Hoffnung Sprüche
Sprüche über Hoffnung und Zuversicht
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Ich werde vertrauend hoffen und immer hoffen, bis meine Augen brechen; und wann dann die Menschen mich auslachen und sagen werden: «Siehe, du hast umsonst gehofft, du stirbst arm und verlassen, wie du geboren wurdest», so werde ich zu ihnen sagen: «Ihr Toren! jetzt geht die Hoffnung erst recht an!»
Betrat'st du je ein Haus Mit hoffendem Verlangen Und bist von dannen drauf Gesenkten Blicks gegangen, Um eine Hoffnung ärmer? Wie anders schien die Welt Auf deinem ersten Gange, Als da du kehrst zurück Mit sorgenbleicher Wange, Um eine Hoffnung ärmer! Wie bohren sich ins Hirn Die heißen Sonnenstrahlen! Wie bebt das kranke Herz In wilden Fieberqualen, Um eine Hoffnung ärmer! Zerreißend dringt ins Ohr Der Straßen Lärmgewühle – Ach, daß du könntest ruh'n, Das Haupt auf weichem Pfühle – Um eine Hoffnung ärmer! Ach, daß das schwere Herz Der Tränen sich entlüde! Geduld! Noch kurzen Weg! – Wie wandelst du so müde, Um eine Hoffnung ärmer! Da endlich winkt das Heim ... Wohin sollst du dich wenden? Aus allen Winkeln raunt's Und von den düstern Wänden: »Um eine Hoffnung ärmer!«
Mignon Buntbeblümte Wiesen dehnen Fernhin sich, die Luft weht lind; Auf umsonnten Wolkenkähnen Kam der Lenz ins Land geschwind . . . Buntbeblümte Wiesen dehnen Fernhin sich, die Luft weht lind. Laß mein Haupt an deines lehnen, Rühr die Harfe, holdes Kind! Lieblich wie Gesang von Schwänen Klagt ihr Ton im Abendwind . . . Laß mein Haupt an deines lehnen Rühr die Harfe, holdes Kind! Zages Hoffen, süßes Wähnen Schwellt die Seele mir gelind; Banges, langverhaltnes Sehnen Löst sich; Quellen rieseln lind . . . Ach, ich weiß nicht, ob es Tränen, Oder ob es Lieder sind.
Mut, Ergebung, Geduld, Ihr Gefühle der Trauer! Ihr Gefährten des Unglücks! Die flüchtigste Hoffnung schafft mehr Erleichterung als Ihr!
Allen großen Hoffnungen folgt Traurigkeit.
Söhne deine Phantasie nie mit demnächstenUnglück aus, sondern mit demgrößten. Nichts löset mehr den Mut auf als die warmen, mit kalter Angst abwechselnden Hoffnungen.
Was du gehofft und ersehnt mit Herz und Aug', Gleicht schwellenden Knospen am Rosenstrauch, Und was zu erreichen davon dir geglückt, Gleicht Rosen im Zimmer, die gestern gepflückt.
Der echte Mann hat, wenn ihm eine Hoffnung fehl schlägt, nur eine Freude weniger, keinen Schmerz mehr.
Was bewegt dich, stiller Himmel? Was beschwingt die schweren Wolken? Herz, wie kommt die helle Höhe übers tiefgraue Meer? Durch die Wolken schwebt ein Vogel, schwebt vorbei mit hellen Flügeln, trägt die goldne Morgenröte übers tiefgraue Meer. Komm zurück, du goldner Vogel! Nimm mich hoch in deine Höhe! Trag mein Herz, du helle Hoffnung, übers tiefgraue Meer!