würden alle Menschen allzu schnell umkommen: soviel Schlimmes erbitten sie fortwährend füreinander.

Nestle, Die Nachsokratiker, 2 Bde., 1923. Aus unbestimmten Schriften [73]

Nur Gott ermißt den Weg der Heidenseele, den fürchterlichen Steilhang hin zum Ziel. Nur Gott wägt ihre Angst vor Furcht und Fehle, die wache Angst des Wissenden, der fiel.

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Als Gott den ersten Menschen schuf, da war ihm schon der letzte kund, Gedanken hört er wie den Ruf, die Herzen kennt er aus dem Grund.

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Auf welche Weise soll ich dich suchen? Denn wenn ich dich suche, suche ich das glückselige Leben… Ich will dich suchen, auf daß meine Seele lebe. Denn mein Leib lebt durch meine Seele und meine Seele lebt durch dich.

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Es ist ein großer Verlust für den Menschen, wenn er die Überzeugung von einem weisen die Welt lenkenden Wesen verloren hat.

Lichtenberg, Sudelbuch J, 1789-1794. [J 855]

Der Mensch versteht nicht immer, warum Gott etwas zuläßt.

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Wenn Gott nicht verzeihen würde, bliebe sein Paradies leer.

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Ich wünschte, es gäbe einen Gott. Ich sehne mich, ihn zu loben, ihm zu danken.

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Hätte mich der Herrgott bei der Schöpfung um Rat gefragt, hätte ich etwas Einfacheres empfohlen.

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